Zu Tode gerettet


Verzweifelter Verordnungswahn:


Am Samstag dürfte es dann wohl amtlich sein: Österreich sperrt (wieder) zu und seine Bürger ein bzw. weg. Die Bananenrepublik, in eine irre Zukunft geführt durch den heiligen Bastian, der sich vermutlich seiner Leihmutter aus deutschen Landen fügen wird, macht ganz oder partiell dicht. Das dürfte dann wohl der letzte Abgesang auf Vernunft und Verhältnismässigkeit gewesen sein. Dazu dann vielleicht noch eine Ausgangssperre, damit es ja ruhig bleibt auf den Strassen – die Denksperre ist ja schon verhängt und wird auch meist brav eingehalten. Stimmvieh. Klatschvolk. Angstvolk. Aufbegehren, Widerstand, Revolution? Fehlanzeige. Schon gar nicht bei diesem Wetter.

Das Kokolores-Prinzip:

Um das Schiff vor der Kollision mit dem Eisberg zu bewahren, versenkt man es am besten selbst. Natürlich erst nachdem man zuvor, ignorant gegen jede Warnung, besagten Eisberg angsteuert hat und auch weiter zu keiner Kur(z)skorrektur bereit ist. Man tut dies aus berechnender Mutwilligkeit, aus Ignoranz, aus Arroganz und Machtgier und vor allem auch aus purer, elender Feigheit – oder aber einfach aus jugendlichem Trotz. Solches Verhalten ist natürlich Kokolores, blosser Aktionismus und, würde es uns nicht selbst betreffen, einfach nur lächerlich.

Patriotismus und Fähnchengewedle:

Schlimm nur, wenn sich der Eisberg dann als kleine Scholle erweist. Um den Fehler einzugestehen bräuchte es den Mut den keiner aufbringt – und Haltung die keiner hat. Es kann und wird keine Einsicht geben – man will Kapitän bleiben, ganz egal was es die unfreiwilligen Passagiere auch kosten mag. Und wenn wir unter gehen, dann weil wir es nicht verdient haben zu überleben. Wir sind selbst schuld, weil wir zu wenig getan haben, weil wir zu schwach im Glauben gewesen sind oder zu ungehorsam. Das kennen wir schon. Ist länger her. Geschichte halt die sich wiederholt. So denken alle schlechten Kapitäne und ebenso schlechten Offiziere. Nicht vergessen: Immer dann wenn die Flaggenfarben beschworen wurden und Patriotismus gefordert worden ist, zeigte dies das nahende Ende an – und dieses war meist ein übles, trotz all dem Fähnchengewedle und trotz all dem patriotischen Gesinge…

Die Wut und die Trauer:

Nun, das ist sehr traurig und macht auch sehr wütend. Es macht so wütend, weil man nichts tun kann, weil man sich ausgeliefert fühlt und es auch ist. Es ist eine ganz eigene Erfahrung, die uns noch viel lehren wird. Aber diese innere Wut hilft nicht. Sie frisst sich nur durch die eigenen Organe. Ebenso die Trauer – sie macht nur das Herz schwer und das ist der ganze Mumpiz einfach nicht wert.Fakt und Realität ist: Möglicher Weise werden wir am Samstag alle Veranstaltungen bis Jahresende, zumindest bis Dezember, absagen müssen. Wie gesagt “möglicher Weise”. Das macht keine Freude, aber auch unzähligen Anderen ergeht es ebenso. Wenigstens ist man nicht alleine. Ein schwacher Trost. Aber es ist so. Das müssen wir akzeptieren. Trotzdem werden wir tun was möglich ist, in kleinerem Rahmen vielleicht, oder gar im privaten.

Viele die man jetzt zusperrt, sperren vermutlich nie wieder auf. Wir aber schon! Wir werden wieder für Euch da sein, so wie eh und jeh. Und vielleicht geschieht ja noch ein Wunder und unsere “Experten” lassen uns in irgendeiner Form, weiter unsere Arbeit tun und unseren Lebensunterhalt verdienen. Oder aber es wird ruchbar wie illegal dieses Vorgehen eigentlich ist. Aber ich habe da, mit Blick darauf wer uns “regiert” und wem sich die Medien an den Hals geworfen haben, recht wenig Hoffnung.

Sterbehilfe ohne Maß:

Bei allem Verständnis für übergeordnete Zusammenhänge ist es doch schmerzhaft mitanzusehen, wie ein Land, seine Wirtschaft und seine Kultur wissentlich und willentlich ermordet werden. Und noch schmerzhafter ist es erkennen zu müssen, dass so Viele das auch noch gutheissen. Nun, wo kein Gehirn ist, nützt auch der Funken der Erkenntnis nichts. Da wo früher das Herz oder der Hausverstand war, sitzt nun die von Oben geschürte Angst. Zugegeben: Ganz gesund waren Wirtschaft (die Grosse) und Gesellschaft (die Konsumierende) ohnehin nicht mehr. Aber dann gleich Sterbehilfe? Und auf deise Art? Auf Kosten der Schwachen? Ist das schon geplanter Sozialdarwinismus?

Ende der Diskussion:

Egal. Ich will die “Sinnhaftigkeit” der “Maßnahmen” nicht mehr diskutieren, schon gar nicht an dieser Stelle, auch nicht anderswo, dafür bin ich schlicht zu müde und es führte auch zu nichts. Dieser Zug ist abgefahren und zwar in dem Moment, als diese ganze Causa zur Glaubensfrage und zum Krieg der falschen Zahlen geworden ist. Ich bitte daher hier auch keine Diskussion zu beginnen. Das tut man nicht, nicht am Grabe eines eben erst Verstorbenen – da schwiegt man stille.

Stirb und werde:

Hier am frischen Grabe der Wirtschaft, des Handels, der Dienstleistung, der Menschwürde, der Freiheit, des gesunden Menschenverstandes, des Rechtsstaates und des Bürgerrechtes sollte man trauern. Man sollte darüber trauern, dass wir zu Tode gerettet wurden. Und man sollte es als Mahnmal begreifen und sich rüsten, denn es sind Wiederholungstäter denen wir die Macht in die Hände gegeben haben. Aber man sollte auch hoffen, denn jeder Same muss erst in die Dunkelheit damit er neu werden darf im Licht. Es passt irgendwie zur Jahreszeit. Zur Thematik auch: Stirb und werde eben. Der Tod. Das neue Leben aber auch.

Trotz allem:

Es wird natürlich weiter gehen! Wir werden sehen wie. Es gibt immer einen Weg! Und lasst uns nie vergessen, dass wir EINE Familie sind! Erinnert Euch der guten Dinge, der Werkzeuge und wendet sie an! Es kommen bessere und lichtvollere Zeiten! Auch wenn der Winter ein langer und dunkler werden könnte. Vielleicht wird das Frühjahr ein viel Besseres?! Was kommen wird, das wird kommen – wir wissen noch nicht was, es kann auch etwas sehr Gutes sein!

Was hilft:

Vergesst nicht dass das Neue immer mit dem Ende des Alten beginnt und dass Jene, die aktuell die Löcher ins Boot schlagen, ohne es auch nur zu ahnen, den Weg frei machen für das, was kommen soll! Auch sie sind Werkzeuge – nur werden sie es nie begreifen. Vergesst auch nicht, dass all das auch ein grosses, ganz schlechtes Theaterstück ist! Und wie bei jedem Theaterstück gibt es einen letzten Akt und einen letzten Vorhang. Manche Stücke dauern eben länger. Dieses hier sicher noch bis weit ins nächste Jahr. Trotzdem bleibt es was es ist: Eine recht schlechte Inszenierung, mit mieser Besetzung und einem Publikum das ganz langsam des Klatschens und Fürchtens müde wird.

Eine Erkenntnis die Mut braucht:

Dass man als Gesellschaft auf dem Holzweg war, das war schon vorher irgendwie klar. Die Idiotie des ganzen zu ertragen, wird aber nur möglich, wenn man zur Überzeugung (zurück) findet, dass eben auch dies im Plan des Universums enthalten ist. Hier zeigt sich akkurat inwieweit wir dem “grossen Geist” unser Vertrauen schenken. Hier ist es kein Spiel mehr. Hier trennt sich wahre Spiritualität von “esoterischem Theater”. Um es mit den weisen Worten, eines ebenso weisen Mannes den ich überaus schätze zu sagen: “everything is a test”.

Natürlich ist all das unangenehm. Natürlich rüttelt es am Gewohnten. Aber habt Vertrauen und freut euch auf das gemeinsame Tun und auf das “Neue” das kommt.

herzlichst

Georg