Es wird eng



Jetzt wirds eng. Richtig eng. Verdammt eng. Überall. Zum einen weil die Masse immer breiter wird, zum anderen weil zwischen all den aufgeblähten Expertenegos nicht mehr viel Raum für Freiheit bleiben wird.

Schon klar: man kann sich ja ganz leicht “befreien” durch das Nachgeben in den Zwang. Das ist zwar nicht ganz freiwillig dann, aber es geht schnell und es ist “gratis” obendrein. Wers tut, der hat vielleicht “Freiheit” falsch bergriffen oder nie gelernt. Aber egal. Was solls. Da offenbar ohnehin alles den Bach runter geht ist es auch schon egal wenn man nicht versteht dass erzwungene Solidarität nichts anderes ist als Sklaverei. Das will natürlich keiner hören. Schon klar.

Das “Warum” ist mir schon lang kein Thema mehr weil das “WIE” mittlerweile das eigentliche Drama ist! Die Mittel haben schon vor geraumer Zeit den Zweck brutal rechts überholt und böse aus der Bahn gedrängt. Das ist natürlich nichts neues und das auch nicht: Der Ton macht die Musik! – aktuell ists irgendwas zwischen Marschmusik und Wagner, zwischen Radetzkymarsch und Götterdämmerung. Europa 2021. Kaum zu glauben eigentlich.

Eng wirds auch mir. Auch ich muss überlegen und abwägen. Was und wer ist mir überhaupt noch nahe, ist mir noch echter “Freund” und wer ist mir so fremd geworden in Denken und Sein dass (zumindest aktuell) kein Weg mehr zueinader führt? Ich weiß dass das vielen so geht und dass keiner eine Patentlösung hat – ausser sowas wie “Akzeptanz”, was ja nichts anderes meint als ein nicht ausgesprochenes “ja, aber”. Was aber sagt mein Herz? Da ist oft ein Zwiespalt, zwischen Herz und Kopf der überwunden sein will. Ist das nur natürlicher Abschied oder ist die Spaltung schon in einem selbst? Wo findet sich überhaupt noch eine halbwegs tragfähige, nicht von Angst und Politik angefressene Brücke zum “Wir”?

Wer Haltung hat und Ethik in seinem Programm vorhanden weiß, der wird sich mit Jenen schwer tun die den Zwang gut finden, die ihn den anderen wünschen und mitunter sogar selbst ausüben. (umgekehrt gilt übrigens das selbe) Man gibt sich ja alle Mühe zu verstehen was geschieht. Dass tyrannisches Denken und diktatorisches Handeln unter anderem auch aus banaler Feigheit, geschürt durch Angst entsteht ist klar. Da kann keiner was für. Zumindest nicht die Verängstigten selbst. Auch dass sie nichts davon verstehen wollen ist nicht deren Schuld. Man selbst begreift immerhin gerade noch dass der Zweck nicht ALLE Mittel heiligt! Den staatlich Verängstigten aber ist dieses Erkennen verwehrt. Ihnen ist alles Emotion – im besten Fall heimelige Bequemlichkeit und geschönter, Weihnachtspunschbetäubter Lamettafrieden. Man weiß zwar um den Mechanismus – zu ändern vermag dies aber nur recht wenig.

Also wie umgehen damit? Jenen die da nach “Durchgriff” und harschem Reglement verlangen die Tür weisen und eine langjährige Freundschaft einfach so kündigen? Oder der eigenen Ethik zum Trotz, den Schritt in die Verdrängung wagen? Das ist schwer, vor allem wenn einem an der eigenen Haltung etwas liegt? Hilft vielleicht eine temporäre Eiszeit, eine Quarantäne, eine Absonderung auf Zeit? Oder soll man auf baldige “Besserung” hoffen – aber warum sollte die “einfach so” eintreten?

Das mit der “Hoffnung” ist ja ohnehin so eine Sache: Seit gut zwei Jahren hoffen wir dass “es” sich bessert – aber nein, das hat es sich keinesfalls – weit schlimmer ist es geworden und man hat sich nur dran gewöhnt, so wie man sich an “Krieg” gewöhnt oder an “Lager”. Seit ebenso langer Zeit hoffen wir, dass die Politik sich ändern, sich auf Werte und Recht und ihre Pflicht besinnen würde. Leider tut sie es bis heute nicht, sondern hat einen ganz anderen Kurs eingeschlagen den eigentlich niemand der noch klar denkt gutheissen kann! Schon gar nicht akzeptabel ist diese Richtung wenn man auch nur einen Funken Freiheitswille, Empathie, oder so etwas wie ein gesundes Empfinden für Verhältnismäßigkeiten bei seiner Menschwerdung mitbekommen hat.

Oh ja. Es ist enger geworden. Monat für Monat, Tag für Tag, Land um Land, Freundeskreis um Freundeskreis, Beziehung um Beziehung, Weg um Weg und Wort um Wort. Es scheint, als wäre der “point of no return” bereits überschritten – und ich bin geneigt zu glauben dass es so ist. Ist er bereits überschritten, dann wäre immerhin die Hoffnung ein wenig mehr berechtigt! Es ginge dann nur noch ein wenig “schlimmer” – dann müsste auch bald ein ein Ende in Sicht sein, weil Arroganz, Dummheit, Bequemlichkeit, infantile Realitätsverweigerung und Haifischzahnende Egoismen sich am Ende immer gegenseitig auffressen! Ich meine: Der Zerfall ist ja schon sichtbar, ganz offiziell und nicht zu leugnen!

Natürlich geht es jetzt vielleicht noch etwas weiter in eben dieser Manier! Es geht vielleicht noch bis zum Blut auf den Straßen. Es geht vielleicht noch bis zu Kain und Abel, bis zum Turm zu Babel oder führt bis an die Mauern Jerichos. Es geht vielleicht noch bis zum Untergang des Römischen Reiches oder bis zu den Grabenkämpfen in Verdin. Es geht vielleicht noch bis zur Demontage der Macht, bis zum großen Scheitern und bis zum kollektiven, posttraumatischen Wehklagen und Zähneknirschen. Es geht vielleicht noch bis zum großen Knall, bis zur letzten Patrone, bis zum letzten Wort und bis zum finalen Atemzug. Es geht vielleicht noch bis zum Ende so – aber viel weiter und das ist sicher, viel weiter geht es nicht!

Ich weiß dass das nicht ganz so rosig klingt, dennoch wird es wohl wahr werden. Alles deutete darauf hin. Es ist wie´s ist. Der Trost, der kluge Rat, die Lösung? Naja, man muss halt durchhalten können. Man muss halt bereit sein etwas lernen zu wollen aus dem ganzen. Man muss eben bereit sein, daran zu glauben dass es alles seinen Sinn hat und letztlich gut ist – und mit “man” mein ich einen jeden von uns. Wie man das noch glauben kann, dass alles gut wird am Ende? – nun, weil es seit Anbeginn immer so gewesen ist – das ist die zauberische Konstante die uns retten wird, das Wunder ewiger Veränderung!

Also haltet durch, bleibt Euch treu! Vertraut auf Euren Weg und wenn es schwer fällt dann ganz besonders! Bleibt in Eurer Mitte, erinnert Euch an das was ihr wisst und könnt und vergesst bloß die Liebe dabei nicht und erinnert einander daran dass Ihr nicht alleine seid! Wem das zu einfach klingt der versuche es erst einmal – es ist fordernd genug!

“Am Ende wird es gut – und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es nicht das Ende!” so sagt man – und da ist was wahres dran!

Also bis bald am Feuer der Freundschaft! Wir finden Wege und wir finden zusammen – auch das war immer so bisher!

Aho!

In Herz und Weg kraftvoll vereint

Georg