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Aufforstung

Man sollte das wissen, wie das ist, das mit der “Meinung” und der “Haltung”. Schnell wird das Wort in den Mund genommen und bei Bedarf ins Freie gelassen. Schnell ist man mit den Begriffen zur Hand um sie sich gegenseitig nicht nur vor die Füsse, sondern auch um die Ohren zu hauen. Und allzu oft wird man missverstanden, wenn man seine “Haltung” kundtut oder diese gar lebt. Denn “Meinung” und “Haltung” sind zwei ganz verschiedene Dinge, Richtungen, und im Endeffekt auch Wirkungen.

So meint “Meinung” genau genommen etwas das von aussen übernommen wird. Eine “Meinung” HAT man, zeitlich begrenzt natürlich. Sie ist ein zartes Bäumchen, das seine Wurzeln nur in die Oberfläche treibt um sich gerade mal so halten zu können. Sturm darf da natürlich keiner aufziehen – und falls doch das Bäumchen einmal entwurzelt und weg geweht wird, dann wird eben rasch ein neues gepflanzt, ganz nach Bedarf und Mode. Eigentlich ist “Meinung” nichts anderes als eine “Deutung”, eine Erklärung für dies und das, der man dann anhängt für so und so lange, bis zum nächsten Sturm. Ist ja auch ganz in Orndung so eine Meinung zu haben und sie bei Bedarf wieder abgeben zu können oder um sie, ganz still und heimlich auf jenem Komposthaufen zu entsorgen den man Vergangenheit nennt und von welcher man dann natürlich nichts mehr wissen will.

Das Bäumchen “Meinung” ist zwar billig zu haben, taugt aber auch nicht viel. Es wurzelt zaghaft und flach, wächst nur mässig und bringt auch keine wirklich wertvollen Früchte hervor. Bestenfalls trägt es ein farbenwechselndes Fähnchen im Winde, das aber anderen und einem selbst, zur fallweisen Orientierung dient. Schon gar nicht ist es frostbeständig, genaugenommen auch nicht einjährig, manchmal sogar eher nur eintägig. Mit anderen zusammen schafft man sich so gerne mal ein lichtes und billiges Meinungswäldchen an, das immerhin ein klein wenig beruhigenden Schatten spendet und in dem man sich ganz gut verbergen kann – bis zum nächsten Sturm, wie schon erwähnt. Aber es ist leider das Wäldchen des ewigen “bla-bla”. Es ist der Worthülsenforst, das Jammerwäldchen der gekränkten Egos und ständige, mit Ego überdüngte Konfliktplantage. In besagter Plantage stehen nicht etwa die Bäumchen der Erkenntnis sondern es drängen die Gewächse der Feigheit dicht aneinenader. Hier herrscht das dröge Diktat des launigen Flachwurzlertums und all ihrer Vertreter samt Verehrer. Hier gedeihen die allgemein erlaubten Früchte der Gleichmacherei und der Verdrängung. Hier sind die Herzen ebenso hohl wie die mickrigen Früchte so es denn überhaupt etwas zu ernten gibt. Im Schatten dieser Wäldchen sind die plärrenden Orchester voll von jenen, die keine Ahnung von Tuten und Blasen haben aber umso eifriger Lärm erzeugen, den man sich dann gegenseitig aufmunternd und doch immer etwas mieselsüchtig beklatscht. In diesen Wäldchen gedeihen Vorurteil und Ignoranz im extremen Klima von links und rechts. Hier wird die um sich greifende Borniertheit zur Tugend erhoben und fehlende Tiefe und Authentizität durch einschläfernde Bauchladenmeinung und Propaganda ersetzt. Die Konsequenzlosigkeit ganzer Generationen wird als dem “Zeitgeist” geschuldet erklärt, abgetan und entschuldigt. Es ist politisch-wirtschaftlich-religiös motivierte Landschaftsverhunzung im zittrigen Blätterwald kolportierter und ständig neu ab- und durchdiskutierter Meinungsvielfalt. Man neidet einander jedes Blatt am Ast und jeden noch so kleinen Apfel, auch den faulen und über allem schwebt die latente Angst vor dem Herbst, der die Blätter fallen lässt. Knietief im Kompost aus zäher Altmeinung festgebunden, glaubt man sogar ein eigenes Wurzelwerk zu haben – welch fataler Irrtum! Doch langsam, hier gilt es vorsichtig zu sein: es geht nicht um Schuld! Denn jeder tut was er vermag, an eben jener Stelle an der er steht – und Erkenntnis, Besserung und Änderung sind immer möglich! Vielleicht braucht es sogar das Flachwurzlertum um zu erkennen wie nötig die Tiefe ist, vielleicht ist es Teil der eigentlichen Entwicklung – möglich sogar dass das Flachwurzelbäumchen temporärer Ersatz für tiefe Wurzel ist, und die Orkane welche es wieder und wieder ausreissen und forttragen, wichtige Lektionen im Leben sind die es zu lernen gilt – wer weiß? Eine weitere Frage die sich stellt und die vermutlich die wichtigste ist: wie lange will man dort verweilen, wie seine Zeit verbingen? Oder anders: WIE will man SEIN?

“Meinung” ist das eine aber “Haltung” etwas ganz anderes. “Haltung” im Sinne eines ernergetischen Zustandes, ist aus echter innnerer Entwicklung gewachsen und nicht von aussen übernommen! Der Samen für sie war tief in einen gelegt worden und braucht Zeit um zu werden, bei jedem! Zu Beginn des Seins in dieser Welt mag da nichts zu sehen gewesen sein an der Oberfläche, aber tief in einem begann der Wachstumsprozess. “Haltung” beginnt im Innen. Sie wurzelt in der Tiefe, drängt nach oben und wird irgendwann sichtbar. Da staunt man dann schon mal auch selbst darüber. Da ist man schon mal verblüfft, wenn da ein starker Baum gedeiht, mit tiefen Wurzeln, standhaft im Sturm des Lebens! Aus den dürren Bäumchen der Oberfläche die kaum Früchte tragen, gewinnt man bloss das Papier für die Druckindustrie der Meinungsmacher – aus  den Früchten des Baumes der “Haltung” aber gewinnt man Vision, wahres Leben und sinnvolles Sein.

“Haltung” entsteht vor allem in bestimmten Räumen, in den auf die eigene Tiefe reduzierenden Feldern, im Ritual, im spirituellem Tun. Sie ist das Ergebnis ebensolcher Erfahrung. Sie ist die Frucht. Sie ist das Ziel. Der Weg zur “Haltung” mag nicht ganz leicht sein und neben den Werzeugen die es braucht um sie zu entwickeln, nötigt es uns auch Geduld ab. Es ist eine Wahl. Das ist eben die Entscheidung die man bewusst treffen mag, oder die in einem auf wundersame Art und Weise auch ganz von selbst getroffen werden kann! Das Helfende hier ist nicht nur das eigene Bewusstsein für diese Zusammnenhänge, sondern auch jene spirituellen Zugänge und Räume, in denen uns unsere Ahnen und andere Wesen anleitend und fördernd zur Seite stehen. Es braucht eigentlich nur ein offenes Herz, eine grundlegende Bereitschaft, denn die “Haltung” wächst und erstarkt, ähnlich einem Muskel den wir trainieren. Haltung “erlernt” sich nicht im herkömmlichen Sinne sondern ist ERGEBNIS eines TUNS. Nicht der Weg der Theorie führt zu ihr, sondern in der Tiefe gemachte (Selbst-) Erfahrung! Auch dass Erfahrung Zeit braucht soll nicht verleugnet sein – und Erfahrung kommt mit dem TUN, mit der PRAXIS – und das ist immer das Merkmal jener Dinge die echt und wahr und letztlich ohne Zweifel sind! “Meinungen” gibts gegen bare Münze an jedem Kiosk, “Haltung” aber ist angestrebter und mehr und mehr erreichter Zustand, also nur in DIR selbst zu bekommen! Jenen  Zustand zu erzeugen, aus welchem “Haltung” entsteht mag zwar nicht ganz so einfach sein da es Neuoreintirung und etwas Aufwand braucht, aber dennoch ist es nicht kompliziert da es ohnhin in unserer Natur läge einen solchen energetischen Zustand und daraus resultierende Haltung zu entwickeln! Der Same ist ja da und er ist bereits in Dir – auch die Werkzeuge und die Räume in denen man diese anwendet sind vorhanden! Alles steht bereit!

So entstandene “Haltung” verunmöglicht einem so manches was gegen den eigenen Lebensweg oder die eigene Natur ginge! So tief wurzelnde “Haltung” ist nicht korrumpierbar! Solch ein starker Baum, mit tief reichendem Wurzelwerk bietet einem echten Schutz vor den Orkanen die da um uns wüten! Dieser Baum richtet uns auf, gibt uns Schatten und Halt, er ist weit mehr als nur sichtbares Zeichen gemachter Entwicklung, denn er ist Lebensweg, Lebensmotto und zugleich übergeordnetes Ziel! Und er ist stark! Was dem “Meinungsbäumchen” zerreissender Sturm war, ist dem “Haltungsbaum” nur ein launiges Lüftchen. Und ja, manchmal steht man vor diesem Baum und bekommt eine Axt in die Hand gezwungen, meist von jenen, die ihre Meinungsbäumchen gefährdet glauben. Man wird mit Nachdruck aufgefordert den Baum wider besseres Wissen zu fällen um sich endlich mal anzugleichen an den Rest. Aber alles in einem sträubt sich gegen diese Rodung – man will und mehr noch, man KANN ihn gar nicht fällen, weil dieser Baum bis ins eigene Herz wurzelt, weil er man selbst ist! Diese “Haltung” zeigt sich naturgemäss in allem was wir tun. Sie ist es die uns zum authentischen Menschen macht! Sie bedarf keiner ans dürre Bäumchen gebundener bunter “Moral” weil ihr natürlicher Ursprung in ihren ethischen Wurzeln liegt. Und selbst wenn man es versucht, selbst wenn man den Schlag gegen den Baum führte – die Axt würde zersplittern, ganz ohne Wirkung zu zeigen und so ganz lächerlich werden in ihrer vorgespiegelten Macht! Schlimmsten Falles wäre es ein Kratzen an der Rinde, mehr aber auch nicht.

Natürlich sorgt echte, gewachsene Haltung manchmal für ziemliche Irritationen im Umfeld. Da wird man rasch aus dem lichten Bäumchenwald gejagt weil da die allgemeine Kompatibilität kaum mehr gegeben ist und “Meinung” als Emulgator um einen als “allgemeine” zu kleben nicht mehr funktioniert. Die Resonanz des eigenen Systems und dadurch das ganze Resonanzverhalten in dem uns umgebenden  hat sich ja massiv verändert! Man selbst ist anders! Man selbst ist ganz wieder Seele! So fällt der eigene Fokus auch wieder mehr auf Seelenverwandtes! Anderes liegt nun auf dem Lebensweg bereit. Vorbild statt Feinbild! Die Qualität ist eine andere! Das eigene Selbst ist frei! Das Verlassen des Flachwurzlerwäldchens ist ein wirklicher Gewinn! Denn der Rauswurf aus dem lichten Wäldchen ist auch Befreiung von vorgefasster Meinung und stillem Vorurteil und man begegnet jenen, die einem von Natur aus nahe sind, auf neuer Ebene – jener des befreiten, des liebenden Menschen – man erkennt einander neu!

Auch die Liebe ist “Haltung” und Zustand. Wäre sie nur “Meinung” – sie würde auf ewig enttäuscht und enttäuschen! Sie wäre je nach Windrichtung mal da, mal dort und würde keinen Sturm überstehen. Mit dem Erstarken des tiefwurzelnden Baumes, erstarkt auch die Liebe neu und trägt Früchte. Ebenso ist “Fokus” nichts anderes als “Haltung” – eine energetische Ausrichtung die es vermag uns wohl durchs Leben zu führen! Sie ist dieser eine Lebens-Kompass den es braucht um nicht verloren zu gehen! Haltung ist Richtung, Weg und Ziel und wer mit “Haltung” durchs Leben zieht, der erlebt echte Freude, auch Beständigkeit, Klarheit, Ruhe, Kraft und Liebe – denn dies sind die Früchte des Baumes der sich da, die Wurzeln tief im eigenen Selbst, gerade und stark in die Welt streckt!

 

Eine Aufforstung der Haltung braucht die Welt, nicht noch mehr trennende Meinungen –  und Ethik wie Liebe braucht es mehr, als alle oberflächliche Moral. So ist Haltung auch gleichzusetzen mit Respekt! Eine aus der tiefsten Tiefe empfundene Gleichheit mit allem das ist!

 

herzlichst

Georg

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Lebensacker

Das Leben ist ein Acker. Zunächst suchen wir oft lange nach ihm. Dann stecken wir ihn ab. Endlich kommt das Pflügen, und dabei trifft der Pflug schon mal auf Steine, manche sind grösser andere wiederum kleiner. Wir nehmen die Steine, und das ist echte Arbeit, aber wir bauen aus ihnen keine Mauern um uns, sondern legen sie dankbar nahe der Feuerstelle der Schwitzhütte.

Dann legen wir die Samen in den Boden und hoffen dass diese aufgehen und reiche Frucht bringen. Noch wissen wir nicht welcher Samen für welchen Boden geeignet ist, aber das bringt die Erfahrung, das Tun, der Versuch. Es lehrt und Zuversicht und Vertrauen.

Wir pflegen den Acker und jäten – und wieder treten Steine zu Tage. Manche Seine sind Steine die man uns in den Weg gelegt hat, andere sind Steine des Anstosses und mache hat man sogar auf uns geworfen. Wir nehmen diese Steine auf, aber werfen sie nicht nach dem vermeintlichen Verursacher, sondern legen auch sie, sanft und liebevoll zu den anderen nahe der Feuerstelle – ganz im Bewusstsein dass jeder getan hat und tut und was er eben vermag.

Auch manches Unkraut wird aufgehen, es wird vielleicht wild wuchern und drohen die zarten Pflänzchen, aber auch die grösseren Pflanzen zu ersticken. Es sind die Zweifel die aufkommen, die Emotionen, die Wertungen und Schuldzuweisungen die unseren jungen Pflanzen die Sonne streitig machen. Geduldig ziehen wir das Unkraut aus dem Boden und legen es ebenso wie die gesammelten Steine, ganz in Ruhe und im Frieden mit uns selbst zur Feuerstelle der Schwitzhütte.

Dann endlich kommt die Ernte und wir werden erkennen welche Saat richtig für den Boden war und welche eben nicht aufgegangen ist, so sammeln wir Erfahrung für das nächste Jahr, für die nächste Aussaat. Die Ernte wird gut sein und einen Teil davon legen wir dankbar und voller Freude auf den Altar der Schwitzhütte. Wir geben etwas von dem Reichtum der uns zufiel an die Grosse Mutter zurück. Erntedank. Bewusstsein für Zyklen, für Geburt und Tod und das Dazwischen. Kreise schliessen sich so.

Und dann wieder das Pflügen – und nochmals finden sich neue, alte Steine. Manche davon sind begrabene Hoffnungen, andere wiederum sind vergessene Wunden und Verletzungen. Auch diese Steine legen wir zu den anderen, ganz ohne Vorwurf und ohne sich in der Betrachtung von Vergangenem zu verlieren. Dann darf der Acker ruhen.

Und wir? Nun, wir entzünden das Schwitzhüttenfeuer, auch mit dem nun trockenen Unkraut. Acker der wir sind, stehen wir um das wärmende Feuer, ganz Körper, Herz und Seele, ganz Mensch. So gewinnen die gesammelten Steine an reinigender Kraft und sie lehren uns dann im Dunkel der Schwitzhütte, im Bauch von Mutter Erde welche Gnade es ist, unseren Lebensacker bestellen zu dürfen! Jahr für Jahr, wieder und wieder, ein ganzes wunderbares Leben lang!

aho

herzlichst

Georg

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Warum?

Immer wieder werden wir gefragt warum wir nicht anderswo unsere Seminare oder Behandlungen anbieten, bzw. warum wir nur sehr selten auf Messen usw. zu finden sind? Nun, die Antwort ist eine ganz einfache: Wir haben hier viel zu tun, was unendlich schön ist. La Mesada will erhalten sein, da gibt es viel Arbeit am Gelände im Garten und im Wald. Es fehlt schlicht an der Zeit um auch noch da oder dort zu sein, wobei es Vieles gibt wo wir gerne aktiver Teil sind, alleine schon der Menschen wegen. Zudem haben wir das Reisen eingeschränkt, auch aus den Gründen wir bereits genannt – und auch unsere Hunde Baldo und Anuk wollen mit uns sein, was eben nicht immer möglich ist.

Gerne waren und sind wir z.B. in Wörschach so es sich einrichten lässt, auch in Klagenfurt werde wir immer wieder sein, aber eben nicht in jedem Jahr ist das möglich. (Klagenfurt heuer sehr wohl)  Auch weit zu fahren, so wie früher bis nach Darmstadt, Saarbrücken, oder in den Westen Österreichs ist schön länger Vergangenheit. Unser Zentrum ist eben hier im Südburgenland: unsere grüne Insel La Mesada, die wir dankbar verwalten und bewohnen dürfen. Auch unsere Reisen nach Übersee haben ganz persönliche Gründe, sind fixer Bestandteil unseres Weges und an terminliche Voraussetzungen gebunden, auf welche wir keinen Einfluss haben – dies hat entsprechend Auswirkungen auf unsere Planung und eben darauf, ob wir an diversen Veranstaltungen teilnehmen können.

Das sind die Gründe und wir danken Euch für Euer Verständnis.

herzlichst und auf bald

Heidi und Georg

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Der Zeit voraus

Manche Dinge kommen zu einem und sind ihrer Zeit etwas voraus. Sie erscheinen uns neu und vielleicht sogar etwas befremdlich, was daran liegt dass sie ausserhalb unserer gewohnten Sichtweise liegen und eben, der Zeit etwas voraus sind. Sie sind also jener nächste Schritt der nötig ist, aber den wir noch nicht getan haben! Dennoch sind diese Dinge wirklich wichtig und wollen schon jetzt weitergegeben und getan sein, egal ob sich dafür ein sogenannter “Markt” anbietet oder nicht! Alles braucht eben seine “Vorlaufzeit” und wächst langsam aber stetig und wird stark dadurch. So verhält es sich mit den Sechzehn Urstrukturen und den Tinatlán Seminaren. Ich weiss seit vielen Jahren um die kraftvolle, verändernde Tiefe dieser Arbeit und jene, welche diese Tiefe bereits erfahren haben, sehen die Welt mit neuen Augen. Natürlich sind wir damit unserer Zeit etwas voraus – weil die aktuelle Zeit den Fokus ganz auf das lärmende Draussen hält, die Arbeit mit den Urstrukturen aber tief in unser Innerstes führt und uns lehrt und erfahren lässt, was und wer wir in Wahrheit sind. Wenn Zwänge wegfallen, wird auch unendlich viel Energie frei die wir bewusster und sorgsamer einsetzen können als zuvor. Auch unser spirituelles Tun erfordert das frei sein von störender Prägung um sich nicht in Wunschvorstellungen und Selbstinszenierung zu verlieren. Es braucht einen klaren Geist, das ist es wonach Herz und Seele immer schon verlangen. Der Weg zum Selbst-Sein muss klar sein, ohne Verwirrung und erschöpfender Emotion, dafür voller Kraft und Liebe zur Welt. “Werde endlich was Du bist!” – Dies ist das Motto, der wohlwollende Aufruf an uns! Dies ist auch die Freiheit der Wahl die wir haben: entweder weiterhin fast blind im Nebel des Alltäglichen nach Sinn zu suchen, oder endlich zu finden was immer schon da war um zu sein was wir sind!

Auch die Arbeit an unseren Prägungen ist hier enthalten. Mehr aber als die blosse Betrachtung derselben, geht es um die Kenntnins der Funktion, also wie sie wirken, wie sie uns behindern, oder wie sie uns die Welt zu sehen zwingen. Es geht aber nicht um die Verursacher oder gar die traumatisierende Vergangenheit, sondern immer um das JETZT! Denn egal wann wir verletzt und somit geprägt wurden – beheben können wir die entstandenen Schäden nicht im “Damals” sondern eben im JETZT.  Wir wühlen NICHT in der Vergangenheit oder druchforsten sie mühevoll nach Ursachen! Wir TUN im JETZT! Hier ist das praktische Tun, die Technik  im Vordergrund – das Sich-Befreien von eben diesen Prägungen! In dieser auch physischen und dynamischen Arbeit wird uns alles an Wechselwirkung, an Resonanz bewusst welche auf der Basis von Aktion und Reaktion unsere Welt gestalten. Hier bietet sich die Möglichkeit sich wirklich zu verändern und somit eben auch die Welt die uns umgibt – denn alles ist Resonanz! Nichts und niemand kann sich ihr entziehen – und das ist gut so. Das mag auch für Irritationen im Umfeld sorgen – denn wir “funktionieren” nicht mehr wie gehabt! Die Knöpfe auf die man bisher drücken musst um Reaktion x oder y zu erzeugen funktionieren eben nicht mehr. Aber keine Angst: Das Umfeld wird sich an den neuen Menschen gewöhnen. Es braucht eben nur ein klein wenig  Zeit. 🙂

Wir bestehen aus diesen sechzehn Urstrukturen, sie sind es die uns ausmachen. Sie bilden unser wahres Selbst, ganz ohne hindernde Prägungen! Die Urstrukturen und deren universelle (weil aus dem Universum stammende) Geometrie und Gesetzmässigkeit sind die Basis des Wunders unserer Existenz und sie von lästiger Prägung zu befreien macht echte Freude! Es macht Freude weil wir mehr und mehr zu uns selbst finden und dem Zwang der Prägungen und der aus ihnen resultierenden Muster entkommen! Wir erfahren uns als Teil des Ganzen und dringen tief in die Geheimnisse des Seins ein – dies bedarf natürlich eines tieferen Verständnisses von energetischen Zusammenhängen. Erlangen wir dieses Verständnis, dann klärt sich so vieles auf, dann wird so vieles logisch nachvollziehbar – und das ganz ohne die eigene Vergangenheit bemühen zu müssen. Alles wird leichter. Der Blick auf sich und die Welt wird endlich wieder klar! Erfahrbarkeit des Seins ist das Ziel!
Wir begreifen Schritt für Schritt wie die Urstrukturen wirken, wie sie uns und unser Leben gestalten. Wir kultivieren was wir von Natur aus sind, befreien uns von Altlast und vor allem von störender Prägung, aber ganz ohne Schuldzuweisung und ohne Vorurteil! Die Urstrukturen lehren uns auch eine neue Sprache, ermöglichen uns einen ganz neuen und unbelasteten Blick auf die Welt, ganz ohne Wertung, befreit und klar. So eröffnet sich einem der eigene Weg, so werden wir was wir von Natur aus sind. Auf diese Art findet sich auf der berühmte “Lebensweg”. Denn wenn es “Dein” Weg sein soll stellt sich die unweigerlich auch Frage wer Du bist! Und wenn das Selbst wirken kann, wenn es sich beantwortet, also nicht mehr im Spiel der Prägungen gefangen ist, ergibt sich auch im Aussen das was dem eigenen individuellen “Innen” entspricht. Wenn störende Prägung wegfällt, endet schlicht und ergreifend das Spiel der Emotionen und das wahre Leben beginnt. Das dies etwas an Arbeit braucht ist wohl jedem klar der begriffen hat, dass von nichts – nichts kommt. Also auf! Die Arbeit suchen! Aktiv werden! Pionier sein! Eine Brücke bauen und sie beschreiten! Einen Weg eröffnen und ihn gehen! Aus eigener Kraft! Mit klarem Verstand und freudigem Herzen!

Diese Arbeit ist klar jenen vorbehalten die sich die Mühe machen und den Mut aufbringen in die eigenen Seele zu blicken. Es ist das Tun der Pioniere, die dann auch wiederum Wegbereiter für andere sind! Es ist wohl der spannendeste Zugang zur Welt den ich kenne, der klarste Blick auf das eigene Sein, weitab von Glauben und Vorstellung. Es ist ein logisches Verständnis für die Zusammenhänge und bringt uns zu einem konsequenten Tun voller Neugierde und Freude! Dieses Tun ist gelebte Praxis! Es hat immer mit dem täglichen Leben zu tun und lässt uns auch den Alltag besser bewältigen! Wir stehen stabiler im Leben, egal ob im Beruf, der Familie oder unserer Spiritualität. Wir halten den Fokus leichter auf das Wesentliche gerichtet! Das Lamentieren und Jammern üder die “Schlechtigkeit der Welt” oder die eigene, schmerzvolle Vergangenheit endet und wird ersetzt durch ein grosses “ICH KANN MICH VERÄNDERN!”.

Mag sein dass sich dieser Weg nicht der breiten Masse eröffnet, nichts desto trotz ist er wichtig und ein Werkzeug zur Gestaltung und Kultivierung des Selbst. Jene, welche dieses Werkzeug  das ein grosses Geschenk an uns ist nützen, erfahren sich und die Welt neu, erkennen die Zusammenhänge, erleben wirkende Urstruktur und werden so zum aktiven Gestalter ihres Seins! Sie werden zum Pionier einer neuen Zeit, zum Vorreiter und Vordenker, zum Impulsgeber und vor allem werden sie frei vom Zwang der Prägungen! Dieses Tun zieht Kreise. Diese Arbeit verändert vieles! Mir diese Arbeit wichtig – denn wenn wir die Welt verändern wollen – dann müssen wir zuerst uns selbst verändern! Es ist die Arbeit am Fundament auf dem unser “Haus des Lebens” gebaut ist. Die Kreise wachsen stetig und die Bewegung die wir in uns erzeugen erreicht auch Andere, da wir “Menschenfamilie” sind, also verwandt mit jedem und allem das IST – dies ist die Kraft der Resonanz, und sie beginnt mit und in uns selbst!

Ich liebe diese intensive und spannende Arbeit, welche sich erst im Tun in ihrer ganzen Wirkkraft erschliesst und bin dankbar dafür, dass dieses Wissen vor Jahren auf wunderbare Weise zu mir kam. Ich liebe dieses Tun im kleinen Kreis, die Intensität dieser Arbeit, das Leuchten in den Augen der Seminarteilnehmer wenn die Klarheit Einzug hält, die Freude über die eigene Erkenntnis und Erfahrung. Ich liebe die Momente in denen Prägung abfällt und das wahre Selbst nach vorne tritt und uns einander als Bruder, Schwester, als reiner Mensch erkennen lässt! Ich liebe es von den positiven Auswirkungen zu hören und miterleben zu dürfen, wie der Mensch sich selbst und daruch die Welt zu verändern beginnt. Ich liebe die Tiefe der Erkenntnis, wenn sich Schicht um Schicht an störender Prägung abträgt und sich immer mehr an Klarheit einstellt. Ich liebe dieses TUN! Und ja, ich liebe es der Zeit ein klein wenig voraus zu sein! 🙂

habt Mut, geht voran, es lohnt sich!

herzlichst

Georg

 

p.s. ich freue mich wenn Ihr Eure Erfahrungen was diese Arbeit angeht, als Kommentar hier anführen wollt. Es hilft anderen auch einen Zugang zur Thematik zu finden. Danke.

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Gerüchteküche

Das hat schon was, dieser “Gruss aus der Gerüchteküche”. Eine leckere Kleinigkeit zum Anfüttern. Nichts genaues, etwas vage, aber doch so fein gemacht dass das Ego unbedingt mehr davon möchte. Speichelfluss setzt ein, bei manchen sogar der Geifer. Das ist auch nichts Neues, das war ja schon immer so – die Gerüchteküchen der einschlägigen “Restaurants” haben immer schon Hochbetrieb gehabt, vor allem in Zeiten der persönliche oder allgemeinen Krisen, der Unsicherheit und wenn man ganz vom eigenen Weg abgekommen war. Ganz egal wie die Restaurants und Gasthäuser auch im Laufe der Zeit geheissen haben mögen, die Küchen sind die selben geblieben, samt ihrem Prinzip. Einige Traditionshäuser sind ja überaus berühmt für ihre Küche, so zum Beispiel Das “Gasthaus zum ewigen Neider”, dann das viel besuchte “Restaurant Missgunst” und auch das Selbsbedienungsetablissement “zur späten Rache” seien da genannt, nicht zu vergessen der Gerüchte-Schnellimbis “zum aufgblähten Ego” oder die “Nörglerstube”sowie das “Haus Unvermögen” und der “Verletzer Stolz Keller”. Die Menueauswahl in diesen Häusern ist zwar durchaus überschaubar und etwas primitiv, aber sie hat dafür eine lange Tradition. So ging und geht man immer noch, wenn der eigene Weg mal holprig wird gerne dorthin um auch mal was ganz besonderes zu bestellen – und man bestellt ja selbige Infamität für die anderen gleich mit! Das ist ja das wundervolle an diesen Gerüchteküchen – sie liefern wirklich überall hin! Ganz egal ob Stadt oder Land, ausgeliefert wird immer – und man kann auch an Jene liefern lassen, die selbst gar nichts bestellt haben! Auch Abos gibt es, ganz wunderbar, praktisch. Das ist schon verlockend und beschäftigt einen mitunter das ganze Leben über. Da kann man schon mal ganz wichtig sein, so als Besteller oder auch als Auslieferer – und erst als Koch! Zudem ist die Gerüchteküche vordergründig ungemein billig – sie kostet immer nur die Wahrheit und manche Besteller und Verteiler glauben (meist zu Unrecht) ja jede Menge davon zu besitzen. Zur Not nimmt die Kasse auch die Lüge, man kann auch anschreiben lassen wenn man Stammgast ist. Am Ende aber bezahlt jeder und ganz ohne Ausnahme mit dem letzten Groschen Glaubwürdigkeit und steht dann mit leeren Taschen da, dafür jedoch mit jeder Menge schlechtem Gewissen – aber wer mag schon so weit denken?

Was man unbedingt wissen sollte über die Gerüchteküche ist, dass es mit den Zutaten, der Hygiene und vor allem den Köchen nicht grad zum Besten steht. Natürlich sind die Zutaten nicht ganz der Wahrheit entsprechend und auf einem so elendem Mist gewachsen, dass man ihn nicht mal als Dünger für was auch immer verwenden würde.  Die Neugierde (bzw. Sensationsgeilheit) ist das Glutamat für jedes eigentlich ungeniessbare Lügengericht. Halbwahrheiten sind die perfekte Garnitur und der Lügengarten ist der fleissige Hauptlieferant für all das faule Gemüse das da in die Pfanne kommt. Und die Pfanne, nun, die starrt vom ewig gleichen Fett, ranzig, abgestanden und eigentlich mehr als nur widerlich. Dennoch, es brät sich ganz toll darin. Dann die Köche: Eine ganz eigene Art von Mensch scheint das zu sein. So ohne jeden Skrupel, ganz ohne Sinn für das so Angerichtete, die Mütze aus Ego reicht bis knapp unter die rußige Küchendecke und selbst die Bemühung um ein ach so adrettes Äusseres schlägt fehl, weil der Gerüchteküchenmief doch immer verrät was man so treibt! Selbst die weisse Weste aus “ehrlicher Betroffenheit” nützt da nichts. So rühren sie das Bestellte eifrig zusammen und sind stolz auf den Lügenbrei samt verleumderischer Beilage der dann seinen Weg in die hungrige Welt findet. Natürlich empfinden sich die Köche in Tateinheit mit den Zustellern ja nur als Befehlsempfänger, schuldlos natürlich und danach, wenn sich das Ger(ü)icht dann als gänzlicher Unfug herausstellt, also ohne jeden Wahrheitsgehalt, dann wird von nichts gewusst – Schulterzucken in der Garanstalt der Lügenbarone, ein mattes Lächeln über den zerstörten Ruf des Anderen, dann rasch weiter zur nächsten Bestellung und ab damit zur Auslieferung. Übrigens: man gibt dort auch Kochkurse, das ist schon Tradition und jeder der`s lernen will, das Gerüchtekochen darf mittun! Das lernt man mancherorts bereits als Kind, wächst damit heran und hinein und die Kocherei samt Auslieferei, wie auch das Bestellen als Gast wird einem zur Natur gemacht und geht dann wie von selbst. So kocht man auch zuhause bereits tradiert, in x-ter Generation. Reichlich kreativ, viel und fett kocht man da, und schickt das Gekochte dann eillig nach draussen, denn kalt werden soll´s ja nicht! Man wird dann auch beklatscht für seine Kochkunst – und das liebt man dann schon sehr, das Wichtig-sein.

Trotzdem bleibt das Gerücht eben Gerücht und hat als Pfanne die Missgunst, als Herd das “eigentlich-keine-Ahnung-haben”, als Hauptbestandteil meist den Neid und als Zutat die Wut über das eigene Versagen (zugegeben eine geheime Zutat die nichteinmal dem Koch ganz bewusst ist). Bezahlt mit Wahrheit – und ganz egal ob im Pappteller serviert oder auf teurem Porzellan, so verdirbt dieses fiese Gericht auf Dauer die Herzen der Menschen. Es frisst sich durchs Gedärm, bei allen, bis ins Mark, auch in die Köpfe – und die Wahrheit, die Einsicht, die Fähigkeit zur Selbstbetrachtung, vor allem der Mut um kritisch zu hinterfragen werden träge, schwinden und sterben mitunter ganz ab. Dafür aber gibts “Meinung” zum Dessert, jede Menge davon, ganze Pötte voll und dazu riesige Löffel um sich gegenseitig abzufüttern bis nichts mehr geht und als Digestive, zur Verdauung des kaum Verdaubaren, reicht man ein grosses Glas “Vergessen und Verdrängen” oder aber ein Stamperl hochprozentige “Ich-bin-ja-auch-drauf-reingefallen-Mischung”. Das beruhigt ungemein. Das macht einen irgendwie selbst zum armen Opfer. Das fördert den Schlaf und dämpft das Schuldbewusstsein. Das lässt einen dran glauben dass alles wieder gut ist und vergessen. Temporär zumindest…

Da muss man schon vorsichtig sein, denn die Gerüchteküche ist weit verbreitet und outet sich nicht! Sie stellt sich ja nicht hin und sagt mit Leuchtbuchstaben “hier gibts Gerüchte!”- nein, ihre Marketingstrategie ist das Behaupten von Wahrheit. Sie ettiketiert sich einfach um, klebt sich die gefälschten Gütesiegel ans Schild. Sie täuscht dort Wissen vor wo nicht einmal Ahnung ist! Sie hat unmerklich selbst in die besten Häuser Einzug gehalten und zerstört deren Reputation im Sinne von Glaubwürdigkeit und Ehre von innen her! Sie ist das neue Fastfood für`s Ego! Sie ist das “drive-in” des verwirrten Menschen. Sie ist der Würstelstand der von sich selbst und dem Leben Enttäuschten, sie ist die Fütterungsanstalt der Wichtigtuer und Eh-schon-Wisser, der feigen Denunzianten, der Wahrheitenpantscher und Rufschädiger. Sie lockt stetig, weil sie uns von dem was an uns selbst unangenehm wahr ist, abzulenken imstande ist! Und man  glaube ja nicht dass man da ganz immun gegen sie sei! Denn Sie ist der Wirt und das Ego der willige und vor allem überaus hungrige und nie satt zu bekommende Gast! Es gibt auch keine Impfung! Es bleibt nur die Arbeit an einem Selbst, an der eigenen Haltung. Das erzeugt Antikörper und Abwehrreflexe. Es braucht vor allem aber auch einen klaren und mutigen Blick auf sich selbst. Es nötigt ein befreites Schauen auf die Welt und einen guten, authentischen Weg, der dann natürlich auch gegangen sein will.

Genug gekocht von diesem Zeug! Also ich hab mir die Freiheit genommen mir meine Lokale selber auszusuchen und am liebsten esse ich daheim, ganz ehrlich. Ich bin es leid diese unbestellten Gerichte die man mir liefert nach irgend einem Wert oder (Halb-)Wahrheiten durchzustochern. Ich geb sie in die Tonne, gleich nach Erhalt, samt der Schachtel auf der “Wahrheit” steht. Und wer mag oder wer klug ist, der kann die Gerüchtemenues selber in die Tonne treten ohne sie mir vorher in die Hand zu drücken um dann die Flucht ins “Ich-wusste-von-nichts-Land” anzutreten. Es liegt an uns, lag es immer schon! Wir selbst regeln ja das Angebot, weil wir selbst auch die Nachfrage bestimmen! Das hat mit geistiger Hygiene, dem Mut zur Wahrheit und der Arbeit an uns selbst zu tun! Es hat damit zu tun ob wir unseren Fokus halten können und es hat mit Wert zu tun, mit dem Wert dem wir unserer Lebenszeit geben und er bestimmt sich dadurch wie wir sie verwenden und wofür!

Ernsthaft: Gerüchte aus jenen Küchen sind nichts für den feinen Magen eines aufgeklärten, vernunftbegabten und vor allem eines zur Einsicht fähigen Menschen. Und falls Ihr selbst hin und wieder ungefragt so ein Gerüchte-Gericht ins Haus geliefert bekommt (wenn auch nur um es auszuliefern), dann überlegt wem es wohl nützt! – Da sind ja nicht viele deren Egos einen Nutzen ziehen könnten: Es sind der Besteller, der Koch und der Lieferant, und all zu oft ist das sogar ein und die selbe Person! Euch kostet es am Ende die Glaubwürdigkeit und das Vertrtauen in Euch selbst. Also gleich in die Tonne damit! Nicht mal zurückschicken! Gar nicht erst nach dem einen mickrigen Körnchen Wahrheit darin suchen das eventuell und zufällig seinen Weg hinein gefunden haben mag!  Nicht mal sich drüber ärgern und schon gar nicht davon kosten! Ab in die Tonne – mit Wonne! 🙂

herzlichst

Georg

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Kreise statt Krise

Manche Reisen sind so. Da öffnet sich ein heiliger, kraftvoller Kreis. Man wird auf- und angenommen, ganz ohne Vorurteil. Man gibt sich dem hin was ist, man gibt sein Bestes, aus vollem Herzen. Manches was man dort tut ist schwer, braucht Überwindung und dennoch geht es mit einem mal leicht, weil die Kraft durch einen strömt und man Teil eines Grossen Ganzen, mehr noch, weil man Teil dessen ist was hinter allem steht. Man wird eins mit sich selbst. Solche Reisen bilden, und zwar das Selbst. Man erfährt sich in einem Kontext der ehrlicher nicht sein kann, weil er echte Hingabe fordert. So entsteht eine innere Haltung die nicht an dem Ort zurück bleibt an dem sie entstanden ist. Man trägt sie in sich und sie bestimmt alles zukünftige Tun. Sie bestimmt die Qualität mit der man handelt und spricht. Es ist ein ganz anderer Weg, welcher nicht aus der Hoffnung entsteht eine Krise zu überwinden, sondern der aus dem Glück oder der Gnade erwächst, Teil eines Kreises zu sein. “Menschenfamilie” lernt man dort kennen und sich selbst als Teil eben dieser.

So wird die Reise die man angetreten hat zur Selbstfindung und was man findet ist gut, ganz ohne Zweifel. So werden die Orte die man besucht nahbar und erfahrbar auf einer tiefen Ebene die man als wirklich spirituell bezeichnen kann. Diese Orte sprechen zu einem und mit einem. Sie flüstern dir Wahrheiten zu und bringen oft lange vergessenes wieder zu Bewusstsein. Ja, man kommt wieder zu Bewusstsein, das “echte Leben” erwacht neu, die Spielereien enden und das ist gut so. Man erreicht so manchen Gipfel, ganz ohne kalte Füsse zu bekommen weil man wieder klar sieht, Überblick hat und weil da ein Ziel im Herzen samt Weg ist, dem man beruhigt folgen kann.

Wenn man zurückkehrt, das Herz voller Freude auf das Daheim, die Seele erfrischt und den Kopf voller Bilder, dann verschränkt sich das “dort” und das “hier” zu einem einzigen Jetzt. Deshalb ist der Blick auf das Erfahrene auch kein “Rückblick” sondern vielmehr die Sicht auf das Sein im Jetzt, gewandelt durch all das Erfahrene. Das Erlebte wirkt nach und es scheint als ob man kaum genug Zeit hat, all das Wunderbare das einem begegnet ist in dieses “Jetzt” zu packen. Doch es geht.  Darum auch die Erzählung die man Freunden gibt, darum das betrachten der Situationen in denen man auch schon mal arg gefordert gewesen sein mag oder sich am Ende der eigenen Kräfte fühlte – doch der Kreis stütze, gab Kraft, die Krise blieb aus. Die Erzählung des Erlebten macht oft vieles bewusster und beruhigt den immer nach Erklärung suchenden Geist. So hilft das Berichten, aber eben nie als klassischer, wehmütiger Rückblick, sondern als Jetztbild des nunmehr gestärkten Selbst.

So viele Bilder! Erhabene Natur die absolut keiner Beschreibung mehr bedarf! Sie fordert kein “ach wie schön” mehr denn sie beantwortet sich in sich selbst – sie ist bereits perfekt und alles was man an holpriger Beschreibung anführen könnte – sie bedarf derselben nicht, darum lässt sie einen sprachlos werden. Und in eben dieser Sprachlosigkeit birgt sich der Schlüssel zur Wirkung. Man gibt sich ihr hin so wie sie sich einem schenkt, frei und ohne jedwede Erwartung. Es ist ein Schwingen im wahrsten Sinne des Wortes! Es ist mehr als Verbindung, weil “Verbindung” immer noch Abstand in sich trägt. Es ist ein “Sein” mir ihr. Man ist der Berg, der See, der Baum, wie eben auch der Berg, der See, der Baum man selbst ist. Hier endet das Wort und ebenso das ICH, hier beginnt das WIR.

Und die Kreise in die man eingeladen wurde! Offen und herzlich, ganz zweifelsfrei eben Menschenfamilie. Hier sind Bruder und Schwester – nicht im biologischen Sinne oder einfach so dahergesagt, sondern weit darüber stehend und wahr. Hier ist “Freund” wahrer Freund, weil man ehrlich und aufrichtig sich hingibt, jeder für jeden, für alle. Hier gibt es auch keinen Abschied weil alle immer verbunden bleiben, auch wenn ein ganzer Ozean dazwischen liegen mag. Was für eine Freude das erfahren zu dürfen! Wie dankbar jenen gegenüber, die uns aufgenommen haben, die uns den Weg gewiesen und uns darin bestärkt haben das zu tun was eben zu tun ist. Danke auch für die gemeinsame Arbeit, für das “Schaffen” des Raumes der nötig ist um eben solche Erfahrung machen zu können! An dieser Stelle ein Danke für die Trommeln und heiligen Lieder, das Wissen, die Kraft, die Konsequenz der Hingabe und all die Liebe die uns getragen hat und weiterhin trägt. Danke jenen, die uns ihrer Verantwortung und Bürgschaft für uns bewusst, diesen Kreisen näher brachten. Und danke auch jenen, die uns ins Herz blickten und uns für am rechten Ort befunden haben! Von jenen Orten gibt es auch keine Fotos – denn diese Bilder trägt man auf ewig im Herzen, in all ihrer Tiefe und Kraft – nur dort behalten sie ihre wahren Dimensionen.

Was man mitbringt von solcher Reise ist vor allem Veränderung, ist Haltung. Sie fliesst unweigerlich in das eigene Tun ein. Klarer und gerader wird der Weg. Mit jedem mal stärkt sich die Zuversicht dass man verändern kann, wenn man dieser Haltung Folge leistet. Man trägt in sich was man erfahren hat! So einfach ist es. So absolut. So erklären sich auch das “wie” und das “warum”, so macht es sich verständlich dass man eben nicht anders kann, als seiner Haltung und Natur entsprechend, denn alles andere und angepasste wäre Verrat am eben erst freigelegten Selbst. Der Weg den man geht wird frei von Irrungen und Wirrungen. Man geht ihn aus sich heraus, aus der Tiefe eines erwachten Herzens, mit klarem Blick und Wort. Man geht ihn, einen Schritt vor den anderen setzend und mit jener bestimmten Ruhe die er verlangt. Man geht ihn, gemeinsam mit all Jenen, die verstanden haben was Hingabe meint. Man geht ihn mit Freude und im Bewusstsein ein Mensch zu sein der unterwegs auf dem Weg der Entwicklung ist – nicht weiter als andere, nicht besser aber auch nicht schlechter.

Und dennoch tut es auch wohl wieder daheim zu sein. Die gewohnte Umgebung, das eigene Gehäuse oder einfache Kleinigkeiten wie Wasser aus dem Hahn trinken zu können oder im eigenen Bett gegen den jetlag anzukämpfen tun gut. Man will die gemachte Erfahrung natürlich auch mit anderen teilen! Dies ist ein nur natürliches Bedürfnis, aber es entspringt nicht dem Wunsch des Egos sich darzustellen! Es drängt einen dies zu tun, selbst wenn es nicht ganz gelingen wird, weil man weiss, dass man sich neu einbringt in das eigene Tun und auch in das gemeinsame Erfahren und dass Erzählung und Erklärung die eigenen Veränderung für andere leichter nachvollziehbar macht! Man weiss auch mit absoluter Bestimmtheit, dass die eigene, positive Veränderung unweigerlich Kreise ziehen wird! Und man weiss dass man Teil des Ganzen ist und dass man Veränderung bewirkt in dem man sich selbst hingibt, vor allem für andere – und das hat man allemal getan –  “so that the people may live!”

 

 

Wir freuen uns auf das gemeinsame Tun, auf die Schwitzhütten, das Lehren und Lernen und all die Erfahrungen die auf unserem Weg liegen und die wir mit Euch teilen dürfen!

auf bald

herzlichst

Georg und Heidi

 

 

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