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Denkabstand


"Gegen eine Dummheit, die gerade in Mode ist, kommt keine Klugheit auf" (Theodor Fontane)


Es ist ein Virus, zugegeben und dieses Virus frisst sich durch die Köpfe der Menschen. Denkbefreit und gänzlich enthirnt bleiben sie zurück. Sie sind dem frühen Höhlenmenschen ähnlich, der tief in seine klamme Zuflucht verkrochen, die Blitze des Gewitters fürchtet - wieder und wieder und wieder. Will sagen: Das eine ist das Gewitter, das andere ist, wie wir damit umgehen.Die Angst geht um und legt, gefördert von Jenen denen sie nutzt, schillernde Larven in die blutwarmen Herzen der Menschen. Das verdrängt uns einander. Das macht uns einander fremd, denn da wächst etwas in uns heran das gar nicht menschlich ist.

Es ist kein grosser Unterschied zu den Pestzeiten, damals im 14. Jahrhundert. Die Bedrohungslage mag eine ganz andere sein und es brennen auch keine Leichen auf den Scheiterhaufen. Dennoch schleift die Angst durch die Gassen. Was uns bedroht ist wahrlich ganz anderer Natur und auch das, was bedroht wird, ist etwas anderes, nämlich das freie Denken und Handeln! Andere Meinungen brennen schon in Massen auf den Scheiterhaufen der Macht und die Denkbefreiten wärmen sich behaglich, weil selbst am klammen Herzen frierend, an den Flammen.Was da angerichtet wird und wurde, bleibt den Akteuren selbst verborgen. Sie sind zu geblendet von der durch sie entfachten Feuersbrunst. Sie sind erstarrt, vor dem selbst angerichteten Flächenbrand! Auch Luther (nein, nicht Martin Luther King sondern der andere) wollte 1517 ja nicht, was da durch ihn losbrach an Krieg und Elend und dennoch geschah es ihm und er konnte es nicht enden! Man fühlt sich zurückversetzt eine Zeit noch vor der Aufklärung. In eine dunkle Zeit. Doch dem, der sich fleissig im Denkabstand zur Wahrheit übt, dem fällt es weder ein noch auf! Das ist das eigentliche Drama dieser Tage!

Was uns auf den Kopf fällt, ist wohl die mangelnde Bildung. Es rächt sich, dass man sich damit begnügt hat, unkritische und dröge Konsumenten zu erziehen. Das ist kein Vorwurf sondern Fakt. Was kann man schon von einer Gesellschaft erwarten, die nur mehr lernt auf vorgegebene Knöpfe zu drücken, damit das Belohnungszentrum seine Stimulanz erhält. Also was soll man anrennen gegen eine Bastion, deren Mauern aus "gutem Glauben" bestehen? Da hilft keine Aufklärung! Da hilft keine Klarstellung, auch keine noch so sachliche! Man sollte das wissen, dass ein Glaube, der noch dazu auf Angst basiert, der wohl stärkste ist! Er widersteht sogar aller Logik, und selbst die Wahrheit würde an ihm zerbrechen wie Glas.

Kritisch betrachtet, ist die "Pandemie" schon seit geraumer Zeit Austragungsort eines Glaubenskrieges, welcher in späteren Jahren, druchaus als "historisch" zu bezeichnen sein wird. Es ist änhlich einem Streit über die Auslegung eines "heiligen" Buches: Man bekämpft einander, behauptet der einzig wahren Interpretation des Werkes habhaft zu sein und vergisst darüber, dass all dies nicht das geringste über die Qualitiät, also die Wahrhaftigkeit des Werkes selbst aussagt! Ein Roman bleibt eben ein Roman, egal wie sehr über dessen Inhalt gestritten wird. Ein Bild bleibt ein Bild, egal wie naturalistisch es sein mag. Eine Lüge bleibt eine Lüge und eine Vermutung bleibt eben eine Vermutung. Wer sich über falsche Zahlen streitet, der streitet über nichts. Nur Fakten bleiben Fakten. Man weiss eben nicht viel und dieses "Teilwissen" lässt sich ganz wunderbar missbrauchen.

Ja es ist ein Kampf. Aber es ist seit langem kein Kampf mehr gegen eine Pandemie oder ähnliches! Längst schon, wenn nicht sogar von Beginn an, ging es parallel um die üblichen Dinge: Macht und Geld. Es wird natürlich einige Gewinner geben, in jeder Hinsicht! Und ebenso natürlich ist auch, dass wir, also Du und Ich, zumindest aus wirtschaftlicher und demokratiepolitischer Sicht, eher nicht zu diesen Gewinnern zählen werden!Man sollte nie vergessen, dass Die Politik in Tateinheit mit der Industrie, es immer schon meisterhaft verstanden hat, dass egal was an Katastrophe der Menschheit begegnet war, für ihre Zwecke nutzbar zu machen! Es ist das Gesetz der Politik: Erweiterung der Macht. Es ist das Gesetz der Wirtschaft: Gewinnmaximierung. Diese Gesetze können nicht so einfach aufgehoben werden, auch und besonders nicht in Krisenzeiten, denn mit ihrer Aufhebung würden beide Systeme, also Politik und Wirtschaft, ihr jehes Ende finden.

"Der Zweck heiligt die Mittel", das ist nicht neu, nur dass wir selbst inzwischen zum "Mittel" gemacht worden sind, das sollte uns als Novität doch auffälig werden - und wenn es das nicht wird, dann ist es eben diesem Denkabstand geschuldet, den man uns in kürzester Zeit anerzogen hat und der leider von so vielen so brav eingehalten wird! Bloss sich nicht zu nahe an das herandenken, das einem das Leben noch einen Grad unangenehmer machen würde! Nur stets auf Abstand zur sperrigen Wahrheit bleiben! Das ist der neue Lebensstil! Das ist die "neue Normalität"! Das ist die Zukunft - so wir nicht schleunigst - und zwar jeder bei sich selbst - eine Kursänderung erzwingen! Und darum geht es mir, endlich zu erkennen dass dieses ominöse "WIR" oder "ES" aus einem selbst besteht und dass es, auch wenn es für Manche vielleicht hohle Phrase sein mag, an jedem selbst liegt!! Aus DIESER Verantwortung kann sich keiner stehlen! Vor allem dann nicht, wenn man sie als CHANCE erkannt hat!

Ob Virus ja oder nein, ob bedrohlich, gefährlich oder gar tödlich und wenn ja, für wen? - das sind schon lange nicht mehr die Themen um die es geht! Diese Fragen samt Antworten, sind nur ein Nebenschauplatz, auf dem sich die Wissenschaftler um die Wahrheit und um eine Lösung balgen. Wer es aber wagt, den ja schon unterschwellig behördlich angeordnetene Denkabstand zu verringern, dem dringt eine ganz andere Musik ans Ohr! Wer sich überwindet und sich annähert an das was geschieht, wer es wagt zu unterscheiden, wer den Mut hat eins und eins zu addieren, dem erschliesst sich mit einiger Gewalt, dass der angelegte Kurs wohl ein kollektiver, aber kaum ein das Individuum berücksichtigender ist!

Wer sich dagegen stemmt, gegen das was einen da kognitiv auf Abstand hält, der wird erkennen, dass da eigentlich sehr Bedenkliches ganz offiziell und ohne jede Scham geschieht, bzw. bereits geschehen ist! Und "ohne jede Scham", weil unsere geschätzte "Führung" eben auf die Einhaltung des Denkabstandes vertraut! Und nein, man muss da gar keine "Verschwörungstheorie" bemühen! So weit braucht man gar nicht zu gehen! Es genügt ein Blick auf das was "offiziell" ist.

Was also tun? Es wäre ein Leichtes mit einer Lösung zu winken, so man sie denn hätte. Doch sollte man es, gerade in Zeiten in denen die Unwahrheiten wie ein milder Dauerregen auf uns niedergeht, um so mehr mit der Wahrheit halten! Und die Wahrheit ist, dass ich nicht weiss, wie wir dem so begegnen könnten, dass dieser Wahn morgen schon enden würde!Was ich aber weiss, und das mit Sicherheit, ist was ich persönlich mir bewahren möchte: Das ist zunächst ein freier, wacher Geist! Das meint, dass ich keinen Denkabstand zu halten bereit bin und niemand ihn mir anerziehen kann! Dann werde ich mir die Freiheit nehmen und bewahren, selbst zu entscheiden, wovor und ob ich mich zu Tode fürchte, oder nicht! Ich werde mir den kritischen Blick bewahren, der mir mehr ist als irgend ein "Glaube" den zu übernehmen ich mich zwingen müsste! Ich werde mir meine Welt bewahren, mit meinen Werten, mit meinem spirituellem Weg und Ziel! Und ich werde mir einen gehörigen Abstand bewahren, einen Abstand emotionaler Natur! Es ist ein Abstand zu Euch, den Panikmachern, den Krisengewinnlern und jenen die davon profitieren, dass die Masse wie Wasser ist, das in die richtigen Bahnen gelenkt, Eure Mühlen antreibt!

Ich werde mir den Abstand bewahren zu all Jenen Weltuntergangsproheten, die mit fürchterlichster und sinnbefreitester Impertinenz, die Dämonen einer Zeit heraufbeschwören, die schon lange hinter uns liegt! Ich werde mir den Abstand zur Politik und ihrem alles an Menschlichkeit verzehrenden Vakuum bewahren! Ich werde mir Abstand bewahren zum Wahn, zum Vorurteil und zu allen "Rassismen" (auch zu den "positiven").

Ich werde tun was ich kann und das ist, was ich bisher getan habe und was sich bewährt hat! Ich werde nicht vergessen und es hochhalten, dass wahre Veränderung IN und MIT und DURCH uns selbst geschieht! Ich werde weiterhin in Schwitzhütten meine Balance halten, meine Ruhe und Kraft mehren, mich von all dem befreien das fort soll und das sich überlebt hat! Ich werde den guten Weg gehen, den mir meine Lehrer, Freunde und Wohltäter ans Herz gelegt haben!

Ich werde jene Werkzeuge, die sie mich lehrten anwenden und so gut ich es vermag an Jene weitergeben, die den Weg mit mir zusammen gehen wollen! Ich werde nicht aufhören zu lieben! Ich werde nicht aufhören zu sein!Ich werde mich nicht beeindrucken lassen, von all dem schlechten Theater und ich werde nicht und nie ein Teil desselben werden, ganz egal wie hoch die Gage sein mag! Und den Denkabstand, nun, den mag einhalten wer will - ich werde es nicht!

Die Lage ist mehr als ernst! Wer glaubt das alles irgendwie in seiner Höhle "aussitzen" zu können, der irrt gewaltig! Denn er wird sich selbst vergessen, er wird sich selbst verlieren und damit die Fähigkeit zu lieben! Was bleiben wird, ist eine verpasste Chance!

Es hat eben erst begonnen und das ist gut so, denn noch können wir uns ändern, wenn wir es denn auch wirklich wollen!

auf bald

herzlichst

Georg