Wieder daheim

Wieder daheim

Wieder daheim.
 
Das Herz voll von Bildern, von Erlebnis und Erfahrung, voll von weitem Land, von Natur und Sein, von Freunden und vom Aufgenommen worden sein. Wie Familie ist`s dort, weil mehr als Freundschaft – Verbundenheit über die Zeit und Distanz hinweg. „Seelenverwandtschaft“ trifft`s vielleicht noch besser. Sich und dem Anderen ins Herz geblickt, wortloses Verstehen, gemeinsame, freudvolle Lebenszeit unter Brüdern und Schwestern. 
 
Zugleich das Hier – auch Familie und Freunde und Land und alles liebend verbunden und verwoben. So braucht es noch viel Zeit alles zu verarbeiten, darum das Schreiben, es hilft dem Geist das Unfassbare zu fassen, wenn auch das Wort schnell versagt. Vor allem in der Stille und mit der Zeit die man sich gibt / geben muss, kommt das Erlebte wieder organisch wahr zu einem. Mit jedem Herzschlag ein Bild, mit jeder ruhigen Minute so viel an Erinnerung die im Jetzt wirkt. Prozesse sind am wirken, tief, die Seele weitend, klärend und das Ego verwirrend zugleich. Und die Lieder, wie sie immer noch in einem tönen! Ganz Rhythmus, ganz kraftvoller Herzschlag der Erde, rufende, belebende Trommel, ewiger Tanz der Mitte entgegen, stärkend, verbindend und erneuernd!
 
Und ja, auch gut wieder da zu sein! Wieder daheim sein, im Eigenen Raum, mit all dem was man schon beinahe nicht mehr vermisst hat – das kühle Glas Wasser aus dem Hahn, das ganz alleine sein, das gewohnte heimelige Gehäuse, das statische Jetzt, das eigene Bett, das Erwachen im Hier und das eigene Land das man beleben darf! Ebenso der Blick auf das Erreichte, lächelnd erkennen wie es sich verschränkt ineinander, das „Drüben“ und das „Hier“.
 
Schon zieht es einen wieder fort, leicht und verspielt, wissend dass dort Familie ist, dass dort Kreise sind, so starke Frauen und Männer, auch die Kinder! Es zieht, weil dort ein ganz besonderer Ort ist, an dem man sich selbst und dem anderen in ungeahnter Tiefe zu begegnen vermag. Da zählt das wahre Selbst, nicht das Bild oder die Beschreibung. Und doch ist dieser Ort ganz Wunder und Zauber, zugleich in einem selbst! Wohlige Erkenntnis!
 
Was für Tage! Hand in Hand mitgearbeitet, aufgebaut, Tage des Tuns, Teil des Ganzen gewesen mit vollem Einsatz, mit Kraft und Freude, jeder ganz Selbst! Dann sich an Hingabe geübt, so von Herzen gebetet, für den Anderen, für jeden der Teil ist! Alles gegeben und so vieles mehr an Geschenk erhalten! Was für ein Weg! Was für eine Intensität an Verbundenheit! Was für ein ungeahnter Grad an Wahrhaftigkeit, weit über das insgeheim Erhoffte hinaus! Wie gesagt, es wird noch brauchen bis alles sich setzt – so unendlich viel an Segen, so viel an verantwortungsvollem Auftrag!
 
Dankbarkeit, vor allem jenen gegenüber die kein Gegeneinander kennen und das Miteinander leben! Jenen gegenüber, denen man so vieles geraubt hat, an Land und Freiheit und Würde – und die dich dennoch so reich beschenken, indem sie dich offenen Herzens aufnehmen in ihren Kreis, die dich fördern und behüten und lehren wie unendlich gross und voller Liebe alle Welt sein kann!
 
All ihr Weggefährten und Freunde, auf bald!
 
aho

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Georg

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