Kein Jahr wie jedes andere

Kein Jahr wie jedes andere

Was für ein Jahr! Also ich muss sagen, dass mich das Jahr, das nun sozusagen in den letzten Zügen liegt, ganz schön heftig gebeutelt hat. Nicht des ganzen hysterischen Wahns um uns herum wegen, sondern durch all das Gute das mir/uns wiederfahren durfte. Natürlich haben wir gearbeitet – und tun es immer noch! Wir haben schwer geschuftet, das aber mit Freude, mit Hingabe, auch wenn`s manchmal hart an einer Grenze war, die sich dann aber doch nur als „nächste Stufe“ erwiesen hat. Ja, es war ein gutes Jahr! Ein Jahr wie es sein soll, voller Krisen und Chancen, gut durchwachsen, von allem etwas, auch von Liebe getragen und von dem, was den Menschen so leidenschaftlich sein lässt: Einer Vision!

Ein kurzer Blick zurück: Wir haben uns vergrössert! Die Gelegenheit war da und wir haben sie genutzt. Selbst wenn es mit diversen Schwierigkeiten verbunden war, haben wir uns entschlossen La Mesada auf gesamt knapp drei Hektar zu erweitern. Dies vor allem, um Wald und Wiese zu erhalten und um zu verhindern, dass hier Totalkahlschlag betrieben wird. Wie lange es dauert bis so etwas ganz über die Bühne geht wissen wir jetzt auch – es dauert und dauert und dauert, aber seit Kurzem ist alles unter Dach und Fach! Das bedeutet zum einen mehr Raum um zu sein und zu wirken, aber ebenso meint es mehr Arbeit, denn all das will ja gepflegt sein – also mehr Verantwortung allemal. Aber das macht auch entsprechend Freude! Und langsam, ganz langsam bekommen Heidi und Ich ein Gefühl dafür, wie viel wir nun an Möglichkeiten haben! Wald und Wiese! Was für ein Geschenk! So wächst la Mesada zu einem Ort, an dem sich noch mehr wunderbare Dinge ereignen können!

Die Vergrösserung ging und geht aber stetig weiter. Durch die vielen Menschen die zu uns kommen, wurde es notwendig, neben der Jurte noch einen ganzjährig nutzbaren Seminarraum zu schaffen. Dazu musste der Parkplatz vergössert und ein entsprechendes Fundament gefertigt werden. Auch dieses Projekt sind wir mutig angegangen und mit lieben Freunden, die professionelle Arbeit von der Planung bis zum Bau geliefert haben, wird der Raum Ende Jänner seine Fertigstellung erfahren. So stehen uns dann 56m2 wunderbarer Raum zur Verfügung – um auszubilden, zu lernen und lehren, oder einfach um das gemeinsame Sein zu geniessen! Nie hätten wir vor neun Jahren gedacht, dass sich all das so entwickeln würde – aber die Visison war schon damals da –  wenn auch die Vorstellung sich verändert hat über all die Jahre, so ist doch der Kern der Vision als Leitfaden und Ziel geblieben und erfährt nun mehr und mehr an Werden und Sein! Der Seminarraum wird ein echtes Schmuckstück. Es fehlen nur noch der Boden und der Ofen – wir sind zuversichtlich Ende Jänner mit allem fertig zu sein! Die Jurte bleibt weiterhin als wichtiger Raum – sie wird uns aber eher an lauen Abenden, in der Übergangszeit und bei den Schwitzhütten behüten und umarmen.

Wie schon vor Jahren geplant, haben wir heuer unseren Tätigkeitsbereich ganz nach Griselstein verlagert. Da gab es anscheindend so manches Gerücht, auch ein wenig Verwirrung, der wir aber keine grosse Aufmerksamkeit mehr schenken. Es war immer klar, dass die Verlagerung unseres Tuns stattfinden wird. Das war ja der Grund warum wir hierher gezogen sind und all die Jahre, jeden Cent in La Mesada investiert haben um hier entsprechende Infrastruktur anbieten zu können.

Dieser Schritt war richtig und notwendig – und der Erfolg gibt uns recht! So viele wunderbare Menschen, die auch aus grosser Distanz anreisen um mit uns gemeinsam einen Weg zu beschreiten, der uns mehr und mehr zum Selbst führt! Was für eine Freude! Was für eine Bestätigung! Dafür hier ein grosses Danke an alle die zu uns kommen, von fern und nah!

Eine grosse Freude war vor sieben Monaten die Ankunft von Anuk, Baldos Tochter, die ein ebenso umfangreiches Projekt ist, wie der Bau des Seminarraums und der Ankauf des Grundstückes! 🙂 Sie fordert viel an Aufmerksamkeit, macht aber unser Rudel komplett! Die Kleine lernt den Seminarbetrieb kennen, und ist der Liebling aller die zu uns kommen! Baldo kann sich nun, nach anfänglichem Vaterstress, etwas entspannen, da ja Anuk nun mit ihm über uns wacht. Es freut uns, dass eigentlich jeder unsere Hunde rasch ins Herz schliesst! Und – was auch wichtig ist, hier auf La Mesada können die beiden wirklich ein Hundeleben vom feinsten führen!

Auch auf Reisen waren wir in diesem Jahr. Zwar nicht mehr so viel wie früher, aber dennoch sehr intensiv und bewegend. Diese Reisen sind immer etwas ganz persönliches und es gibt da auch nicht viel, oder gar öffentlich, zu berichten. Aber auf diesen Reisen, so viel sei gesagt,  verändern auch wir uns. Da schöpfen wir Kraft. Immer ist es aber auch Herausforderung – denn wenn Heidi und ich eine Reise unternehmen, kann man sie mit einer herkömmlichen „Urlaubsreise“ kaum vergleichen. Das mag jenen Strukturen geschuldet sein, die wir in uns tragen und den Resonanzen die dadurch entstehen – für uns beide ist es immer spannende Herausforderung und vieles was wir auf unseren Begegnungen an persönlicher Entwicklung erfahren, fliesst wieder in die gemeinsame Arbeit mit euch auf La Mesada ein. So schliessen sich immer die Kreise.

Wenn wir verreisen, fällt es uns recht schwer diesen wundervollen Ort zu verlassen und wenn wir zurückkommen, ist die Freude immer gross – es ist ein wirkliches nach Hause kommen! Es ist, als ob man dieses lebende, atmende Wesen, diese grüne Insel wirklich ins Herz geschlossen hat – ebenso wie sie uns! Man fühlt sich als EINS – und das ist das grösste Geschenk von allen! Man hat mich in diesem Jahr auch mehrmals gefragt, warum ich keinen neuen Bücher schreibe. Nun, ich kann nur schreiben, wenn ich wirklich etwas zu sagen habe. Es fällt mir unendlich schwer, auf Kommando loszutippen. Und es ist mir auch absolut unmöglich, mich irgendwelchen Trends zu unterwerfen. Ich folge keinem „mainstream“, weil ich einer ganz anderen Gesetzmässigkeit unterworfen bin – jener des authentischen Tuns. Wir bieten hier auf La Mesada ja auch tiefe, echte Prozessarbeit an und keine esoterische Bespassung oder vergebührte Egoüberhöhung. Darum schreibe ich keine Bücher zum Thema X oder Y, weil sich das grad gut verkauft und auch „das Buch zum Buch“ wird sich bei mir nicht finden. Ich verweigere mich hier, störrisch wie ich bin, dem Markt, aber bin auch ehrlich genug um zu sagen „ich kann das so nicht“. Also möge man mir verzeihen. Was ich aber gerne schreibe ist mein Blog hier. Aber auch diese Texte brauchen wahren und echten Alnlass und drücken natürlich immer nur meine eigene Befindlichkeit und Sichtweise der Dinge aus! Ich weiss dass wir in einer Welt der Bilder leben – dennoch wage ich weiter daran zu glauben, dass es unter all den „Schauern“ auch noch „Leser gibt“. Wer übrigens bis hierher durchgehalten hat darf sich als solcher bezeichnen!

So vieles ist geschehen in diesem Jahr! So viel wurde gewonnen, so manches verloren. Neue Freundschaften sind entstanden – manch alte sind enttäuschend und donnernd vergangen. Neue Türen haben sich geöffnet und einige alte geschlossen – einige wenige davon ganz bewusst von mir selbst, um sie vorerst auch nicht wieder zu öffnen. Vor allem aber: So viele Momente der Freude durften wir erleben! Wir durften auch erleben, wie Tränen des Schmerzes zu Tränen der Einsicht geworden sind und wie am Ende ein Lächeln geblieben ist, das von einem tiefen Verständnis für die Unendlichkeit des Seins herrührt! Wir durften vieles an Geschenk annehmen, nicht nur materielles, sondern vor allem so mancher Blick ins Herz der da geschenkt wurde! Nähe ist da entstanden wo zuvor noch Distanz war! Heitere Gelassenheit ist dort eingekehrt, wo zuvor noch Wut und Verzweiflung herrschten! In der Rückschau bleibt die Freude über das Erreichte – und diese Freude ist gross liebe Freunde und sie teilt sich mit euch, weil sie aus dem gemeinsamen Tun entsanden ist! Erinnern wir uns: Was für Schwitzhütten haben wir erlebt! So viel Kraft und Energie! So viel von „getragen sein“! So mittig dass es danach, wenn man dampfend und neu unter dem Sternenhimmel stand, nichts mehr zu sagen gab! Oh ja, die Gebete sind gehört worden! Die Dinge sind in Bewegung geraten! Neu sind wir geworden jedes mal und haben an Prägung und Last verloren! Und auch wenn es manchmal kein leichter Gang war – so wurde es doch zur reinigenden Erfahrung, die einen weit über die Grenzen, die selbst gesteckten, wachsen hat lassen! Was für ein Fest! Was für Töne, was für Lieder! Wie hat uns die Trommel getragen und wie gut war es und ist es, dass ich da einen sehr geraden Kurs fahre! Hingabe und geführt sein ermöglicht erst Leitung! Und glaubt mir liebe Freude, auch ich lerne jedes mal dazu, erfahre mich neu, gerate in Bewegung (ja, auch in Krisen) und gehe gestärkt und neu aus all dem hervor! Nur so entsteht ja der beinahe schon stereotype Satz: „…es war eine schöne Hütte!“ – mir fällt keine ein die es  nicht war 🙂 Besonders die Schwitzhütten während der Ausbildung zum Rationalenergetiker sind mir da in Erinnerung – weil sehr speziell! Und nochmals beglückwünsche ich alle Teilnehmer der Ausbildung dieses Jahres zu ihrem Abschluss! Ich durfte euch ins Herz blicken und ich weiss dass ihr sehr gute Arbeit macht und somit euch und die Welt zu verändern imstande seid! So freue ich mich schon auf die neue Gruppe im nächsten Jahr! Ebenso erreicht die Arbeit mit den Urstrukturen immer neue Tiefen! Das Potential dieses Themas ist gewaltig, selbst wenn es seiner Zeit etwas vorraus sein mag – es wirkt, es tut, es bewegt und gewährt tiefe Einblicke in Zusammenhänge, wie sie bisher kaum möglich waren! Auch hier werden die Kreise weiter wachsen!

All das war nur möglich MIT Euch! GEMEINSAM sind wir ein gutes Stück des Wegs zur Mitte gegangen, halten nun kurz inne, um lächelnd zurück zu blicken und dann entschlossen, mutig, freudig und voller Neugierde auf das was kommt weiter zu gehen! Dies ist echte Veränderung, dies ist wahres Tun, ohne sich dabei ängstlich von der Welt abzuwenden! Wir wenden uns der Welt sogar zu, gestärkt, klarer und liebevoller – ganz im Bewusstsein, dass die eigene Veränderung auch die Welt zu ändern vermag! An dieser Stelle allen, die immer so fleissig mithelfen um all das wahr werden zu lassen, ein übergrosses DANKE!

 

Es war ein gutes Jahr, ein perfektes Jahr! Mit allem was dazu gehört, den Hochs und den Tiefs, den Fehlern die man machen durfte und das Lernen daraus. Es war ein starkes Jahr weil es Kraft gekostet, aber noch mehr an Kraft gebracht hat! Und es war ein glückliches Jahr, ein an Geschenken reiches! Es war mein Jahr, dein Jahr, unser aller Jahr! Wir haben gesehen und erfahren was möglich ist! Lasst uns die Möglichkeiten nutzen! Lasst uns Gutes tun!

 

In diesem Sinne wünschen wir allen ein frohes Fest und ein kraftvolles neues Jahr!

Danke für Euer Sein – seid herzlich umarmt !

Georg und Heidi, Dezember 2017

 

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Georg

2 Comments

  • Ingrid

    Ich bin mutiger in meiner Herzenkraft geworden, in tiefer Dankbarkeit;
    El Corazon
    Alles Liebe und alle Kraft für euch beide Heidi und Georg

  • Alexander

    Danke für Euer Sein und Eure wundervolle Arbeit, bin aus tiefstem Herzen dankbar für die Erfahrungen dieses Jahres und möchte keine einzige davon missen müssen. Ihr seid einfach großartig – Aho!

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