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Erinnerung

Wir sollten uns daran erinnern, dass weder die Medien, noch die Wirtschaft das geringste Interesse daran haben, uns mit Wahrheiten zu beglücken welche Konsum oder Verkaufszahl gefährden könnten! Natürlich schränkt das ein! Natürlich müsste man sich, so man das wirklich verinnerlicht, aufmachen um selbst nach Wahrheit zu suchen! Diese liegt alleine in der selbständig gemachten Erfahrung – und dafür braucht es eine entsprechende Basis. Diese Basis wird energetisch-spititueller Natur sein. Sie schafft jene Voraussetzungen die für eine Wahrnehmung der wahren Welt notwendig sind:

  1. Genügend Energie
  2. Gut ausgebauter Energiekörper (verbesserte Wahrnehmung)
  3. Deblockierte Systeme (steter Energiefluss)
  4. Prägungsfreiheit (relative)
  5. Starke Mitte (Angstfrei – also nicht mehr manipulierbar)
  6. Spirituelle Unterstützung (Ahnen, Krafttiere, …)

Wahrheit und Wahrnehmung sind untrennbar miteinander verbunden! Täuschung und Propaganda können nur dort greifen, wo der Energiekörper schwächelt, die Mitte schwach und entsprechende Prägungen aktiv sind.

 

euer

 

Georg

 

 

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Die Grosse Medizin

Die Grosse Medizin – Ayahuasca

Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich arbeite NICHT mit sogenannten Meisterpflanzen (Ayahuasca), oder anderen halluzinogenen Substanzen, auch wenn für manche Schlechtinformierte Schamanismus und Halluzinogene schier untrennbar verknüpft sind. Dieser Text ist nicht ganz neu aber leider immer noch aktuell. Ich habe ihn ein wenig überarbeitet und sogar etwas an Schärfe heraus genommen. Hin und wieder erreichen mich diesbezüglich Anfragen und mit der Veröffentlichung auf meiner neuen Homepage, kann ich jetzt wieder auf diesen Text hinweisen.

Ich weise auch darauf hin, dass manche der Substanzen in Europa zum Teil illegal sind und durch den unbedachten Konsum, genau genommen dem “kulturellen Raubbau” an der spirituellen Identität indigener Völker Vorschub geleistet wird. 2008 erhielt Ayahuasca in Peru mit der Resolución Directoral Nacional No.836/INC den Status eines nationalen Kulturerbes! Das kann man nun ernst nehmen und respektieren (sofern man über Moral und Ethik verfügt) oder man geht einfach darüber hinweg – und im “Drüber hinweggehen” was indigene Bevölkerung und deren Kulturgut nebst Religion angeht ist der “zivilisierte Mensch” ja bestens geübt! Bizarr auch, dass eben jene sich an diesem Raubbau beteiligen, denen das Wort “Respekt” ja offenbar kolportiertes Lebensmotto ist, das sie es ja beinahe ständig im Mund tragen!  Offenbar bezieht sich deren Respekt aber nicht auf jeden Menschen oder Kulturgüter…  Opportunismus in Reinkultur – es gäbe noch andere Wörter für solches Verhalten, die ich mir hier spare.

 

Tradition vs. Konsumerfahrung

Für den fachgerechten Umgang benötigt es vor allem eines: entsprechende “indigene” Tradition im Umgang mit Ayahuasca, die zwangsläufig kaum jemand (!) vorweisen kann der aus unserem Kulturkreis stammt! Ohne diese Tradition die auch Lehre und Meisterschaft beinhaltet fehlt natürlich jede Basis und alles wird meist auf SUBSTANZ und WIRKUNG reduziert. Auch kein “noch so guter Wille” ist entsprechendes Substitut!!  “Zweitwissen” aus Büchern sind keinerlei Ersatz für Tradition und tradierte Erfahrung – genau genommen ist all das gefährliches “Hörensagen”! Fast niemand hier scheint sich z.B. der Verknüpfung der “Ikaros” als Wegweiser bewusst zu sein, wie auch, werden diese ja mündlich innerhalb des Stammes weiter gegeben! Da hilft auch keine CD! Kaum jemand ist hierzulande im Besitz “Magischer Pfeile”, sogenannter “tsentsaks”, und welcher der hiesigen, selbsternannten Ayahuasqueros ist wirklich fähig den Geist der Anaconda zu “sehen”? Man begibt sich unter Umständen in die Hände eines Menschen, dessen Erfahrung mit Ayahuasca oft nur mässig über die eigene hinausgeht! Und hier ist nicht die Menge des Konsums entscheidend, denn selbst wenn ich hunderte Liter konsumiert hätte, macht das jemanden nicht zwangsläufig zum Schamanen, zum Ayahuasquero sondern nur zum Konsumenten, der dem der hilfesuchend kommt, nur eines voraus hat: Konsumerfahrung.

 

Gewinn ist nicht alles

Zudem sollte man den wirtschaftlichen Hintergrund dieser unsäglichen Modeerscheinung bedenken: Hundertausende Euro und Dollar werden hier umgesetzt, eine regelrechte Ayahuascaindustrie ist entstanden! Alle domainnamen sind vergeben, die Substanzbeschaffung ist gesichert (niemand interresiert sich dafür WOHER die Pflanzen stammen), der Vetrieb wird aufgebaut, Multilevelmarketing heisst das Zauberwort! Jeder schneidet ordentlich mit! Profanisierung, Konsum, lächerliche Fantasierituale mit den Versatzstücken Indianischer Kultur garniert, um Authentizität zu heucheln, jeder wie er will, verantwortungsfrei und sinnentleert. “Mutter Ayahuasca wird`s schon machen.” Einzig und allein leisten muss man sich das Ganze können, und da ist einges möglich, wer will der hat, das weiss man ja bereits und wer kann der hat bekanntlich nie genug. Genau genommen wäre es hier nötig “Sakrileg!” zu schreien – denn das ist es in sich ja genau genommen!

Die Grundsubstanzen via internet zu bekommen ist einfach und billig, die Herstellung (ohne Ritual und echtes Wissen) ist an sich ja simpel, die Gewinnspanne ist immens. Literatur gibt es zu Hauf, sogar schon im Abverkauf, im Ramschregal, aus dem das Wissen für unter fünf Euro in die Tüte kommt. Garantierte Gweinnmaximierung bei vergleichsweise wenig Einsatz und Risko (ausser dem gesundheitlichen).  Schon gibt es Firmen, welche Ayahuasca, wohlfeil verpackt, in ansprechender Plastikflasche, für wenige Dollars via Internet vertreiben. Dazu die passenden Schälchen, und eine Anleitung mit dabei. Dazu noch ein neter text der verspricht, man würde da auch noch dem Regenwald und einen Einwohnern was gutes tun, so ganz nebenbei! Schöne neue Welt!  Zeitenwende im Negativen, esoterische Biopiraterie! Alles bestellbar wie die Pizza, die dann aber doch nicht so schmeckt wie die beim echten Italiener… Alles in Allem ein Rechenexempel: Aufwendung gegen Einnahmen, am Ende steht der Gewinn. Die Nachfrage schafft das Angebot. Wen kümmerts was alles wieder einmal auf der Strecke bleibt! Danach ein Schälchen Bio-fair-trade-Kaffee und gut!

 

Wahre Meister sucht man nicht

Ein Freund und Lehrer in Ecuador ist erfahrener Ayahuasquero, Uwishin, Schamane, in x-ter Generation, schwer an Jahren, reich an Erfahrung und weise genug, um nicht käuflich zu sein. Er ist ein Meister im Umgang mit “der Grossen Medizin”. Nie würde ich auf die Idee verfallen, es im gleich zu tun. Zu schwer wiegt die Verantwortung, zu gross ist mein Respekt vor den Shuar, den Conibos, den Ureinwohnern der Andenstaaten, des Amazonas und zu gering mein Wissen! Dort im Regenwald habe ich viel gelernt. Dort habe ich mich selbst erfahren, als Jaguar, mit Hilfe von Ayahuasca, im Ritual. Das war aber ganz das meine! Das war allein meine Erfahrung, nur für mich, genau abgstimmt, geleitet und begleitet – nie könnte ich daraus eine Verallgemeinerung ableiten! Mich hat mein Weg zwar dorthin geführt – gesucht aber habe ich weder ihn noch Ayahuasca!

 

Kritisch sein

Wer einen kritischenGeist besitzt und sich trotz aller Widrigkeit auf die Reise zum Geist des Ayahuasca begeben will, der soll sich gefälligst selbst aufmachen! Der soll sein Geld für ein Flugticket ausgeben, für Führer die ihn oder sie in den Regenwald bringen, soll selbst erleben, dass der Regenwald, Arutam, das Ritual untrennbar miteinander verwoben sind! (und nein, ich biete keine Reisen nach Ecuador zu den Shuar an!). Er oder sie soll auch mit der Möglichkeit im Gepäck reisen, dasss es eine Enttäuschung wird! Dass sich niemand mehr findet, der noch authentisch ist – warum? Nun, weil die Nachfrage und der “Ethnotourismus” selbst dort schon breite Schneisen in die indigene Landschaft geschlagen haben! Weil selbst im Regenwald schon das Gesetzt des Marktes von Angebot und Nachfrage regiert und Herz wie Hirn verdrängt hat! Weil man ganze Busse voll suchender Konsumenten dort hin karrt – zu einem entheogenen Tirolerabend, zu einer Marketingveranstaltung der Sonderklasse, zur esoterischen Kaffefahrt!

 

Ein Weg oder eben ein anderer 

Der, welcher sich aufmacht das zu erleben, wird aber womöglich auch sich selbst finden und alles wird anders sein. Er wird zurück kommen und sich trotz aller Begegnung mit seiner ganz alltäglichen Welt konfrontiert sehen und sich fragen müssen, wie es nun weiter geht! Er wird vielleicht verantwortungsbewusster sein und erkannt haben, dass auch der Geist des Ayahuasca ihn mahnt an sich zu arbeiten! Er wird erkannt haben, dass er erst jetzt vor der eigentlichen Wahl steht: Jener, sich für die Arbeit am Selbst zu entscheiden (und die findet überall und jederzeit statt), oder aber krankhaft nach der nächsten Möglichkeit zu suchen, das Erlebte zu wiederholen, zu toppen, was wiederum den Weg in eine neue Abhängigkeit bedeutet.

Jener, der alle Verantwortung, irgend einem bleichgesichtigen Pseudo-Ayahuasquero überträgt, der weder auf eine Jahrzehnte lange Erfahrung als Ayahuasquero, eine Jahrelange, intensive Ausbildung, noch auf ein entsprechendes indianisches kulturelles Erbe zurückblicken kann, wird sich am Ende mit Sicherheit verlieren, und in Abhängigkeit geraten. Er wird jenen vertrauen müssen, deren Marketingmethode am besten greifen. Er wird sich den Martführern ergeben und ihnen sich anbiedern, weil die Macht auch lockt, weil man ja mehr will als Ayahuasca einem zu geben imstande ist! Denn Ayahuasca gibt Innenschau, zwingt zur Reinigung, zeigt was zu tun ist aber gibt keine Macht! Begreifen wird er nichts! Und auch nach Jahren des Konsums, wird er Hunger nicht gestillt sein, wird das Fehlende nicht gefunden sein – nur die Zeit wird fort sein, für immer und mit ihr sich auch das Selbst verwirren und verlieren.

Und unter den unzähligen Anbietern sind nur wenige, ganz wenige, welche echte Initiation erfahren, Ausbildung genossen und Legitimation erhalten haben! Es wird eine bloß Handvoll sein. Ihnen gilt mein ganzer Respekt. Den anderen, den Selbsternannten, den Möchtegerns, den Nachahmern – jenen die mit einem der stärksten und machtvollsten Halluzinogene welche die Natur vervorzubringen imstande ist umgehen, als wäre es esoterischer Kräutertee, diesen Menschen wünsche ich Erkenntnis und Einsicht und möge diese nicht aus dem Schaden entstehen, weder aus dem eigenen und schon gar nicht aus dem der Anderen! Ayahuasca birgt Gefahr, natürlich, wie jede Substanz die etwas kann und macht! Darum ja die zwingende Meisterschaft! Ich ess doch keinen Kugelfisch den jemand zubereitet, dem das einfach nur Spass macht! (Ich ess ja überhaupt keinen Kugelfisch!) Hier wird Ahnung, Wissen und Erfahung einfach durch “Glück” ersetzt! Diese Leute sollten besser Lotto spielen!

 

Ein guter Rat

Mein gut gemeinter Rat: Seien sie erwachsen! Informieren sie sich und beginnen sie mit Ihrer Recherche am Ursprung, beginnen sie im Regenwald, bei jenen Menschen denen Ayahusaca nicht nur Medizin sondern Mutter, Kultur und Erbe ist! Wenn sie lesen wollen, bemühen sie die Ethnologie, die Anthropologie, die wissenschaftlichen Werke weil die ehrlich sind – aber meiden sie die bunten Verkaufsbroschüren der esoterischen Konsumfront!  Machen sie einen weiten Bogen um diese bunten Bücher die alles versprechen, die sie ködern wollen, die ja nur das eine wollen –  Auflage, Auflage, Auflage!! Vetrauen sie auf einen Ruf der sie ganz persönlich erreicht! Nicht durch jemanden der ihnen einredet “es versuchen zu müssen”! Falls sie dieser Ruf erreichen sollte, dann wird er sie tief im Herzen erreichen, aber still, ganz ruhig und falls nicht, dann ist ihr Weg eben ein anderer. Haben sie Geduld.

Haben Sie den Mut das Ganze zu kritisch betrachten!  Nutzen sie ihren Hausverstand! Und vor allem: nehmen Sie viel Abstand dabei, dann sehen sie die Wahrheit besser!
Mein Respekt gegenüber meinen Lehrern und Freunden in Amazonien gebietet mir dies hier zu schreiben. Wer in dem Geschriebenen ein Problem findet, darf selbiges gerne behalten. Ich wünsche an dieser Stelle auch keinerlei Diskussion des Themas – dieser Text beschreibt meine ganz persönliche Haltung und Einstellung zum Thema – und die ist eben nicht verhandelbar, aber natürlich freut mich jede Zustimmung  🙂

 

euer

Georg

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Krafttiere – Verbündete fürs Leben

Krafttiere – Verbündete fürs Leben

Was wäre mein Leben ohne meine Verbündeten? Nun, es wäre vermutlich ruhiger verlaufen und so manche Abzweigung auf meinem Lebensweg wäre mir verborgen geblieben. Weder hätte ich meine Frau kennen gelernt, noch wäre ich meinem Lehrer Don Enrique, einem Schamanen der Shuar-Indianer im Ecuadorianischen Regenwald begegnet, um dort von ihm als Schamane initiiert zu werden. Vielleicht wäre ich auch krank geblieben, unwissend und verschlossen gegenüber den Wundern dieser Welt. Eines aber ist gewiss, ich wäre heute ein Anderer, mit Sicherheit kein Heiler und Autor und müsste mich ohne die Unterstützung meiner Verbündeten durchs Leben plagen.

„Krafttier“ – ein grosses Wort für etwas, das genau genommen ganz natürlich sein sollte. Jene indigenen Kulturen, welchen wir beinahe oft neidvoll, eine naturgegebene Spiritualität unterstellen, sind sich der Existenz dieser Wesen seit Generationen bewusst. Diese Existenz ist aber nichts „sensationelles“ sondern alltäglich und individuell gemachte Erfahrung. Meist findet der „erste Kontakt“  innerhalb eines  traditionellen, meist schamanisch / animistischen Kontextes statt. Diese wichtige Begegnung, innerhalb eines entsprechende Rituals ist immer sehr intimer und persönlicher Natur und bedarf auch keinerlei verallgemeinernden Deutung – „es ist wie und was es ist, Punkt!“  (Mein Lehrer, Ecuador 1998)

Seinem Krafttier zu begegnen, mit ihm zu verschmelzen, ist eine der tiefsten und schönsten Erfahrungen zu welcher der Mensch fähig ist! Um diese Erfahrung machen zu dürfen, bedarf aber keiner ausserordentlichen Begabung sondern eher intensiver Vorbereitung und der Erfahrung einer Persönlichkeit, welche für entsprechende Umstände sorgt und den Suchenden anleitet! Es bedarf einer Schamanin, eines Schamanen, denn nur so bleibt am Ende kein Zweifel. Mir ist natürlich bewusst, dass diese Sichtweise, welche meinen persönlichen Erfahrungen in Ecuador, Mexiko und einer zwanzigjährigen Praxis entspringt, zunächst nach Beschränkung und Eingrenzung klingt. Zudem stellt sich diese Sichtweise gegen eine gängige Praxis, welche hierzulande jedem verspricht, seinem Krafttier während irgend eines Zwei-Tages-Seminars zu begegnen! Ich werte das nicht – aber: Wenn man sich die Praxis jener Menschen vor Augen führt, welche seit unzähligen Generationen Erfahrung im Umgang mit diesen Verbündeten pflegen und dies mit jenen Zugängen vergleicht die der „zivilisierte“ Mensch zum Verkauf anbietet, so wird man zwangsläufig mit einer schwerwiegenden Frage konfrontiert: Welchen Weg soll man wählen? Welcher Weg lässt uns wirklich unserem Krafttier begegnen und welcher führt uns in nur die „Selbsterfüllende Prophezeiung“, oder in die Irrgärten der eigenen Wunschvorstellungen. Ich rate zu jenem Weg der Vorbereitung zur Basis hat, der individuelle Begleitung als notwendig befindet, der Versuch und Scheitern ebenso beinhaltet, wie tiefes Erleben und echte physische Erfahrung! Dieser Weg ist durchaus auch bei uns existent! Es finden sich nicht viele, aber doch einige vertrauenswürdige und erfahrene Menschen, die uns anzuleiten imstande sind! Hier lohnt sich die Recherche und besonders der Blick auf die Hintergründe, den Werdegang, die Erfahrungen. Jeder Weg ist Arbeit, jeder Weg braucht Zeit – so erreicht man echte Ziele!

Krafttiere haben nach dem Verständnis meiner Lehrer, denen ich zu vertrauen gelernt habe und meiner eigenen Erfahrung, keinerlei Bedeutung – sie haben Eigenschaften! Und diese Eigenschaften werden, wenn wir uns mit ihnen verbinden, auch zu den unseren! Krafttiere raten uns, helfen uns, unterstützen uns bei dem was wir tun, aber sie wenden sich durchaus auch von uns ab, wenn wir Wege beschreiten die uns schaden! So aber bleibt alle Verantwortung bei uns und unsere persönliche Freiheit unangetastet! Natürlich mag auch diese Sichtweise Widerstände hervorrufen, aber sie entspricht der Erfahrungswelt jener Menschen, die wir gemeinhin als „indianisch“ oder „naturverbunden“ bzw. „spirituell“ bezeichnen. Ihnen zu vertrauen ist durchaus sinnvoll, denn sie sind ja jene Quelle welche man aufsuchen sollte um an klares, unverdorbenes Wasser zu kommen!

„Was soll ich tun?“ Dies war meine einfache Frage, die ich 1998 an eines meiner Krafttiere stellte, welches mich schon damals seit Jahren begleitete. Mir war bewusst – und das ist ungemein wichtig – dass ich den Ratschlag, so ich einen erhalten würde, ohne wenn und aber beherzigen würde! Denn stellt man den Rat letztlich in Frage, oder deutet ihn sich zurecht (was allzu oft geschieht), welchen Sinn hätte dann die Frage an die Verbündeten? Richtig: Keinen! Dennoch war die Antwort und mehr noch, die sich daraus ergebende Konsequenz schwerwiegend!

„Gehe nach Ecuador. Dort, im Regenwald, bei den Shuar (Indianern) lebt ein Schamane. Er weiss dass du kommst. Gehe alleine. Geher heuer noch!“ Nun, ich tat wie mir geheissen. Ich kündigte meinen Job, und flog nach Ecuador, traf dort im Regenwald nach langem Marsch, geführt von indianischen Führern, auf den Schamanen der Shuar, welcher mich mit den Worten begrüsste „wo warst du so lange?“ Er war es der mich nach kurzem Blick, der tief in mein Herz ging, als zum Schamanen berufen bezeichnete und mich initiierte.

Seither sind meine Krafttiere immer an meiner Seite. Ich höre auf ihren Rat. Ich schätze sie als Ratgeber. Ich profitiere von ihren Eigenschaften. Ich bedanke mich mit Räucherungen und Tabak bei ihnen. Und manchmal verschmelze ich mit meinem Jaguar, dann jagen wir durch den nächtlichen Regenwald, dann sind wir eins – dann sind wir pure Kraft, Ausdauer, ein gemeinsames schlagendes Herz! Dann sind wir Verbündete fürs Leben!

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Energiearbeit

Energiearbeit in Schamanismus und Curanderismo

Ein wenig  Basiswissen

Letztlich ist alles Energie, auch der Mensch selbst, jeder Gedanke, unsere Umwelt, der Kosmos, selbst die Liebe. Sogar ob wir glücklich und gesund sind hängt im Prinzip von der Menge und Qualität der Lebensenergie ab die uns durchfliesst bzw. die in uns gebunden ist. Glückliche Menschen haben in der Regel viel Energie zur Verfügung und sind meist gesund. Unglückliche Menschen, oder Menschen denen Energie fehlt, sind meist kränklich oder zumindest ist ihr (energetisches) Abwehrsystem geschwächt. So könnte die einfache Formel lauten: Unsere Befindlichkeit ist abhängig von der Menge und Qualität der Lebensenergie die uns zur Verfügung steht. Dies ist zugleich eine Logik der man sich nur schwer entziehen kann. Aus dieser Prämisse ergibt sich fast zwangsläufig der Umkehrschluss dass ein zu wenig an Energie, verunreinigte oder schlecht fliessende Energie ursächlich für Krankheit, und seelische Befindlichkeitsstörungen sein kann – eine Tatsache die ein für uns Kopfmenschen schon fast zu einfaches Prinzip impliziert. Immerhin haben wir über Jahre gelernt dass komplizierte Probleme ebenso komplexe Lösungen beanspruchen, was aber der Realität nicht im geringsten entspricht. Der Schlüssel sollte nie komplizierter als das Schloss selbst sein…

Das energetische Prinzip von Glück, Gesundheit und Krankheit ist im Schamanismus und Curanderismo seit jeher bekannt und entsprechend vielfältig, aber einfach, sind die Methoden um in das “System Mensch” heilend, harmonisierend und klärend einzugreifen. Wir wollen uns zuerst den Ursachen und Symptomen in weiterer Folge dann einigen einfachen Techniken “für den Hausgebrauch” sowie  Techniken in der täglichen Praxis eines klassischen Curanderos zuwenden.

Schamanismus

Schamanismus ist das wohl älteste Heilsystem welches dem Menschen zur Verfügung steht. Es ist schlicht die Fähigkeit zur Kommunikation mit der beseelten Natur, die Zwiesprache mit Pflanzen-, Tier- und Ahnengeistern um dem Stamm oder dem Einzelnen heilend und beratend zur Seite zu stehen. Die sichtbaren Dokumente des Schamanentums reichen über Darstellungen der schamanischen Welt auf den Schamanentrommeln Lapplands oder Sibiriens (Sami, Eweken, Tungusen usw.) bis weit zurück in die Frühzeit des Menschen. So finden sich Darstellungen in Höhlen (Lascaux, Südfrankreich) welche steinzeitliche Schamanen im Trancezustand mit Geisttieren kommunizierend zeigen. Weise Männer und Frauen praktizierten schamanisches Tun überall auf dem Globus und tun dies heute noch. Ausgehend von Sibirien dürfte sich der Schamanismus über die ganze Welt verbreitet haben, ist in den unzugänglicheren Gebieten der Erde (z.B. Amazonischer Regenwald, Polarkreis, usw.) noch weitgehend unverfälscht anzutreffen und erlebt auch in unseren Breiten seine Renaissance. Hier sollte jedoch klar zwischen dem authentischen Schamanismus der indigenen Bevölkerung (Naturvölker), weniger wirklich als Schamanen  initiierter Menschen hier in der “zivilisierten” Welt und dem boomenden Neo-Schamanismus unterschieden werden. Dies ist keine Wertung im eigentlichen Sinne nur Orientierungshilfe und klare Begrenzung und Definition mittler Weile überstrapazierter Begriffe. Nur so können Anachronismen vermieden und gefährlicher Scharlatanerie Einhalt geboten werden.

Die eigentliche Energiearbeit im Schamanismus ist archaischer Natur, direkt und meist im rituellen Rahmen, unmittelbar und heftig.

Curanderismo

Im Curanderismo, dem traditionellen Volksheilsystem Lateinamerikas (besonders Mexiko) finden wir eine wirklich ganzheitliche Spezialisierung. Körper, Geist, Seele, Spiritualität und Energetik greifen wie Zahnräder ineinander und treiben ein seit Jahrhunderten immer wieder überprüftes und heute noch überprüfbares Heilsystem an das nicht nur von der armen Landbevölkerung in Anspruch genommen wird.  Die Spezialisten (Curanderos und Curanderas) im Curanderismo reichen vom Schamanen über den Sobador (Energiemassagen), den Vegetalista (Kräuterkundiger), den Spiritisten (Kontakt zu den Geistern) und einige mehr, bis hin zum “Curandero Total” (der Curandero, die Curandera die alle Bereiche beherrscht). Sie bilden gemeinsam 8!) mit der Schulmedizin ein breites Spektrum an Behandlungsmöglichkeit und sichern so eine ganzheitliche Formmdes Heilens welches sich bis heute täglich bewährt. Die Ehrenbezeichnung “Don” gibt Aufschluss über die Stellung des Heilers. Einweihungen von Menschen aus anderen Ethnien (Weisse) kommen so gut wie nie vor und jeder Curandero, jede Curandera hütet ihre Heilgeheimnisse wie einen Schatz. So ist es nicht verwunderlich dass Curanderismo in Europa so gut wie unbekannt ist und es kaum wirklich initiierte Curanderos gibt. (mir sind in Europa gerade mal drei bekannt.) Umso mehr bin ich dankbar diese Initiation durch die Mayo-Yoreme erhalten zuhaben und vor allem dafür einiges an Wissen hier weiter geben zu dürfen.

Was authentischer Schamanismus und Curanderismo mit Sicherheit nicht sind: Sanfte Medizin, eine schmeichelnde Reise ins unterbewusste oder gar Möglichkeit der alltäglichen Realität zu entfliehen.

Energie ist alles

Die Menge der Energie die uns durchfliesst ist ein signifikanter Aspekt unser Wohlbefinden, ja unser gefühltes Glück betreffend. Der Energiedurchfluss wiederum ist von bestimmten Faktoren abhängig welche wir zum Teil günstig aber auch ungünstig beeinflussen können. Da in unserer Gesellschaft Energiearbeit bzw. energetische Hygiene wirklich nicht zum alltäglichen Tun und Instandhalten gerechnet werden kann ist  leicht nachvollziehbar weshalb wir mehr oder weniger unglücklich, schutzlos, kränklich und mit zu wenig an Energie ausgestattet durchs Leben wanken. Wir empfinden das Leben an sich als Gefährdung und haben unsere Befindlichkeit von den Umständen abhängig gemacht. Das freut Politik und Wirtschaft gleicher Maßen, denn wer Angst hat ist leicht manipulierbar. Der Populismus in der Politik feiert fröhliche Urständ und die mittler Weile penetranten Produktinformationssendungen (Werbung) im TV wollen uns glauben machen dass, wenn wir nicht täglich dieses oder jenes Produkt zu uns nehmen wir an Farbe, an Schutz, an Gesundheit und Kraft verlieren. Provitamine und Nahrungsmittelergänzung ist derzeit der Renner unter den Firmenneugründungen. Beinahe hat es den Anschein dass wie ohne Lactobazillus, Provitamin und sonstigen Nonsens gar nicht mehr (über-) lebensfähig sind. Die Konzerne reiben sich die Hände und machen ein Milliardengeschäft. Hier werden nur Abhängigkeiten erzeugt sonst nichts. Aber es hängt eben von der eigenen Lebensenergie ab, auch unser Immunsystem ebenso  wie das Nervenkostüm das von Generation zu Generation dünner zu werden scheint. Wenn wir uns darauf einigen dass im Endeffekt alles (und wirklich alles) davon abhängt wie viel Energie wir zur Verfügung haben und welche Qualität diese besitzt, so erwächst draus eine ganz enorme Konsequenz die uns zu eigenverantwortlichem und somit freiem Handeln führen kann.

Es geht uns schlecht wenn wir zu wenig Energie haben. Also wenn unsere Lebensenergie verunreinigt ist (z.B. negative Emotionen) oder sie nicht richtig fließen kann (Blockaden energetischer Natur), bzw. wenn  der Energiekörper selbst dünn und löchrig geworden ist. Meist beginnt alles Übel aber damit dass es an Erdung mangelt, dass unsere “Kontakte” über welche die Energie in unseren Körper ein- und später um in der Erde gereinigt zu werden wieder abfliesst. Das fällt uns nicht auf, zu abgelenkt und mit falschem Prioritätssinn ausgestattet taumeln wir orientierungslos durch den Alltag, im Glauben selbst nichts beitragen zu können, den umständen ausgeliefert und abhängig von den Segnungen der freien Marktwirtschaft.

Wie Energie fliesst. Die Betrachtung im Curanderismo.

Ein Teil der lebensnotwendigen Energie durchfliesst uns ganz ohne unser Zutun beständig. Sie dringt aus der Erde (!) über die Fußsohlen in den physischen Körper ein, steigt über die Waden nach oben bis in die Nieren (“das geht mir an die Nieren”). In den Nieren wird die Lebensenergie aufbereitet und nochmals gereinigt um schliesslich über das Rückgrad weiter nach oben zu strömen. Von dort strömt sie, alle Organe und die Peripherie mit Energie versorgend wieder nach unten und fliesst wieder über die Fußsohlen in die Erde um dort gereinigt zu werden. Auf diesem Wege passiert sie einige neuralgische Punkte an denen es Probleme im Sinne von Blockaden geben kann: Fußsohlen, Hüftgelenke, Nieren, Nacken, Kopf allgemein, Brustbein, Ober- und Unterbauch.

Einen weiteren Anteil der notwendigen Lebensenergie führen wir uns über die Atmung zu. Je bewusster und tiefer wir einatmen umso mehr Lebensenergie strömt in unseren Körper. Die Atmung bewirkt eine Art “Saugbewegung” im gesamten Energiekörper der so mehr Energie aus dem Boden zieht. Starke Raucher verfügen über ein drittel weniger Lungenvolumen, dies kann zu einem zu geringen Energiefluss führen welcher sich unangenehm bemerkbar machen kann. Nicht umsonst finden wir in vielen Praktiken zur Energiegewinnung und deren Manipulation  unterschiedlichster Kulturkreise Atemübungen als meist äusserst wichtige Basis für alle anderen Übungen. (z.B. Yoga, div. Meditationstechniken, Kampfsportarten, usw.)

Schliesslich gewinnen wir unsere Lebensenergie auch aus der Nahrung die wir uns zuführen. So hat unsere Ernährung einen sehr grossen Anteil daran welche Qualität unsere Lebensenergie besitzt. Minderwertige Nahrung, hergestellt aus schnell wachsenden, niederwertigen aber dafür billigen Lebensmitteln enthält entsprechend wenig und qualitativ schlechte Lebensenergie. Wenn man sich die “fast food-gesellschaft” in der wir leben genau betrachtet sind die Folgen erschreckend. Leider ist den meisten Menschen (noch) nicht bewusst dass sie selbst, als mündige Bürger und Konsumenten im Stande wären der Wirtschaft Qualität zu diktieren, aber so lange dies nicht bewusst gemacht wird und das Fleisch im Grossmarkt billiger als Hundefutter ist wird sich an der energetischen und kulinarischen Qualität unserer Lebensmittel nicht viel ändern. das kompensieren wir ja mit Provitaminen, eine unüberschaubaren Menge an Nahrungsmittelergänzungen und dem täglichen “Frühstückchen” dessen “Extraportion gesunder Milch” sich bei genauerer Betrachtung als billigstes Milchpulver von fragwürdiger Herkunft entpuppt. Nur den Geschmacksverstärkern ist es zu verdanken dass das was wir unserem Körper aufzwingen zumindest nach etwas (Undefinierbarem) schmeckt.

Der Energiekörper.

Jedes Lebewesen wird von einem Energiekörper umschlossen, dessen Funktionen Schutz, Abgrenzung, Filterung von Wahrnehmung und der auf uns einströmenden Energie, sowie die Wahrnehmung der Umgebung (auch in spiritueller und energetischer Sicht) sind. Der Energiekörper selbst erstreckt sich im Idealfall in etwa eine Armlänge über den physischen Körper hinaus und bildet die Form eines Eies. Dies ist auch jener Bereich den wir als Intimsphäre kennen und dessen Überschreitung von anderen Personen meist als unangenehme Nähe empfunden wird. Der physische Körper wiederum kann als Projektion des Energiekörpers betrachtet werden woraus sich ein ganze Palette von physischen Symptomen ergibt welche in den nächsten Folgen erklärt werden.

Der Energiekörper verfügt zudem über ein Muster, eine eigene Geometrie welche sich z.B. einem Schamanen der Shuar mit Hilfe der Einnahme von Ayahuasca eröffnet. Jede energetische Behandlung stellt einen Eingriff in dieses Muster dar, jede Verwirrung im Muster zieht eine mehr oder weniger auffällige Symptomatik nach sich. Eingelagert im Energiekörper finden sich bestimmte “Filter” welche festlegen wie und was wir wahrzunehmen im Stande sind. Diese “Filter” oder auch “gesellschaftliche Prägung”, meist über Generationen tradiert, sind ursächlich für die Art unserer Wahrnehmung: So nehmen Kinder ihre Umgebung meist ganzheitlicher wahr als Erwachsene. Sie sind noch fähig, ohne dies ständig in Frage zu stellen oder abzuwägen, mit der beseelten Natur zu kommunizieren. Ihnen ist die “Geisterwelt” für einen leider viel zu kurzen Zeitraum zugänglich, so lange, bis eben tradiertes Wissen den Geist zu füllen beginnt und die Fähigkeit zur wertfreien, ganzheitlichen Wahrnehmung von der widernatürlichen Ideologie des Rationalismus und einer “was nicht sein kann das nicht sein darf” – Mentalität überlagert wird welche am ende ein Leben lang bestehen bleiben wird. Zudem sind Dauerberieselung und ständig wieder erlebte Traumata pathogene Einflüsse welche den Energiekörper auf Dauer “verbeulen” bzw. durchlässig für energetische Erreger (Eindringlinge) machen können.

Abhängig von der zur Verfügung stehenden Menge an Lebensenergie und deren Qualität ist unser Energiekörper: stark oder schwach, ausgedehnt oder eng anliegend, rein oder verunreinigt. So stellt ein starker, weit reichender und reiner Energiekörper die Basis für eine positiv akkurate Abgrenzung und, weil rein, ganzheitliche Wahrnehmung der uns umgebenden Welt mit all ihren Schattierungen dar. Im Gegenzug bedingt ein eng anliegender, verunreinigter und schwacher Energiekörper logischer Weise: ungenügenden Schutz, negativ ungefilterte Wahrnehmung (negative Emotion wird direkt erlebt), Abgrenzungsproblematik gegenüber Menschen und Situationen (auch Orten) und eine  einseitige Wahrnehmung mit welcher sich nur ein Bruchteil der bereitstehenden Möglichkeiten bzw. der realen Welt erschliesst.

 

euer

Georg

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Handeln und verändern

Wer nicht handelt – der verändert auch nichts.

Natürlich können wir unsere Zeit damit verbringen, unsere Symptome zu betrachten, sie zu erforschen, sie zu beschreiben. Und natürlich können wir unseren Fokus auf all das lenken, was schief läuft, das nicht in Ordnung ist. Wir können darüber nachdenken bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag. Wir können uns ins Grab lesen und bevor man zuschüttet, alles nochmal haarklein wiedergeben.  Wir können es noch tausendmal durchexerzieren und trotzig das “was-wäre-wenn-Spiel” spielen. Wir können unsere Erkrankungen, unsere Krisen zum Lebensinhalt machen und das Jammern, das Lamentieren und das Klagen zur Meisterschaft führen! Wir können den Umständen die Schuld zuweisen. Wir können leicht alles und jeden für unseren Zustand verantwortlich machen. Wir können jedes Symptom noch einmal ganz fein zerpflücken, in hunderte kleine Einzelsymptome und jedem dieser Symptömchen unendlich viel Gewicht beimessen und auch noch glänzen dabei! Bravo! Wir können alles x-mal hinterfragen. …Was tut man bei diesem, was bei welchem, was meint dies und was meint das,…? Wir können uns an “kluge Köpfe” wenden, die uns, selbst völlig desorientiert und daher negativ-vorbildhaft, weiss machen wollen, das es ja furchtbar wichtig sei alles an Ursache in der Vergangenheit zu suchen – und wenn wir dann mal in dieser Vergangenheit fündig geworden sind – bleiben wir doch am gesten gleich in derselben! Also “alle Macht dem Damals!” – und da ja alles im Früher seinen Anfang nahm, ist es ja fast logisch, dass man der Vergangenheit zu Leibe rücken müsste, der Kindheit gar, weil ja alles in dieser geschehen ist! Da muss man schon dem Vater und der Mutter die Schuld anlasten… Und das ist auch schon alles was man letztlich tut: Schuld suchen. Schuld finden. Schuld geben – jenen, die sich ohnehin nicht mehr wehren können! Und am besten weist man diese Schuld, natürlich sehr eloquent und gegen Gebühr dabei begleietet, jenen Umständen zu, die man ohnehin nicht mehr überprüfen kann! Da bleibt vieles auf der Strecke neben dem guten Verhältis zu den Ahnen oder den Eltern auch so manche Beziehung. Wer das fördert der handelt verantwortungslos, wer das propagiert, dem muss man schon einen gewissen Vorsatz unterstellen, wer dem huldigt, der hat weder das Leben, den Sinn der eigenen Existenz noch wahre Spiritualität verstanden, von echter Liebe ganz zu schweigen.

Bei all dem Denksport was das Früher angeht, scheint das Denken ja so ziemlich auf der Strecke zu bleiben. Es ist, als ob sich die Denkfähigkeit offenbar verbraucht und so für eine grundlegende Überlegung, nach dem wirklichen Sinn dieses Tuns, nicht weiter zur Verfügung steht. Wenn man das kritisch zu betrachten wagt, bleibt ja nicht viel über. Dieser ganze “Seelenvertragsmodus” zum Beispiel, der scheint ja auf sehr dünnen Beinchen zu stehen – aber praktisch ist er allemal – denn: Man kann`s nicht überprüfen und es erklärt trotzdem irgendwie (mit viel Zurechtbiegen) die missliche Situation im Jetzt! Das ist allemal angenehmer, als sich wirklich anzuschauen und erkennen müssen, dass man für die eigentliche Entwicklung, genau genommen gar nichts tut, ausser an Dinge oder “Methoden” zu glauben – denn mehr als Glauben ist es nicht. Selbst wenn sich dieser Glauben manchmal mit wissenschaftlichen Halbwahrheiten ziert. Es ist weitaus weniger aufwändig, als sich seiner mangelnden energetischen Basis bewusst zu werden und die Tatsache akzeptieren zu müssen, dass man mit zu wenig Energie nicht viel wird erreichen können. (auch keine Gesundheit)

Aber mal ehrlich jetzt, wir sind ja unter uns, also jeder für sich – das klingt doch alles etwas seltsam was man uns da verklickern will! Das tönt doch genau genommen nach umgestricktem Katholizismus, das riecht doch nach Erbsünde, nach Schuld und Sünde und nach Beichtstuhl in dem man dem “Heiler” seine intimsten Intimitäten erzählt und die seiner Eltern noch dazu. Das müffelt doch nach 70er-Jahre-Esoterik. Klar, wenn jemand verhungert, dann hat er im letzten Leben zu viel gefastet oder was – oder hat er deswegen nun Gewichtsprobleme?? (aua!) Wir sind doch erwachsen, nehme ich mal an und man hat doch jetzt, aktuell nur dieses eine Leben und das schon ein paar Jahre lang! Und in diesen paar Jahren Leben hat man doch so einiges erlebt, oder nicht? Man hat die Schule irgendwie abgschlossen, hat einen Beruf erlernt (ja, meist ein Kompromiss), man hat vielleicht sogar ein wenig Karriere gemacht, sich verliebt und eventuell auch fortgepflanzt. Man kann mehr oder weniger gut für sich und die Seinen sorgen, oder man ist versorgt. Man hat lesen, schreiben, einkaufen und kochen gelernt, ja, putzen auch. Man fröhnt sogar einem Hobbie, hat den Führerschein, fährt aber lieber Rad oder auch nicht. Man weiss, dass man den Mais aus der Dose nicht verdauen kann und dass auch Yoga anstrengend sein darf. Man hat sogar selbst(!) herausgefunden, dass man besser schläft, wenn man am Abend weniger isst und dass Rotwein kein echter Ersatz für fehlende Partnerschaft ist – Schokolade auch nicht. Man weiss aus bitterer Erfahrung, dass “Bekannte” nicht gleich “Freunde” und “Freunde” nicht automatisch “Vetraute” sind, usw. usft. Also: man ist doch kein kompletter Depp! Man hat getan was man konnte, – wie übrigens unsere Eltern auch und deren Eltern und deren Eltern, usw.

Irgendwann ist eben die Luft raus, der Tank leer, die Bezinleitung sogar dicht, das Flusensieb verstopft, der Kontakt bröselig, ein Knopf im Schlauch – die Maschine Mensch streikt und alles Leben drumrum auch, “Resonanzprinzip” nennt sich das!  Oder: “ohne Moos nix los”. Irgendwann gerät man also mehr oder weniger rasant aus der Spur und das hat natürlich Folgen, heftigere und weniger heftigere. Man hat sich verrant, verirrt, verfahren. Man hat auf sich nicht mehr geachtet, selbst nach der Scheidung nicht, nach dem Rauswurf aus der Firma obwohl man es sich geschworen hat. Alles zuviel. Zuviel Alltag. Zuviel Muss. Zuviel Angst. Zuviel “die anderen” zu wenig “ich selbst”. Warum das? Nun, weil man sich seiner Lebensenergie nicht ganz bewusst ist und, schlicht und ergreifend, nie gelernt hat (zumindst nicht in der Schule) wie man diese am Laufen hält oder vermehrt. Und klar ist so manches passiert in diesem bisschen Leben das man hat und nicht alles war schön und gut, manches sogar traumatisierend. Und es hat einen deswegen so erwischt, weil man eben nicht in bester Form war und ist. Die Lebensuhr aber tickt munter weiter! Will man seine Zeit jetzt wirklich damit verbringen, in der Vergangenheit, die einen gerade ins Jetzt gespuckt hat und die man kaum exakt erinnern kann oder will, nach irgendwelchen Ursachen zu suchen, drin zu wühlen und nichts zu finden, ausser vielleicht einer Kindheit, die so oder so gewesen sein kann?! Will man seine begrenzte Zeit ernsthaft damit vergeuden, auf der einen Seite die Schuld bei anderen zu suchen und die Eigenverantwortung an jemanden abzugeben, der das ganze das man da so zusammengedröselt bekommt, gegen Gebühr abnickt? Will man wieder und wieder einfach glauben müssen, dass es so ist wie der Glaubessatz den man uns vorkaut (kritisches Hinterfragen unerwünscht) – und will man wieder oder weiterhin ohne die Möglichkeit des echten TUN`s dastehen?! Ist man es denn nicht leid, sich ständig einem Gegenüber emotional ausliefern zu müssen, um endlich die großmaulig versprochene “Heilung”  zu erfahren und wenn sie ausbleibt, damit abgespeist zu werden, dass man sich “nicht öffnen könne” (Originalton!). Da hat einen das Einhorn abgeworfen! Da schlägt man hart auf, wenn man Glück hat und wird wach – unmittelbarer Tatsachenkontakt.

Praktisch wäre es schon, so einen Symptomkatalog zu haben, ganz wie in der Schulmedizin und deren Instanzen (die man bisweilen ja ganz übel findet). Trotzdem, das wäre fein, so eine Liste mit Symptomen (egal was) und dann jemanden der`s uns erklärt, oder wo wir da selber nachlesen können was Schuld hat! Und noch praktischer wäre es, wenn das alles so einfach wäre! Wieder nur jemanden brauchen der es erklärt! Wieder jemanden gefunden haben, der sagt “es ist nicht deine Schuld”. Wieder mal eine Instanz über einem entdeckt haben, die einem die Verantwortung von den Schultern nimmt und dafür etwas gibt, das man nur glauben muss! “Glauben” – nicht “Wissen” nicht “erfahren haben” – da hat Logik natürlich nichts verloren, sie muss draussen bleiben, beim Hausverstand, leider… Einer muss es eben gewesen sein, jemand der sich bloss nicht wehren kann, jemand der uns gut in den Kram passt so als Schuldiger! Das ist allemal einfacher und bequemer als sich zu verändern und seine Feinde lieben zu lernen (was für ein grosses Wort!) Hauptsache die Wertung stimmt und die stimmt immer dann, wenn man es geschafft hat sich über den anderen zu stellen – und wenns der eigene Vater ist, die tote Mutter, wer auch immer. Man erhöht sich dabei aber nicht, man erniedrigt den anderen – und das ist das infame daran: man fühlt sich auch noch ganz wohl dabei!

Was aber, wenn jene recht haben, die wir als ach so spirtuell ansehen, als so naturverbunden, als energetisch stark? Jene weisen Männer und Frauen die Jahrtausende altes Wissen anwenden, die Techniken nutzen, welche im Hier und Jetzt greifen?! Und was, wenn jene Heiler und Schamanen auf Nachfrage (vor Ort) all das mit dem Gestern und der Schuld und dem Symptomkatalog schlichtweg als Unsinn abtun?  Was, wenn die sich vor einen stellen und fragen: “warum macht ihr sowas?” Was, wenn sich da eine unangenehme Antwort aufdrängt, die jeder für sich selbst beantworten kann und sollte!? (“time is money”) Was, wenn diese Menschen, diese wiklichen Praktiker nur traurig den Kopf schütteln, weil sie uns dabei beobachten wie wir Zeit, echte, einzigartige Lebenszeit vergeuden?! Was sagen, wenn sie uns fragen “und was TUT ihr dann nachdem ihr den Schlamm der Vergangenheit wieder nund wieder umgewälzt habt?” Mir ist es immer ein wenig unangenehm wenn die Sprache darauf kommt (und das tut sie oft), dass die Masse an “Techniken” welche wir hier als “schamanisch” bezeichnen, bei denen die es wissen sollten im günstigsten Fall ein mildes Lächeln hervorruft. Ja ich weiss, wir wären ja geistig schon viel, viel weiter entwickelt als jene, von denen dieses Wissen ja ursprünglich und angeblich stammt! Wirklich, es gibt viele hier, die denken sich das so zurecht! Wir sind (angeblich) ja weiter, als jene die wir so gerne als Quelle angeben und deswegen brauchen wir “das alles” ja gar nicht mehr! “wir machen das mental!” – oder aber sie sind “aufgestiegen” in der “soundsovielten Dimension” angelangt. Das sind Aussagen, die man in bestimmten Kreisen hier bei uns durchaus zu hören bekommt wenn man leise Kritik übt! Ich persönlich finde das bedenklich – nein mehr als das, ich finde wenn nicht gar abscheulich, zumindest aber überheblich!

Man sollte sich und anderen schon die eine oder andere Frage stellen (dürfen) und der kritischen Betrachtung mehr Raum lassen, auch auf die Gefahr hin sich unbeliebt zu machen. Und man sollte sich auch bewusst machen, dass ohne eigene, sinnvolle (!) und wirkungsvolle (!) Handlung nicht das geringste geschieht! Darum die alten Werkzeuge, die Reduktion! Man sollte sich mutig klar machen, dass alle Verantwortung immer und ohne Ausnahme bei einem selbst zu liegen hat. Man sollte sich dazu bekennen, selbst (!) für sich verantwortlich zu sein und sich auch mit der Tatsache anfreunden, dass die Vergangenheit vor allem eines ist: vorbei! Schäden die aus ihr resultieren und die es zweifellos gibt, kann ich ohnehin nur im Jetzt reparieren – aber nicht indem ich mich in einem Filz aus Symptomen verliere und ihn zum Lebensinhalt hochstilisiere! Denn, ganz ehrlich, man hat ja auch noch anderes zu tun! Und eigentlich würde es genügen energetisch nicht auf dem neuesten Stand, bzw. kaum gewartet, blockiert und nicht in seiner Mitte (ja die gibt es wirklich)  zu sein! Es würde genügen dass unser System nicht wirklich gut funktioniert – und ganz ehrlich, das wieder in Schuss zu bringen wäre Arbeit und Selbsterfahrung genug – auch ohne die Vergangenheit nebst Schuldfrage bedienen zu müssen!

Warum sich nicht ein Vorbild an jenen nehmen, die echte Erfahrung haben? Warum nicht “die alten Wege” gehen?  Warum es nicht wagen, sich dem Authentischen zuzuwenden? Warum? Nun, weil es einen zur Handlung drängt, zum eigenverantwortlichen Tun, zur Selbstverantwortung! Das ist echte Arbeit! Das ist ein Weg den man gehen kann! Das ist auch oft weit jenseits der Komfortzone! Aber es ist auch das Einzige das wirklich Veränderung bringt! Und hier scheiden sich die Geister und die Wege. Hier trennt es sich. Hier zeigt es sich. Hier wird es wahr.

 

Oh nein, wir sind keine Deppen! Wir haben schon ein wenig Lebenserfahrung! Wir kennen uns!

Wir wissen es insgeheim: Wer verändern will muss handeln!

 

Euer

Georg

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Ein Herz fassen

Wie gerne bleiben wir stehen um uns im eigenen Selsbstmitleid zu suhlen! Dabei noch rasch einen Schuldigen zu suchen, für den eigenen Zustand, das ist natürlich Programm. Aber – wer die Schuld hat, der hat  nunmal die Macht! Und so geben wir jede Menge Energie ab die wie aber so dringend bräuchten. Wir verlieren Einfluss, Eigenverantwortung und letztlich das, was man “persönliche Freiheit” nennt. Natürlich sind es auch unsere Prägungen die uns da hinein reiten, dennoch liegt immer einiges an Entscheidung bei uns selbst und, genau genommen wäre es ein leichtes, den eigenen Zustand zu verändern um so, im Sinne der Resonanz auch andere Realitäten zu erzeugen. Dabei werden uns jene, die wir “als unsere Feinde” bezeichnen  insofern hilfreich sein, als dass sie uns den eigenen Zustand aufzeigen – also eine Art der Innenschau ermöglichen, welche uns Auskunft über unseren energetisch-spirituellen Zustand geben könnte! Diese Innenschau zu wagen braucht natürlich neben Mut ein gewaltiges Umdenken! Also lasst uns nur mal für einen einzigen Tag mit folgendem Motto durch`s Leben gehen: “Der Umstand offenbart den Zustand!” Wer dies versucht und ernst nimmt, dem ändert sich die Welt, dem drängt sich Konsequenz auf! Wer dies berücksichtigt, der wird sich neu zu definieren beginnen! Nicht umsonst hat mir einer meiner Lehrer diesen Satz mit Nachdruck (!) ins Herz gelegt!

Sich ein Herz fassen! Sich bewusst werden dass da Menschen sind, welche einen lieben und die man selbst liebt, ganz unabhängig von deren Zustand oder dem eigenen! Da ist wahre Kraft zu finden! Sich ein Herz fassen und endlich dem nachgeben was sein will, endlich diese Umarmung wagen, ohne darauf zu hoffen dass sie erwidert wird, aber auch ohne zu fürchten dass man sich zum Narren macht dabei! Das fordert schon etwas Mut ein. Das braucht mehr an Überwindung als manch anderes. Die Umamrung will fragen: “ist es dir ernst damit?” Wenn wir nur einen Tag lang diesem Drang nachgeben würden – was für ein Fest, welche Kettenreaktion würde entstehen! Alles Selbstmitleid fände ein Ende! Wir wären geborgen in uns, im Anderen und im Bewusstsein, dass das erwidert wird was in uns ist, wenn wir es nur wagen zu wecken!

So könnten wir unseren Feinden, die ja dann keine wahren Feinde mehr sind zulächeln. So würden wir, gefassten Herzens, gestärkt und frei unseren Weg gehen – jenen Pfad der uns zu uns Selbst führt, der uns erkennen lässt wie einzigartig und wertvoll jeder ist, der uns lehrt dass wir alle uns auf Augenhöhe begegnen dürfen – frei von Angst oder Vorurteil!

 

wagt es!

euer Georg

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