Wäre, hätte, Fahrradkette


20. Jänner 2022. Es gibt auch dunkelschwarze Tage



Wir hätten auch einen anderen Weg gehen können – einen gemeinsamen Weg, einen natürlichen Weg, wach und frei und einer liebevollen, natürlichen Entwicklung folgend – Sind wir aber nicht.


Nun ist es eben ein ganz anderer Weg geworden. Ein schmaler Pfad des Leides, des Kampfes und des Gegeneinander, gesäumt von den Abgründen eines kontrollwütigen Zentralismus und bedroht vom eisigen, herzlosen Wind der Autokratie.


Es ist ein schwerer Weg für den wir uns “entschieden” haben – entschieden weil wir jenen, die eigentlich FÜR uns arbeiten sollten erlaubt haben GEGEN uns zu arbeiten – und das tun sie mit Leibeskräften, geistlos, trotzig und verbissen, ohne Sinn und Verstand, empathielos, realitätsfremd, gegen geltendes Recht, sich selbst dabei schamlos bereichernd, ohne Rücksicht auf Verluste und in Angst weil sie wissen dass ihr Schiff sinkt.


Man hat uns nicht “gespalten” – nein, soviel Ehrlichkeit muss sein, wir haben es zugelassen dass man uns spaltet und wir (nicht alle aber zu viele) haben diese Spaltung dann selbst stetig voran getrieben. Hier in Österreich ist das Miteinander derart schwer beschädigt, dass es wenig Anlass zur Hoffnung gibt dass sich dies in absehbarer Zeit wieder ändern könnte. Zu viel zerschlagenes Prozellan liegt da im Weg, zuviel Gift ist bis in die Herzen gelangt. Man wird später sehen ob Recht gesprochen oder ob das Recht zur Rache mutieren wird.


Und während ich das hier schreibe und das fällt mir nicht leicht, wird von Politikern die ich nicht gewählt habe ganz Unglaubliches beschlossen. Manche sagen “Österreich ist tot” – ich schliesse mich dem an. Es wieder zu beleben wird dauern und ich bin mir nicht sicher ob ich das noch erleben werde. Aktuell ist man jedenfalls eifrig dabei diesen noch warmen Kadaver weiter zu schänden, jeden Tag, mit jedem Wort und mit jeder neuen Verordnung. Meine gefühlte “Heimat” so sie es jemals war, sie ist nicht mehr. Wäre sie es noch müsste ich mich schämen “Österreicher” zu sein – oder “Deutscher”, “Franzose”, “Italiener”…


Das ist ein weiterer trauriger, dunkelschwarzer Tag an der aktuellen Österreichischen Oberfläche. Ein trauriger Tag wie schon beinahe jeder einer war in den letzten zwei Jahren. Es ist ein Tag ohne Ruhm und ohne Ehre – eigentlich ist es ein erneuter Tag der Schande und des Eingeständnisses von feiger Dummheit und kaum zu übertreffender Ignoranz. Immerhin: die Politik demaskiert sich weiter und zeigt wieder etwas mehr von ihrem hässlichen Gesicht. Wer hin sieht, der erkennt es auch.


Es ist ein weiterer Tag auf falschem Weg in ebenso falscher Richtung. Es ist eine weitere Zuspitzung, eine weitere Verschlimmerung und ein Anzeichen dafür wie wahnhaft das alles ist. Das tragische dabei: Es ginge auch anders. Es hätte auch eine Brücke gegeben – doch man hat sich für den etwas näher liegenden Abgrund entschieden, was heisst dass wir erst ganz runter müssen und dann an der anderen Seite wieder ganz hoch…


Ich bin die Diskussionen leid und werde und mag mich auch nicht rechtfertigen für meine Haltung. Ich habe zu diesem Thema gesagt was zu sagen war. Ich warne seid zwei Jahren (eigentlich schon länger) eindringlich vor dem was dieser falsche Weg für uns bereithält und wohin er uns führt – die Frage ob es genützt hat bzw. ob ich recht hatte ist mitlerweile obsolet geworden – man kann es nachlesen, in den “Zeitungen”. Nein, es ist nicht schön wenn man recht behält, gar nicht..


Ja, all das ist klarer Weise Teil der Entwicklung, Teil des neuen Werdens. Es mag ein Umweg sein der vielleicht sogar nötig ist – aber ich finde ihn zu elend als das ich ihn mit Freude gehen könnte weil es eben auch anders gegangen wäre. Zumindest heute ist mit nicht danach. Zu viele Windmühlen sind mir das. Ich will ehrlich sein: Heute bin ich Teil jener frustrierten Masse, die mit Mühe und Not ein zitterndes Licht der Hoffnung am Leben erhält. Immerhin sind wir zusammen. (Was wohl das wichtigste ist)


Auch wenn dieser Weg nicht mehr ganz so weit sein mag bis zum Zusammenbruch dieser elenden Oberflächenstrukturen, so kostet er mich, genau so wie Euch doch einiges an Kraft. Und vor allem kostet er mich meine Lebenszeit. Ich höre das beständige Abticken meiner Lebensuhr und das gemahnt mich daran mich wieder um die Tiefe zu kümmern.


Also wende ich mich von der Oberfläche ab und wieder der Tiefe zu, der spirituellen Arbeit, den Schwitzhütten, dem Lehren und Lernen und meiner Entwicklung. Ich helfe denen bei der Ihren die vertrauensvoll zu mir kommen und einen anderen Weg gehen als den der Oberfläche.


Ich finde mich im Kreis der wächst und am Feuer der Freundschaft. Dort ist es wo ich bin. Dort kann ich atmen und lieben und sein und nicht in der Ödnis der Oberflächenwelt in der ich meine Steuern bezahle und anderen unumgänglichen Quatsch zu erledigen habe. Das ist ein Spagat den ich ganz ordentlich zustande bringe und keine Flucht – denn für die Flucht fehlt es mir nicht an Mut sondern an deren genauem Gegenteil.


Ich wende mich ab, von all der Lügerei und all der ekelhaften Taktiererei dieser Politverbrecher und deren Vasallen weil sie mir mein Sein vergällen können. Ich wende mich ab von den Getäuschten, vom Klatschvolk und Stimmvieh, denn es gibt Besseres, nein WICHTIGERES um das ich mich kümmern sollte. Ich wende mich von alldem ab und siehe: es wird leichter!


Und ja, trotz meiner Abkehr, die keine rein physische sondern vor allem eine emotionale ist, nehme ich die traurigen Reste meiner “demokratischen Rechte” wahr und werde wohl die nächsten Jahre zu jener Minderheit gehören die, so die offizielle Diktion, “von den sozialen Segnungen unserer Gesellschaft ausgeschlossen bleiben wird”.


Das heisst ich bin nicht Teil jener Kultur die es bisher verabsäumt hat den Mund aufzumachen und ich bin nicht Opfer jener skrupellosen Konsum- Und Ablenkungsmaschinerie die sich an der ganzen Sache fett verdient hat. Das ist kein so großer Verlust wie ich finde. Dass man mir das Oberflächenleben schwer macht – auch damit werde ich fertig werden – zum einen aus purem Trotz zum anderen aus der Liebe zum Leben.


Etwas entfernt von der Oberfläche beschleunige ich wenigstens nicht mein Ableben und mache mich vor allem nicht mitschuldig. Das ist mir wichtig. Sehr sogar. Jeder muss das natürlich halten wie er mag, kann, oder wie man es ihm eingebleut hat…


Jetzt sind also erstmal noch die Idioten am Ruder. Allerdings am Ruder der Titanic und unglaublich viele der Passagiere paddeln kräftig mit. Der Eisberg liegt hinter uns, schon lange. Das Schiff sinkt, hat bereits ordentlich Schlagseite und die Rettungsboote sind auch aus (das letzte hat sich der Herr Kurz samt Crew genommen). Es geht rasant abwärts, in die etwas andere Tiefe als jene die ich meine. Überall ist Wasser. Was bin ich froh schwimmen zu können und zu wissen wie man taucht – das ist ein Vorteil und zwar ein wirklich großer!


Nun denn. Es ist eben wie es ist und natürlich ginge es auch anders. Aber: wäre, hätte, Fahrradkette….


Also dann, haltet durch, wir sehen uns in der Tiefe – das Dicke Ende ist bald da


Herzlichst

Georg