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Ein grosses DANKE!

Allen ein grosses DANKE für Euren Beitrag!

Wir durften den Betrag dieser Tage an Markus übergeben und die Freude war unbeschreiblich gross!

Mit Eurem grosszügigen Beitrag kann Markus wieder einen wichtigen Schritt weiter in Richtung selbständiges Leben gehen!

So viel Gutes geschieht wenn wir von ganzem Herzen geben!

Herzlichst
Markus mit Famile, Heidi und Georg.

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Warteschleife

Immer dieses Warten. Gefangen in der Warteschleife der Hoffnung vergeht die Zeit, und das unberbittlich. So Vieles auf das man wartet, in der ewigen und trügerischen Hoffnung, dass sich Probleme von selbst lösen mögen. Oder aber man wartet darauf, dass sich was tut, was Grosses natürlich. Was dabei geschieht ist meist gar nichts, zumindest nichts von wirklichem Belang. Denn das Leben wartet nicht, weil es nicht seine Natur ist und Entwicklung, wegen derer wir ja hier auf der Erde sind, will ja GETAN und nicht bloß abgewartet sein. Ebenso die berühmte und oft zitierte Selbsterfahrung – auch diese will vor allem selbst (!) GEMACHT sein was sich natürlich nicht delegieren oder erlesen lässt! Es ist ähnlich des Gefangen-seins in einer dieser elenden, einen auf ewig mit falscher Hoffnung auf “rasche Erledigung ihres Anliegens”  hinhaltenden und niemals ganz gebührenfreier Telefonwarteschleifen: Mal ganz ehrlich, irgendwann hat man die leeren Versprechungen satt. Irgendwann mag man das einschläfernde Gedüdel nicht mehr hören. Irgendwann ist man der ewigen, seelenlos runtergebeteten Wiederholungen müde. Irgendwann denkt man sich, dass man eigentlich weit besseres zu TUN hätte. Irgendwann legt man auf – aber wann? Nach Stunden, Tagen, Jahren oder gar erst nach einem ganzen Leben?

Wer nun aber verstanden hat, dass das eigene Tun der Schlüssel für Bewegung ist, der hat schon mal gewonnen weil er in einen anderen Modus wechseln kann: den TUN-Modus. Das bringt endlich Bewegung ins Leben und so mancher Weg, der sich bisher elend dahin gezogen hat, kann endlich verlassen werden. Hier endet die überzogene Darstellung des Ich, die ja nur deshalb stetig aufrecht erhalten wird, weil man so auf eine Reaktion im Aussen hofft, die einem bestätigt dass man ja in Bewegung wäre. Aber man sitzt im stehenden Zug, und jener Zug, der da grade an einem vorbei fährt gaukelt einem eigene Bewegung vor – doch so kommt man nirgendwo an, so bleibt man auf dem Abstellgleis und jammert mehr oder weniger professionell den Umstand analysierend vor sich hin. Wer sich aber dem Weg des TUNS anvertraut, dem kommt das Leben auch entgegen und zwar mit derselben Geschwindigkeit mit der man sich vorwärts in der Zeit bewegt! Es ist das Prinzip aller positiven Veränderung, es ist das Prinzip der Natur: Veränderung!

Natürlich hat Stagnation etwas durchaus Angenehmens an sich: Man weiss in etwa was kommt. Man kennt die elenden und doch vom Ego so geliebten Warte- und Wiederholungsschleifen und dies vermittelt ein trügerisches Gefühl von Sicherheit. Spannend oder gar aufregend ist dies freillich nicht und wirklicher Entwicklung dient es kaum. Also Ausbrechen aus der Stagnation und endlich wieder in Bewegung kommen! Wie? Nun, da helfen die “alten Werkzeuge”, eben jene Wege die schon seit Urzeiten den Menschen in Bewegung zu halten (und wieder zu bringen) imstande sind. Doch selbst diese “alten Werkzeuge ” erleben gerade in unserer Zeit einen rücksichtslosen Etikettenschwindel. Schnell, um eine Sache an den Mann und an die Frau bringen zu können, wird so macher Unsinn mit dem Etikett “Schamanismus” oder “Spiritualität” versehen. Denn alles verkauft sich besser mit diesem “label”. Wie eine Art “Gütesiegel” prangt das Etikett schillernd und laut plärrend vor allem auf jenen Ladenhütern, die sonst gänzlich und auf ewig unverkäuflich, in den Regalen und Lagerhallen einer nach Umsatz dürstenden Industrie liegen würden. Und der Verkauf dieser so umetikettierten Pseudowege boomt wie noch nie. Darum die Augen und das Herz aufmachen für die Wahrheit! Darum der kritische Blick!

Diese boomenden “hypes” aber nötigt es genau genommen gar nicht, denn wir haben von einer schöpferischen und unendlich geduldigen Kraft eigentlich alles mitbekommen das es braucht um in Bewegung zu kommen und in ihr zu bleiben! So viel wahrhaft Gutes und Wirkungsvolles ist uns an die Hand gegeben um unser Selbst wieder und wieder zu erfahren! Denn nicht die Überhöhung des Ich, sondern die Erfahrung des Selbst ist wahrhafter Schlüssel für eine Basis aus der alles andere erwächst. So bleibt man gefeit davor den Inszenierungen zu verfallen, so erkennt man das Schauspiel als Schauspiel und das Stück als Stück. So tritt man lächelnd von der Bühne, verlässt den Zuschauerraum und öffnet die Tür ins Draussen, in die wahre Welt! So verlässt man das Theater und blickt in den echten Himmel, fühlt den wirklichen Wind und sieht endlich das wahre Leben. Man lässt die Kulissen hinter sich und jene, die das Drehbuch schreiben haben keine Macht mehr über einen! So befreit man sich von der falschen Vorstellung, die jedesmal wenn sie endet zugleich neu beginnt! Hier ist Wahrheit! Hier ist SELBST und SEIN!

Zudem: Es liegt in uns allen dieses SELBST-WERDEN! Es ist niemadem vorbehalten! Es ist keine Frage von Begabung! Es wäre und ist unsere Natur! Es ist sogar unsere Pflicht dass wir an jenem Fundament bauen das uns als Wesen ausmacht – das schulden wir dem Leben, diesem absolut wunderbaren Geschenk das uns zuteil wurde. Und dieses Fundament ist die Basis für alles, es trägt unser ganzes Leben, in jedweder Beziehung! Aus dieser Basis ergibt sich alles und jedes, auch die Art und Weise wie wir auf Umstand zu reagieren imstande sind! Arbeiten wir an diesem Fundament, so sind die Auswirkungen enorm, weil sie unser ganzes Leben betreffen in all seinen Aspekten, ganz ohne Ausnahme!  Egal ob Sinn, Beruf, Beziehung, Glück und Gesundheit – alles entsteht dort, alles kommt von dort, da unser gesamtes Leben eben “Symptom” unseres Zustandes ist! Wenn Broterwerb und Sinnerwerb sich verschränken, wenn wir nicht mehr versuchen “im Fluss zu sein” sondern wir selbst zum Fluss werden, dann erfahren wir Freiheit ohne das Aussen mühevoll und doch immer daran scheiternd zu verdrängen! Wenn wir am Fundament beginnen dann wird unser Blick auf die Welt wieder klar und wir erkennen den Menschen im Menschen. Dann fallen endlich die Masken und Kostümierungen weil sie keinerlei Notwendigkeit mehr haben und erscheinen lächerlich! Dann begegnen wir uns endlich als wirkliche Brüder und Schwestern! Dann endlich blicken wir uns ins Herz und das DU wird zum WIR! So verändern wir die Welt: Indem wir uns selbst verändern!

So verstehe ich meine Arbeit als Hilfestellung, als Auftrag, als stetes Bestreben an diesem Fundament zu bauen – für mich ganz alleine aber ebenso mit all Jenen, welche die Notwendigkeit und die Gnade es tun zu können erkannt haben. Je mehr Menschen dies erkennen und ins TUN kommen, umso mehr ändert sich die Welt, denn es sind wir selbst die Realität erschaffen, jeden Tag, mit jedem Schlag unseres wissenden Herzens.

Die Wege sind da, es gilt sie zu beschreiten. Die Räume sind da, es gilt sie aufzusuchen. Dein Selbst ist da, es gilt es zu erfahren! Warte nicht!

herzlichst

Georg

 

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Tubenspiritualität – ein Rezept

Er ist dazugegeben, der obligate spirituelle Senf zum so gar nicht spirituellen aber aktuellen Tagesgeschehen. Man hat seine Meinung wieder mal erfolgreich und medial kundgetan, manche nur um auf einen Zug aufzuspringen, nur um dabei zu sein. Blöd nur wenn dieser Zug ins Nirgendwo fährt. Dumm gelaufen, wenn die Meinung schon in die Welt geblökt ist und man peinlich berührt feststellen muss, dass man einer Fehlmeldung aufgessesen ist. Nicht jeder ist eben zur Recherche fähig. Was soll´s. Das Frühjahr lässt ja rasch Gras über die Sache wachsen und bis zur nächsten Möglichkeit der Blamage, ist der Meinungsmachefehltritt ohnehin vergessen – denn das Netzt vergisst zwar nichts, die “User” aber sehr wohl und das schnell. Zudem hat man ja ohnehin nur einen “sprituellen Aspekt der Sache” beleuchtet und da ist eh alles dehnbar und nicht so ganz fix.

Der besagte Senf wird deshalb so schnell dazu gegeben da ja mittlerweile selbst die “Spiritualität” aus der Tube kommt! Gerne und viel wird sie verwendet um das eigene, fade Leben mit etwas besonderer Würze zu versehen! Tubenspiritualität ist Ersatz und Glutamat der an wahrer Spiritualität Verarmten, deren Verarmung man ihnen nicht vorwerfen kann und soll, denn auch sie sind Kinder unserer Zeit. Das Angebot an Tubenspiritualität ist gross und die Nachfrage ebenso. Da hilft es schon mal die diversen Sorten durchzuprobieren. So wird z.B. zur “Schamanismus-Tube” ausserordentlich gerne gegriffen, denn sie macht selbst das Fadeste noch irgendwie interessant. Mit ihr lässt sich noch so Banales fein garnieren (im Sinne eines “Gütesiegels”) um es als etwas ganz besonderes an den Mann zu bringen. Der grösste Quatsch gewinnt da an Interesse und der letzte Ladenhüter verscherbelt sich so wie nix. Tubenspiritualität ist eben in Mode. Tubenspiritualität ist In. Überall einen Klacks drauf, das macht das Leben schön bunt und so manches lässt sich so viel besser schlucken. Vor allem das eigene, etwas eingerostete Leben peppt man so gerne ein wenig auf. Am besten man hortet diese Tuben, ganze Schränke voll denn es muss ja lange reichen!

Die Rezeptur: Was meist übersehen wird sind die nicht ganz so harmlosen Inhaltsstoffe von Tubenspiritualität. Da ist ja so manche Zutat dabei, die in wahrer Spiritualität, also in der natürlichen und innerlich gewachsenen niemals vorkommen würde! Tubenspiritualität besteht zunächst mal aus jeder Menge Ego. So um die neunzig Prozent. Der Stoff “Ego” hält das ganze zusammen, sorgt für Konsistenz und vor allem für ordentliche Haftung! Denn das Zeug muss ja gut an einem kleben, damit der Wind der Realität einem den Matsch nicht einfach von Schultern und Augen bläst! Dann sind natürlich Farbstoffe drin und das nicht wenig! Denn das Ego soll ja auch gesehen werden. Die Farbstoffe selbst bestehen meist aus Kulturanteilen die man, im Sinne einer radikalen Extraktion, aus jenen Kulturen gewonnen hat, die man gemeinhin als “nativ” bezeichnet. Die Farbstoffe werden zuvor natürlich peinlich genau von Sinn, Erfahrung und echter  Tradition befreit, da sich das sonst nicht mit der eigenen Vorstellung vertragen würde. Es soll ja einen möglichst harmonischen Tubeninhalt abgeben. Geschmacksverstärker sind die nächste Komponente – und da geht der Trend ganz eindeutig hin zum Exotischen! Diese Aromen sind das A&O der Mischung, denn sie können im richtigen Verhätnis zueinander, wahre Wunder ver(w)irrter Abhängigkeit bewirken! Vor allem aber sind sie nötig um den faden Eigengeschmack des Tubenspiritualtitäsbenutzers zu überschreiben und darum geizt man nicht damit! Dann braucht es natürlich auch noch entsprechdne Füllstoffe, da in der Grundmasse die man so zusammengerührt hat noch keinerlei Sinn (von Verstand gar nicht zu reden) enthalten ist. Ein Mix aus Halbwahrheiten, Pseudowissen, leeren Versprechungen sowie pseudoreligiösen Ansätzen im Verhältnis 1:1 sind da gängiges Rezept. Diese Zutat täuscht Gehalt und Fülle vor und macht das Ganze auch etwas schwerer, was dem Konsumenten intellektuelles Gewicht vorgaukelt. Als Konservierungsstoff hat sich generell ein gehöriges Mass an Angst durchgesetzt. Diese Zutat ist überaus billig aber nichts desto trotz ungemein hilfreich, wenn es darum geht den “Dauergebrauch” zu forcieren und den Konsumenten so lange wie möglich bei der Stange zu halten! Vor allem fällt Angst als billiges Nebenprodukt einer Gesellschaft an, die sich von wahrer Spiritualität ab- und einem rein konsumistischen Prinzip zugewandt hat und findet so eine gewinnbringende Weiterverwendung. Am Ende wird die nun komplette Mischung sorgsam verrührt und in überaus fesche, dem sich stetig wandelnden Zeitgeist angeglichene Verpackungen abgefüllt. Diese Tuben kommen mit unterschiedlichem Design, natürlich völlig ohne Warnhinweise in den Handel und ganz ehrlich, das Zeug geht weg wie die warmen Semmeln!

Die Verwendung: Tubenspiritualität ist ein “Allroundprodukt”! Es poliert eine angeschlagenes Ego wieder auf Hochglanz und füllt so manche Delle in der angedepschten Persönlichkeit. Gehörig viel davon und der Konsument fühlt sich als Nabel der Welt, selbst die schlechtesten Eigenschaften und grössten Schwächen werden zu so etwas wie “wahrer Menschlichkeit” umstilisiert und die eigene Historie entsprechend neu geschrieben. Tubenspiritualität, je nach Dosierung, lenkt von wirklicher Problematik erfolgreich ab und kann in Hochdosierung sogar das eigene Problem zum anbetungswürdigen Lebensmittelpunkt verklären. Sie bügelt aus was eigentlich selbst entwickelt werden sollte und macht unverkäufliches verkäuflich und beinahe jeden Quatsch glaubhaft. Sie hilft dabei die dicksten Brocken an Nonsens an eigener gottgegebener Intelligenz vorbeizuschleusen und zu schlucken. Fachkundig angewandt schafft sie eine spiegelnde Oberfäche der Hochstimmung und sorgt für partielle Erblindung und Ertaubung jenen Wahrheiten und Wegen gegenüber, die zu echter Selbsterfahrung anhalten und führen würden.

Die Nebenwirkungen aber sind massiv und vor allem so viele, dass ich hier nur zwei der Übelsten nennen möchte: 1. Der Verlust des spirituellen Selbst und 2. Der Verlust von Eigenverantwortung. Zu weiterenWirkungen und Nebenwirkungen befrage man seinen Hausverstand und erfahre zur Unterstützung so oft wie möglich die Natur und das in ihr und in einem selbst wirkende Prinzip des SEINS.

Spiritualität aus der Tube ist zugegeben ungemein praktisch. Sie begegnet uns beinahe überall. Die Bauchläden der Marktschreier sind voll davon, die Lager gefüllt bis an die Decke, denn die Nachfrage ist gross und sie steigt weiter! Es ist dieses “out-of-the-box-Prinzip” dieses “kaufen, verwenden und wegwerfen Ding”. Tubenspiritualität mag dem Geist oder dem Ungeist unserer Zeit entsprechen – alleine ob man sie gebrauchen will, entscheidet jeder für sich selbst! Denn was am Ende bleibt sind jede Menge Tuben deren Beginn und Ende eins gemeinsam haben: keinen wahren Inhalt!

Ich halte nichts von Fertigprodukten, nichts von vorgekochtem Einheitsbrei in Dosen und Tuben, egal wie praktisch sie sind und suche sie zu vermeiden, was vielleicht nicht immer gelingen mag. Dennoch: Ich mag das Feld, das Pflanzen und das Werden und das Ernten! Ich mag das Tun, das mit den eigenen Händen. Ich mag auch die Hilfe von Freunden und Wegbegleitern bei diesem Tun! Ich mag es wenn es echt ist. Wenn es wirkt. Wenn es einfach da ist. Auf Tubenspiritualität reagiere ich allergisch. Da bin ich unverträglich, ganz und gar. Ich sehe das als natürlich Abwehrreaktion und kann ganz gut damit.

Spiritualität ist ein eben Grundbedürfnis und es ist die Gabe zur Kommunikation mit der besselten Welt die wir alle zu Geschenk bekommen haben!

Wahre Spiritualität kommt nicht aus der Tube – sie kommt von innen, vom Herzen, aus der tiefsten Tiefe unserer ewigen Seele.

herzlichst

 

Georg

 

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Der Tod gibt keine Autogramme

Das Leben ist kein Theaterstück, der Tod ist kein Schauspieler, der Mensch ist kein Statist und die Welt ist keine Bühne. Wenn man das begriffen hat und da gehört schon ein wenig kritische Selbstbetrachtung dazu, dann stellt sich das Leben einem in ganz anderer Konsequenz und neuem Kontext dar. Nicht dass diese Sichtweise einen in die totale Depression zwingt, nein das absolute Gegenteil ist der Fall! Denn mit diesem beherzten Blick auf die Existenz, vor allem die eigene, erschliesst sich einem das “Wunder Leben” ganz neu! Das hat auch nichts Bedrohliches, denn die Bedrohung existiert ja nur auf der Bühne, innerhalb einer allgemeingültigen und von allen akzeptierten Inszenierung. Ausserhalb des ganzen (Affen- bzw. Primaten-) Theaters stellt sich die Welt ja als unendliches Wunder dar! Die Szenarien der Bedrohung schreiben wir immer schon selbst ins Stück! Und nur innerhalb des Stückes haben diese Bedrohungen auch Wirkung und Gültigkeit. Doch die Mauern des Theaters verwehren den Blick.

Natürlich ist es beiweitem einfacher, bequemer (weil gewohnt) innerhalb der Inszenierung seine achso wichtige Rolle zu spielen. Wahrer wird das ganze dadurch nicht, selbst wenn wir uns bemühen, unserer Rolle absolut gerecht zu werden. Gelernt haben wir sie ja von unseren Eltern, Erziehungsberechtigten, in unseren Konsumentenerzeugungseinrichtungen (sprich Schulen) und in dem was man “Gesellschaft” oder “System” im Allgemeinen nennt. Es sind übernommene Rollen in die man sich fügt, weil man es nicht besser kennt oder weiss. Die Frage nach Schuld ändert nichts.

Egal welches Stück gerade aktuell gegeben wird, am Ende siegt immer der Tod. Und mit seinem Sieg fällt der Vorhang ganz ohne wenn und aber. Da gibts auch keine Autogramme. Nix. Nur eine kleines Nebenstück im Stück. Die Bretter die die Welt bedeuten werden dann zum einsargen verwendet. Affe tot, Klappe zu, allgemeine Betroffenheit und grosses Erstaunen über das Ende, welches aber von vorneherein klar war. Ist ja nix neues, das mit dem Sterben und dem Tod und dem “in die Grube fahren”. Manche hoffen ja auf ein besseres Stück wenn der Vorhang wieder aufgeht, aber was da dann am Spielplan steht weiss genaugenommen niemand. In der Pause gibts Getränke und den Gang zur Toilette, vielleicht auch Popcorn aber das Theater zu verlassen ist nicht mit im Plan.

Also Unsterblichkeit als Alternative? Was wäre denn das Leben ohne den Tod? Länger. Mehr aber auch nicht. Und irgendwann vielleicht sogar elend langweilig. “Ewiges Leben” klingt ja schon irgendwie verlockend. Aber: “Lange” ist ja schon lang, aber “ewig” ist wirklich elend lang, also immer, ohne Unterlass, dauernd sozusagen. Alternativen? Natürlich! Gibt es! Aber da muss man umdenken und zwar gehörig und mit diesem Umdenken beginnt ein Prozess des Verstehens von Begriffen, die man vielleicht bis dato relativ locker gehandhabt hat ohne eigentlich zu wissen was sie sind! (nein, nicht “bedeuten” das ist was anderes)

Denken wir mal an “Unendlichkeit”, aber nicht im Sinne von ewiger Wiederkehr oder gar körperlicher Unsterblichkeit. Nehmen wir den Begriff mal bei den Hörnern, also ernst, dann meint es ein “Wirken in uns” oder, für die technisch Veranlagten: “das nicht-verloren-gehen von Information und Energie”. Das trifft es am ehesten. Und vielleicht kann man sich mit seinem Verstand darauf einigen, dass der Körper als perfektes Vehikel dient, um Information und Energie zu sammeln und die Seele so etwas wie ein echt grosses Speichermedium ist. Dann macht das SEIN schon Sinn. Dann macht auch dieses TUN einen Sinn! Denn vieles an Technik, vor allem jene welche unverfälscht geblieben ist, dient eben diesem Sammeln von Information und Energie und dem Gesunderhalten des Körpers, der uns ja eine gewisse Zeit lang gut und gerne dienen sollte. Auch dass wir unser Vehikel den Körper fit und gesund erhalten, ihn gegebenen Falles heilen, macht so viel mehr Sinn. Denn speziell wenn es um Heilung geht, muss man sich eine ganz essentielle Frage stellen: Wofür? Also, WAS zum Geier täte man denn mit dem geheilten Körper? WOFÜR würde man ihn nun, da er geheilt ist denn am sinnvollsten verwenden? Wenn nicht dafür dem Sinn unserer Existenz nachzukommen um Information und Energie (was ja das selbe ist), ja wofür denn dann? Dafür um weiter zu machen wie bisher? Wenn wir Heilung erfahren sind wir in einer Bringschuld! Jetzt zeigt es sich ob wir begriffen haben worum es geht! Jetzt wird es offenbar ob wir imstande sind einen Weg einzuschlagen, der richtig und klug und wesentlich ist! Jetzt wird klar, ob wir bereit sind uns fundamentaler Wahrheit zu stellen und zu lernen, denn jetzt, geheilt und wieder in der Kraft, hätten wir auch die Voruassetzungen dazu geschaffen!

Wenn ich behandle, also versuche in Zusammenarbeit mit meinem Klienten einen natürlichen Zustand wieder herzustellen, dann ist das Ziel immer dass er oder sie auch mit dem erreichten Zustand etwas Vernünftiges anzustellen weiss. Natürlich gelingt das nicht immer oder sofort auf Anhieb, denn jeder entscheidet letztlich natürlich selbst, was mit dem geheilten System getan werden will. Der Eine freut sich über seinen Heil-Sein und fährt voller Elan gegen die nächste Wand, wie bisher eben auch, ganz noch im Glauben der alten Rolle entsprechen zu müssen, um nochmal neu anzufangen. Der Andere lenkt radikal um, wirft das alte Drehbuch fort und entscheidet sich für einen anderen Weg – den Weg der Selbsterfahrung. Der Eine kommt zu mir oder in die Schwitzhütte wenn der berühmte Hut mal wieder lichterloh in Flammen steht, der Andere kommt wieder und wieder, ganz ohne zwingende Symptomatik und einfach aus dem Wunsch und Drängen heraus, sich weiter zu entwickeln. Nicht jeder will an die Wand fahren, nicht jeder braucht den brennenden Hut, nicht alle warten darauf dass die Symptomatik einen schmerzhaft in die Knie und von der Alltagsbühne zwingt. Auch hier: jeder tut was er vermag. Das ist keinerlei Wertung. Es ist schlicht das Beleuchten zweier möglicher Varianten mit dem “Geschenk Heilung” umzugehen.

Da es in meiner Arbeit so gesehen immer um Leben oder Tod geht, braucht es auch entsprechende Ernsthaftigkeit. Da es ja um das Leben des Anderen geht an dem man kurzzeitig teilhaben darf, ist es ethisch nicht vertretbar hier den Bespasser zu geben (was einen natürlich manchmal sehr sympathisch machen würde)! Da es hier um wirklich Wichtiges geht, und was gäbe es schon wichtigers als das eigene Selbst, ist es vollkommen klar dass eine Verwässerung der Werkzeuge die man zu treuen Händen erhalten hat, niemals sein und zugelassen werden darf! Die Dinge sind was sie sind! Und wie bei einem guten Werkzeug will es eben entsprechend verwendet sein! Man kann aus einem Schraubenzieher keinen Schraubenschlüssel machen – selbst wenn das angenehmer wäre und jene Schraube um die es geht unberührt bliebe, wäre das Werkzeug absolut nutzlos, egal mit welchem Aufwand, oder wie bunt und wunderlich glänzend man es gemacht hat! Es wäre seiner Funktion beraubt, zerstört, entstellt, profanisert und seiner Kraft verlustig gegangen! Es wäre tot. Man wäre am Ende des Stückes angelangt und schon wieder in der nächsten Aufführung gelandet.

Wenn wir aber die Werkzeuge in ihrer Natur belassen und verwenden wie sie konzipiert sind, wenn wir sie pfleglich behandeln, wenn wir die Räume in denen sie Anwendung finden als heilge Räume achten – wenn wir uns um Wahrheit und Authentizität bemühen, das Wunder im Blick, die Kraft und die Klarheit im Herzen – dann, ja dann schaffen wir Unendlichkeit in uns! Dann fällt kein Vorhang, und kein Stück endet, weil es keines mehr gibt! Dann beginnt Wahrhaftiges sein! Dann endet das Wort weil es Fleisch und organische Erfahrung geworden ist! Dann beginnt wirkliches Sein und die Freude über das Erreichte ist ein Fest! Es ist das Ende der Inszenierungen und der Verkleidungen! Es ist das Ende der sinnfreien und wirkungslosen Bespassung! Es ist das AUS für Egospielchen und Rollenwechsel! Das Theater bricht zusammen, wird zum Staub aus dem es gemacht worden ist und über all dem Ende strahlt eine neue Sonne ins nun offene Herz! Das ist der letzte Akt! Da fällt alles an Maske ab! Da steht man da und IST – und man ist nicht seine Rolle, spricht nicht den aufgezwungenen Text und wartet nicht auf das Geklatsche aus dem Dunkel der Zuschauerränge! Hier beginnt das wahre Leben. Hier werden wir Vision! Hier wirkt Unendlichkeit in uns! Hier erfährt die Seele wahre Heimat!

verlasst die Bühnen und Theater – denn da draussen scheint die heilende Sonne, da fällt der reinigende Regen und da weht der wahre Wind der Erkenntnis!

 

herzlichst

Georg

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Hypegesellschaft

Woran man einen “hype” erkennt? Das hat was von Silvester. Hypes sind wie Silvesterraketen: Eine recht kurze Lunte, dann geht das Ding hoch, alles gafft, dann der grosse Knall und ein feines, buntes, kurzzeitiges Feuerwerk – ein Spektakel das mal eben die Nacht zum Tage macht. Dazu viel Gestaune und Geklatsche. Dann kommt das ganze natürlich auch wieder runter und ist eigentlich für nichts mehr zu gebrauchen. Die ausgebrannte Hülse liegt dann in der Gegend rum und mancher nimmt, nachdem er sich die Asche aus den Augen gewischt hat und um die Pause bis zum nächsten Event zu überbrücken, das tote Teil nochmal auf, wirft es in die Luft und wartet auf das “bumm” und das “fzzz” – aber es kommt nichts mehr.

Wir leben in einer “Hypegesellschaft” in welcher eine bunte Feuerwerksrakete die nächste noch lautere und noch buntere ablöst. Es geht beinahe Schlag auf Schlag, pausenlos und alles starrt, atemlos, das Genick schon wie versteinert nach oben, fast taub vom ständigen Geknalle ringsrum, aber immer in freudigster Erwartung des nächsten kurzlebigen Spektakels. Das bedarf einer kritischen Betrachtung!!

Alles spielt sich dort oben ab, unerreichbar weit über den Köpfen der Zuseher und niemand schaut mehr auf den Boden der Realität, welcher übersät ist, von all den ausgebrannten Raketchen und so manchen qualmenden Rohrkrepierern. Wie schnell man vergisst, wie rasch man verdrängt, wie gut man darin schon ist die Enttäuschung durch die Vorfreude auf den nächsten bumms und das Aufflackern neuer Projektionen zu überspielen! Das Nichts verspricht alles, halten tut es was es ist – nichts!

Was man nicht mehr wahrnimmt, sind jene Schlauen und Schnellen im dunklen Hintergund, welche ein gutes Geschäft mit all den Böllern und Raketen machen. Was man auch nicht sieht oder nicht sehen will, sind deren willige Handlanger, die ebenfalls gegen Gebühr nun stolz das Feuer an die Lunten legen dürfen, ganz im Bewusstsein, dass da nichts an Nachhaltigkeit in den Himmel geschossen wird, oder gar fest überzeugt davon etwas ganz aussergewöhnlich Gutes zu tun und Teil eines grossen Ganzen zu sein – auch sie betrunken vom Spektakel, irregeführt von leerer Versprechung der man aus einem persönlichen Mangel heraus gerne anhängt. Sie handeln in der Hoffnung auf ideellen (auch spirituellen) oder nicht selten materiellen Gewinn und sind doch selbst die Betrogenen.

Was die Zuseher und Luntenanzündebeauftragten, also all die Teilnehmer der Inszenierung, allzuoft ausblenden ist, dass all das ihnen selbst auf den Kopf fallen wird, und dass man, die Nase im Himmel und knietief in der Asche der ausgebrannten Hinterlassenschaften der Hypegesellschaft kaum noch imstande ist, einen Fuss vor den anderen zu setzen. Man steht und gafft und beklatscht das Schauspiel und sich gegenseitig. Die Erfinder und Lenker des Ganzen sind da schon weit ab in sicherer Entfernung, auf dem Weg zum nächsten Event, denn sie wissen dass das was da vom Himmel fällt ganz ohne Wert ist. Was für die so Verlassenen Akteure bleibt ist was es war: der Schein, dessen Verpackung und die bittere Gewissheit mehr oder weniger aktiver Teil des nun abgebrannten Feuerwerkes gewesen zu sein. Den temporären Gewinn freillich haben Andere – und die planen schon den nächsten Hype.

Wer sich aber nicht einfangen lässt von all dem bunten Getöse, wer das Schlachtfeld verlässt auf dem zähnefletschend um jeden zahlenden Zuseher gekämpft wird, der tritt auf freies Feld, der spürt und sieht das lebendige Gras unter den Füssen! Wer sich endlich abwendet von all dem bunten Gelärme, der beginnt wieder zu hören was Natur, Welt und Seele für ihn als Botschaft bereithalten! Wer sich aus dieser gaffenden und betörten Masse löst, der findet wieder wirkliche Richtung und betritt neugierig und froh die alten Wege – jene Wege die da sagen “komm und schau, höre, fühle, erfahre, werde und sei!”

Es liegt an jedem selbst und wir entscheiden uns jeden Tag auf`s neue. Das ist die grosse Freiheit die wir zu Geschenk bekommen haben: Die Möglichkeit der Wahl worauf wir unseren Fokus lenken!

herzlichst

Georg

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