Macht nichts


Die Macht kennt keinerlei Maß, Vernunft und schon gar kein Einlenken. Sie ist starr und zerbrechlich und wer sich mit ihr verbündet erstarrt und zerbricht irgendwann selbst.Wer der Macht erliegt, der verschreibt sich ihr mit Haut und Haaren. Sie frisst die Seele und den Verstand legt sie in Ketten. Da ist nicht viel zu erwarten an Einsicht oder an Selbstreflektion, denn Erkenntnis lässt sie kaum zu. Sie macht dumm und blind. Ihr einziges Argument ist die Drohung und deren Basis ist die Lüge. Wer sich ihr beugt hat Mitschuld, wer von ihr profitiert ebenso und wer ihr feige folgt geht irr.

So steht man dem ganzen aktuellen Irrsinn gefühlt machtlos gegenüber und blickt fassungslos auf all den Wahn und seine traurigen Folgen. Dabei vergisst man gerne, dass auch die Macht und jene die sich ihrer bedienen so etwas wie “natürliche Feinde” haben!

Da wäre zunächst die Zeit! Sie ist der grösste Feind der Macht und sie ist immer auf der Seite der Geduldigen! Dann wäre da die Gier, die dazu führt dass sich die Mächtigen gegenseitig ein Wolf sind! Sie fressen sich auf, zerstören einander und bekämpfen sich ohne Unterlass! Und dann wäre da noch ein kleines Wort das die Machtbesessenen fürchten wie die Pest, vor allem wenn es aus dem Munde und Herzen jener kommt, die sie beherrschen wollen: Das Wort ist “NEIN!” Es ist die penetrante Verweigerung der Angstfreien die ihnen Sorge macht – denn sie wissen dass sie jene die ohne Angst sind, nie beherrschen können!

Eigentlich ist die Macht immer der Anfang vom Ende. Eigentlich zeigt sie an, dass der Abgrund nahe ist. Eigentlich macht es nichts wenn man sie nicht hat, die Macht. Eigentlich ist man ohne sie besser dran, denn ohne sie ist man freier als mit ihr.

Was es braucht? Kraft braucht es, Klarheit und Liebe, Ruhe und Beständigkeit! Und all dies ist ja in uns! All dies lässt sich vermehren! All dies führt uns in eine gute Zukunft! Und all dies kann jeder in sich selbst erzeugen – dann kann man auf die Macht verzichten und sich lächelnd sagen: “macht nichts! Ich habe besseres zu tun als um meine Macht zu fürchten!”

Bleibt beständig in der Ruhe und in der liebenden, klaren Kraft! Und fürchtet die Macht nicht, sie schlägt und beißt nur blind um sich und sie tut es weil sie ihr Ende nahen fühlt. Das hat sie immer schon getan, das lehrt uns die Geschichte.

Also auf bald und habt keine Angst davor “nein!” zu sagen – es wird euch im Endeffekt mehr nützen als schaden

Vergesst nicht: je schwerer dass es ist, umso wichtiger ist es!

die guten Kreise wachsen

herzlichst

Georg