Die Kraft des Weges

Die Kraft des Weges

Man sollte sie nicht unterschätzen, die Kraft des eigenen Weges! Vor allem dann nicht, wenn dieser Weg authentisch ist. Diese Kraft treibt einen an, auch zur Leistung, zur positiven. Sie drängt einen zur Handlung und stösst einen in die richtige Richtung! Das schon mal mit Nachdruck. Und diese Kraft ist in jedem von uns – aber frei wird sie nur, wenn der Weg auch authentisch ist! Es ist wie mit Heilung und Krankheit, das ist schon der selbe Weg, aber es sind ganz unterschiedliche Richtungen! Drum macht es auch Sinn umzukehren, gegen alle Besorgnis und gegen die Angst jenen Stationen des Lebens nochmals kurz zu begegenen, an denen schon früher eine Korrektur des Kurses möglich gewesen wäre. Lächelnd passieren wir diese Momente und lassen sie endgültig hinter uns. Diese Umkehr macht Sinn, auch wenn es manchmal hart gegen den Strom geht, auch wenn es ein wenig Mut und Kraft kostet – so ist diese Umkehr vielmehr eine Rückkehr zum Ursprung, zur eigentlichen Quelle unseres Seins. Es ist eine Heimkehr an jenen Ort, wo die Elemente unverfälscht wirken, ein nach-hause-kommen zu Feuer, Erde, Wasser und Luft. Von dort stammen wir, von dort sind wir gekommen und haben uns im Wahn der ewigen Expansion, an die Irrealitäten unserer Welt verloren. Aber der Weg zurück ist offen, er ist da, er ist gangbar und führt uns mit Kraft zurück zu liebevollem SEIN!

Wenn man den Weg findet – und er ist ja immer nahe, dann greift die Kraft und schiebt einen beständig vorwärts! Sie verjüngt einen, macht einen aber vielleicht auch mal müde, weil sie zu echter Arbeit am Selbst drängt. Das ist ja auch gut so, weil die Arbeit am Selbst ja eigentlicher Sinn unserer Existenz ist. Nicht dass das immer einfach wäre, ganz sicher nicht, aber es lohnt sich diesem und jenem zu widerstehen – auch dem dröhnenden Mainstream, der einem breiten Strom gleich, alles mit sich zu reissen droht das sich ihm annähert. Ich weiss, ich bin da ungemütlich und kaum belehrbar. Ich verbiege mich nicht gern, lasse mich nicht gerne in fremde Fahrwasser zwingen oder vor irgendwelche bunte, lärmende Karren spannen. Das macht das Leben abschnittsweise auch mal hart, weil es ja leichter wäre sich zu fügen, weil es ganz ohne Aufwand wäre dem nachzugeben was sich da anbietet. Nein, ich springe nicht auf die gängigen Züge auf, mögen auch die angepriesenen Halteziele noch so verlockend sein! Doch diese Haltung hat mich bisher viel Positives gelehrt und mich letztlich gestärkt.

Zurück zum Weg: Wie man ihn erkennt? Nun, daran, dass er einen aus dem Graben zieht wenn man sich ihm hingibt. Man erkennt ihn daran, dass aller Einsatz, sofern er echt und wirklich  ist und dem Selbt entspricht (nicht zu verwechseln mit dem Ego) in Freude gewandelt zu einem zurück strömt. Man erkennt ihn daran, dass er einen trennt, vor allem von jenen (ganz ohne Schuldzuweisung bitte!) die dem Ego verfallen und der eigenen Inszenierung erlegen sind. Und man erkennt ihn daran, dass er genau genommen unserem innersten Wünschen, unserem ewigen Sehen und Hoffen entspricht!

Ich kenne Menschen, Heilerinnen und Heiler, die ganz auf diesem Weg sind, dem eigenen und deren Schlichtheit einfach nur wohltut. Es sind Weggefährten, die einem niemals das Gefühl gaben oder geben, dass sie über einem stehen würden! Sie sind an deiner Seite! Sie begleiten und leiten mal sanft, mit klarem Wort, mal auch mit Nachdruck an! Sie korrigeren nötigenfalls den Kurs, wenn man Gefahr läuft sich zu verirren, denn Irrwege gibt es genug, links und rechts des Weges! Sie bewahren uns vor dem Absturz. Sie geben uns Werkzeug an die Hand, um uns zu reparieren. Sie statten uns mit allem aus das es braucht um wieder nach Hause zu finden!

Geht man den Weg und geht man ihn mit Bestimmtheit, so fällt auch der Verzicht auf ständige, übermässige Beweihräucherung leicht. Ist man auf ihm und mit ihm, nötigt es einen nicht sich als mehr oder besser darzustellen als man eben aktuell ist. Es ist gut ihn zu gehen, in der Gewissheit dass sich auch andere finden werden, die ihn mit gehen. Man geht ihn Seite an Seite, mal als Lehrer, mal als Schüler, mal stärker, mal etwas schwächer vielleicht, aber man geht ihn, man ist der Stagnation entkommen, der Starre entflohen! Auf ihm wandelt sich Meinung zu gemachter Erfahrung, die schwer wiegt und einen klar macht in Wort und Tat! Auf ihm entwickeln wir uns und entkommen unseren Verstrickungen. Auf diesem Weg erfahren wir Reduktion nicht als Verlust sondern als Erleichterung!

Jeder trägt ihn in sich diesen Weg – und eigentlich ist er eine innere, geistige und energetische HALTUNG welche sich aus der Arbeit an sich selbst ergibt. Auch das was man weitergibt, hat sich ja aus dem eigenen Weg entwickelt! Man gibt nichts vor das man nicht ist. Man hat die Zeit als Verbündete und nimmt die Lehren die sie einem erteilt dankbar an – daraus erwächst wiederum das was man tut, die Heilerei zum Beispiel. Was wegfällt, ist das „sich produzieren müssen“. Darum bin ich nur selten in der Öffentlichkeit zu sehen. Nicht weil ich überheblich wäre oder zu stolz – nein, ganz einfach aus dem einfachen Grunde, dass der Zirkus der esoterischen Bespassung eben nicht auf meinem Weg liegt! Und würde ich es trotzdem tun, würde ich mich vor die Wagen spannen lassen, die verfürherischen, würde ich auf die Züge aufspringen die da nach A oder B fahren, würde ich mich dem Mainstream anvertrauen und den eigenen Weg verlasen – es stürbe etwas in mir – meine Seele!

Vertraut auf den Weg den Ihr schon in Euch tragt! Versagt Euch den Abzweigungen und all den Labyrinthen, den falschen Zügen, den bunten, plärrenden, alles versprechenden Zielen und die Kraft wird kommen! Stark wird sie in Euch strömen und Ihr werdet erkennen wie einfach dass es sein kann und wie schön! Ihr werdet erfahren dass das niemand FÜR euch tun kann, sondern dass es EURE FREIHEIT und VERANTWORTUNG ist die richtige Wahl zu treffen! So lernen wir auf diesem Weg zu gehen und jeden Tag verstehen wir staunend ein wenig mehr an Zusammenhang. Wir werden stärker und reifer auf diesem Weg und die Freude ist mit uns. Wir werden wieder was wir von Natur aus sind – mit jedem Schritt!

bis bald und habt Vertrauen

Georg

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Georg

4 Comments

  • Ingrid

    Manchmal ist einfach schwer,
    doch das Einfache ist wesentlich. Danke für deine Erinnerung Georg, an eine ihren Weggehende

  • Sandra

    Schön. Es braucht auch Ruhe Zeiten zum auftanken. Das es auch so sein darf ist manchmal komisch aber es ist gut. Ich vertraue meinen Weg und dem inneren Spüren in mir. Alles ist gut. danke dir Georg! ☺️ für diesen Text…..

  • Andrea

    Reduktion als Erleichterung
    – danke Georg!

    Unter einem Baum stehend, den Sonnenaufgang sehen, einfach nur da-sein – es tut mir unendlich gut. Dann Momente absoluten Glücks – gleichzeitig die andere Seite: Weder zieht es mich vor den Fernseher, noch sind mir Zeitungsmeldungen wichtig, mir ist es weder nach einem Besuch im Restaurant noch nach Kino, auch nicht nach einer Esoterik-Messe … – einfach Stille – in mir und um mich herum spüren; die Menschen um mich herum brauchen jedoch all das Andere, auch Gespräche darüber – es ist ihr gutes Recht. Ein gutes Maß dabei zu finden und zu halten – Stille und „Das Andere“ – es wird immer Teil meines Weges bleiben.

    Reduktion – ja, die empfinde ich als wohltuend. Reduktion auf das für mich gerade Wesentliche und damit Klarheit fühlen, Ganz-sein, vieles wo ich sage: „Das gehört nicht zu mir, entspricht mir nicht“ – und dies dann sein lassen. Es erfordert auch immer wieder meinen Mut, ist für viele Menschen ungewohnt, doch es ist mein Weg.

    Dann, gerade heute fühle ich mich allein – und lese deine Zeilen. Es tut gut.

    Herzlichste Grüße
    Andrea

  • Maria

    DANKE ! Danke für die klaren Worte. Ich wurde „geführt „–zu den Tagen der „Heilaspekte“nach Wörschach 2017. Dort angekommen parkte ich vor den geschlossenen Räumen von Brückler Kurt–wusste nicht wo genau das stattfand. Ein Tiroler mit Kind im Auto parkte neben mir -stieg aus-wusste auch nicht wohin-fragte und nahm mich dann mit dem Auto mit. Er sagte er ist extra aus Tirol gekommen um das Georg Gschwandler-Seminar zu besuchen —und da ging ich mit–(war sehr froh bei der Unmenge an Seminaren wo ich niemanden kannte-)so dass ich dann im Seminar und Workshop nachmittags war. Klarheit, Einfachheit,Effektifität und Empathie konnte ich spüren—und dass das nichts mit Esoterik zu tun hat. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich durfte auch Deine Arbeit auf La mesada erleben und spürte dass mich dieser Weg wieder dorthin bringen kann wo ich vor 40 Jahren schon einmal war. Ja, man ist da oft einsam aber glücklicher. Danke und herzlichste Grüße Maria

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