Der Weg – das Ziel

Der Weg – das Ziel

Man hat ja schon Einiges erlebt. Man ist auch so manchen Weg bereits gegangen. Man hat auch bereits begriffen, dass die Medien – und es ist völlig egal welche es sind – nur eine gewaltige Propagandamaschinerie sind die einem, gegen Gebühr, ihre unmassgebliche Meinung (nicht etwa die „Wahrheit!“) einzubleuen versuchen. Genau genommen ist`s eine ständige Beschallung, die am Ende immer auf Konsum hinausläuft. Eine mehr oder weniger spassige Dauerwerbesendung, bunt aber ohne Gewähr. So hat man endlich den Fernseher schon aus dem Haus verbannt (und nicht durch „streaming“ ersetzt) und widmet seine knappe Lebenszeit nun den wesentlich wichtigeren, wahreren und schöneren Dingen. Ebenso hat man vielleicht auch erkannt, dass zwischen „rechts“ und „links“immer noch das eigene Hirn liegt, das es zu benutzen gilt und dass die eigentliche Radikalität in eben der Benutzung oder Nichtbenbutzung desselben liegt! Und wenn man es benutzt, das Hirn, dann geschieht ja auch ganz Erstaunliches – man versteht mitunter einiges an Zusammenhang, an Ursache und Wirkung und dass sich vermutlich geschätze fünfundneuzig Prozent unserer Aufmerksamkeit – sprich Energie – in absolut sinnfreier Aufrechterhaltung tradierter Konsum- bzw. Ablenkungsroutinen erschöpft! Das erklärt vielleicht auch, weshalb wir nur ca. fünf Prozent (Genies ausgenommen) dieses Organs zu nutzen imstande sind! Also hat man sich schon eine ganz passable Ausgangsposition geschaffen. Schulterklopf. Gut so. Brav. Nein ernsthaft: das ist WIRKLICH GUT! Und das ist auch WIRKLICH WICHTIG wenn man weiter gehen möchte, zu Weg und Ziel!

Stellt sich die Frage nach dem Weg, dem eigenen, dem authentischen (nicht zu verwechseln mit dem aufgesetzten oder dem Zeitgeist entsprechenden Weg). Und der Weg, also jener Weg zu jenem Startpunkt, von dem aus sie dann eigentlich so richtig losgeht, die Reise zum Selbst, dieser Weg ist schon mal voller „intellektueller Fallstricke!“ Da liegen „geistige Fussangeln“ zu Hauf! Überall „emotionalen Bärenfallen“ und „esoterischen Tretminen“, letztere breiten sich, wie Schimmel (nö, nicht das Pferd – der Pilz)  bereits in Bereiche aus wo man sie nie vermutet hätte. Da ist ein ganzes, gewaltiges und ebenso expandierendes „Sumpfgebiet aus unnötigem Blablabla“, das einen so ganz allmählich, aber dafür beständig in die Tiefe ziehen kann! Auch die Gefahr sich im „Friedhof der guten Ideen“ zu verirren ist gross. Ebenso besteht vor allem die reelle und vielleicht grösste Gefahr, auf „dem Weg zum Weg“ seinem eigenen „Ego im Walde“ zu begegnen! Das wäre an sich ja nicht ganz so übel könnte man meinen, aber diese Begegnung birgt die grosse Gefahr dem Ego ganz und auf Dauer zu verfallen – es lockt ja, und zieht recht kräftig und leuchtet mitunter auch ganz bunt! Bei manchen riecht es vielleicht sogar nach Varnülle, oder nach diesem elend süssen Räucherstäbchenqualm oder auch nach gar nix, was ja wieder alles sein kann. Das Ego lockt und will Energie haben! Es ist gefrässig und kaum zu bändigen! Es lügt ja auch und tarnt sich gern. Auch das Lebkuchenhaus (nichts gegen Hexen) hatte so seinen Preis und wer da ausgehungert und verirrt ist – naja, das kann schon übel in die Hose gehen, auch in die akademisch gebildete, in die geistig überhebliche sowieso!

Vor allem das eigene Ego kann einem ganz ordentlich und nachhaltig die Tour vermasseln! Weil es auf so vielerlei Art mit Energie gesponsert sein will! Da ist alles drin. Das Leiden – oh ja, armes kleines Opferchen das ich bin… Das ist in der Übersetzung ins Energetische nichts anderes als Egoraubtierfütterung! Dann die andere Seite der Medaillie: Alle Variationen von „ich bin der/die Beste“! Sehr gerne gebraucht wird auch: „ich hab`s erfunden“ oder der ewige Dauerknüller: „ich vergebe dir/euch!“. Das geht so fix, dieses sich egoman aufstellen, dass man es gar nicht selbst mitbekommt wenn man es tut! Das fällt dann meist eher dem Umfeld auf, wie da unterschwellig, in jedem Tun, in jedem Satz dieses fettgefressene, ölglänzig pralle EGO-ICH auftaucht und Verehrung und Bodenwurf und Hand- wie Arschkuss einfordert! Und das geilste daran ist: alle machen brav mit!! Da stehen sie dann da, die Mütter aller Mütter, die Väter aller Väter, die Chefs der Chefs, die Leidendsten unter den Leidenden, all die fleischgewordenen Superlative einer destruktiven Kaufen-Benutzen-Wegwerfen-Kultur und bemerken kaum die eigene Arschheiligung, die sie tagtäglich betreiben und von allen einforden! Die wird dann eben gerne kollektiv zelebriert, oft bis zur geistigen Abstumpfung, die Heiligung und Beweihräucherung! Nichts weiter als routinierte, tradierte Inszenierung, alles nur Kulisse, leider.

Die exzessive Inszenierung, in der man (das Ego) immer besser wird, hat eine unglaubliche, beinahe hypnotische Sogwirkung! Denn jener, der da den anderen anbetet, ist ja dann ganz wichtiger Teil der ganzen Fiktion und nährt ebenso sein eigens Ego wie jene, die da inmitten dieses ganzen Zirkusses stehen und Mittelpunkt der Anbetung sind! Ein gut geschmiertes, perfekt die Lebenszeit abtickendes Ego-Räderwerk, das ständig und ignorant, gegen alle Zeichen der Vernunft (Hirn!) die eigene ENDLICHKEIT verleugnet und verdrängt. Schleimerei wohin man blickt! Diese elende, aufgesetzte Dankbarkeit irgendwo „dabei-sein-zu-dürfen“! Dieses kreuzbuckeln vor ihm oder ihr, der oder die dir gnädig Zugang gewährt, dir den Raum schenkt, ganz selbstlos, von Herz zu Herz, von alter Seele zu noch älterer Seele und von der zur oberüberältesten Herz-zu-Herz und Gruss und Umarm und Liebhab – Seele. Man sollte es nicht unterschätzen das Ego – vor allem dann nicht, wenn es Bescheidenheit vorgaukelt, oder sich dir als armes, unverstandenes und bemitleidenswertes Opfer vor(dar)stellt! Man darf da schon mal kritisch hinschauen, auch bei Anderen um festzustellen, dass dieses ganze Getue und Gehabe ja nichts mit WAHRHEIT zu tun hat, sondern meist eher etwas mit Kundenbindung und mit Heils- bzw. Konsumversprechen. Es hat mit Verführung zu tun und nicht mit Weg und Ziel! Es hat mit dem Binden von Kraft zu tun. Es lockt und flüstert und ganz lieb kann es auch sein, süss und herzig und mit rosa Einhörnern – ja, mit denen hab ich`s nicht so – gefüllt sein! Dennoch und egal wie es sich herausputzt das Ego, wird es immer nach Bestätigung suchen, nach Schulterklopfern, Klatschern und falschen Umarmern, nach allem eben was es stärkt! Aber all das hat mit dem SELBST nichts zu tun. Auch nicht mit Weg und Ziel. Es hat mit Zeitverbrauch und Energieverschwendung zu tun. Mehr ist es nicht – und es betrifft uns alle, mich eingeschlossen!

Darum muss man, wenn man Weg und Ziel im Leben will, sich die Frage stellen nach dem „Wozu?“.  Also – wozu dient dies oder jenes Umfeld, das da genorös aufgemacht wird um jene Egos zu beherbergen die nach Beachtung lechzen? Was soll der ganze Aufwand?  Ist es vielleicht doch nur Gruppenegofütterung? Ebendies ist der Grund warum ich z.b. „Gruppen“ (auch die elektronischen) eher meide. Ich halte nichts von platter Egobespassung und demokratischem Erfahrungsrahmenabgleich, der nötig ist damit es halt für alle passt! Ich ticke da einfach anders, man möge es mir verzeihen und ich mag lieber die losen Zusammenkünfte, in denen der wache, organische Jetzt-Mensch auf ein ebenso waches, organisch präsentes Jetzt-Gegenüber trifft. Und dieses Jetzt-Gegenüber hat an sich gearbeitet, ja, auch mit Hilfe von aussen – aber dennoch immer das eigene Ego im Blick und vor allem eines: In Eigenverantwortung! Kritisch ist dann dieses Gegenüber mit sich selbst, mit mir auch und mit der kostruierten Welt – und das ist schon gut so, weil man die Fallen nun schneller erkennt und sie dann meist auch sicher umgehen kann! Ich mag, nein ich LIEBE dieses organische Selbst, dem ich da in die Augen, ja ins Herz (!) blicken darf und beide wissen dass das TUN im Vordergrund steht, ganz ohne gegenseitige Amorhoe! (Amorhoe=Liebesdünpfiff) und auch ganz ohne den Gebrauch ausgelutschter und kraftloser Begrüssungs- und Verabschiedungsfloskeln. Da braucht es nur wenig von dem was man gemeinhin „Austausch“ nennt – weil alles was es zu berichten gäbe, ja schon bereits erlebte Vergangenheit ist und es maximal zur Prägungsübereinstimmung kommen könnte. Da schon besser und lieber im JETZT gemeinsam TUN. Also die gemeinsame Erfahrung suchen und machen und sich kindlich darüber freuen was alles möglich ist im Jetzt (und nur das Jetzt ist existent)! Da werden die Worte rar aber dafür ganz exakt wenn es denn etwas zu beschreiben gilt. Warum? Nun, weil es ja bereits organische, individuell gemachte Erfahrung IST! Und weil sich alles, das eh nicht gesagt werden kann, sich genau JETZT in einem Blick, in einem Lächeln finden kann, das so ganz ehrlich aus dem Selbst, dem Herzen kommt und ganz fern von Ego ist, unendlich weit entfernt von „ich will, ich kann, ich werde“!  Es sagt und meint: „SIEHE, ICH BIN MEIN WAHRES SELBST“.

Weg und Ziel. Das braucht einen Startpunkt und der liegt eben jenseits von Ablenkung und Bespassung. Um dorthin zu kommen durchquere man den „Wald des Egos“, lasse die „Sumpfgebiete des Blablabla`s“ hinter sich. Man wende sich ab vom „Friedhof der guten Ideen“ (den jeder hat und oftmals traurig, aber dafür mit sentimentaler Hingabe pflegt) und sorge dafür sich nicht völlig in den „Fallstricken des Intellektes“ zu verheddern. Hat man auch die „emotionalen Bärenfallen“ gemeistert, in die man für gewöhnlich ständig tappt und ist man auch den „esoterischen Tretminen“ mehr oder weniger erfolgreich ausgewichen, dann, ja dann geht es eigentlich so richtig los mit dem Weg und dem Ziel. Dann kommt echte Selbsterfahrung zum Zug! Dann ist das Ziel auch klar formuliert: Am Ende sagen zu können „ICH BIN“ und nicht „ich war“

Eines noch: Wenn man das hier alles liest, dann liest das Ego ja natürlich mit, geht ja gar nicht anders, man kanns nicht ins Glas stellen derweil, wie die dritten Zähne. Man sollte aber auch wissen, dass nur das Ego verletzt oder beleidigt sein kann, niemals das Herz! Das Ego fühlt sich ja vielleicht ertappt, die Prägungen resonieren bitter und sorgen für böse emotionale Stimmung, der Ärger steigt sauer auf, der Widerstand geht in Phase zwo… Die Fallen schnappen eben zu – wie gesagt, es ist ein langer, gefahrvoller und nicht ganz leichter Weg bis dahin wo der eigentliche Weg beginnt. 🙂 Und keine Angst vor der Veränderung, vor dem Abzweigen oder Aussteigen. Jeder hat halt mal sein „coming-out“ „der Eine früh der And`re nie“. Im schlimmsten Falle sind sie sauer auf Dich, die anderen Egos. Im schlimmsten Falle bist Du eben etwas unverstanden in den alten Feldern. Im schlimmsten aller Fälle gibt`s eine Zeit lang üble Nachrede, mehr aber auch nicht! Gut. Dann geh. Lass sie nur zurück die alten Felder. Es ist nicht mehr Dein Weg. Schon lange nicht mehr. Und glaube mir, Dein Herz weiss es schon lange – es hat es immer schon gewusst!

 

Der „Weg zum Weg“ lohnt sich wirklich, er gibt Kraft, auch Freude und Zuversicht. Alles ist in ihm, alles wird leichter, auch die Liebe!

habt Vertrauen! 😉

auf bald, herzlichst

 

Georg

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