Schamanismus - Curanderismo - Georg O. Gschwandler

 

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Behandlungen

Jede Behandlung beginnt mit dem Gespräch. Gemeinsam erarbeite ich mit dem Klienten einen Weg, eine Abfolge von Möglichkeiten der individuellen Behandlung. Der Klient soll Zusammenhänge begreifen und schließlich selbst in der Lage sein einfache schamanische Techniken zu nutzen um heil und ganz zu werden.

Dass dabei auch jene Bereiche angesprochen werden welche dem Klineten ggf. unangenehm sind liegt in der Natur der Sache. Nicht immer ist das was wir hören wollen auch das was wir hören sollen! Mitleid und die Erfüllung kontraproduktiver Klientenwünche sind hier fehl am Platz.

Ich arbeite mit Methoden des Curanderismo und des Schamanismus, manche uralt und seit Jahrtausenden bewährt (Limpias, Sobadas, Seelenrückholungen, Extraktionen) und mit neuen, im Laufe meiner Arbeit von mir selbst entwickelten Methoden (Reconnection, Wegarbeit, Kreisbahnensystem, "die organspezifischen Sequenzen" usw.). Ebenso kommen z.B. Bach Blüten zum Einsatz um optimale Startbedingungen für die Heilarbeit zu schaffen.

In Heil- und Kraftritualen oder Reinigungszeremonien werden die alltägliche Welt und die spirituelle Welt verbunden und die Methoden des Curanderismo ermöglichen tiefe Eingriffe in den Energiekörper.

Behandlungen im schamanischen Kontext sind immer individuell, selbst wenn sich Erkrankungen wie der Seelenverlust mittlerweile als "Volkskrankheit" etabliert haben und viele Menschen bewußt oder unbewußt darunter leiden. Die Behandlung ist stets individuell, auch wenn sich gewisse rituelle Rahmenbedingungen bewährt haben. Es geht um den Menschen!


Der Klient erhält von Beginn an die Möglichkeit, ja den Auftrag selbst mitzuarbeiten. Dies verhindert dass Abhängigkeit entsteht wo Eigenverantwortung und Selbstvertrauen gedeihen sollen. Kommt zu Beginn der Beratung noch 90% der Arbeit von mir, so liegen schon 10% an aktivem Tun beim Klienten. Dieses Verhältins soll innerhalb absehbarer Zeit kippen, sodass meine Aufgabe am Ende nur noch in beratender und begleitender Funktion besteht. Die Abstände zwischen den Sitzungen die zwischen ein und zwei Stunden in Anspruch nehmen betragen bis zu vier Wochen. Diese Zeit ist nötig um Dinge geschehen zu lassen und dem Klienten Zeit zu eigener, spiritueller, ritueller, schamanischer Arbeit zu geben. Die Menschen sollen nicht nur heil und ganz werden sondern sie sollen lernen ihr Leben wieder selbst zu gestalten und sich und die Welt als ein großes Ganzes zu begreifen.

An alle Therapienomaden:


Eines sei hier noch angemerkt: Wer in diesem Zusammenhang nach "angenehmer Behandlung", nach esoterischem Licht-und-Liebe Kontext sucht, wer nicht bereit ist wirkliche Veränderung zuzulassen auch wenn dise eine schmerzhafte Heilkrise nach sich zieht, wenn man eine "Behandlung" in dem Glauben beginnt nicht mitarbeiten zu müssen, dann hat man Prinzipielles nicht begriffen. Es ist nicht meine Aufgabe den Klienten auf seinem falschen Weg zu unterstützen. Dies ist moralisch nicht vertretbar und dafür auch noch Geld zu verlangen ist mehr als verwerflich.
Wenn an Themen gerührt wird die unangenehm sind dann aus einem klaren Grunde, nämlich jenem der NOTWENDIGKEIT. Natürlich würde man diese Themen gerne meiden, natürlich würde man alles dazu tun nicht an sie rühren zu müssen, aber dann kann auch keine Besserung erfolgen.
Dies scheint aber das Problem unserer "Geiz-ist-geil-Gesellschaft" zu sein: Wir wollen hohe Qualität aber nichts dafür bezahlen, abnehmen ohne die Essensgewohnheiten zu ändern, das Leben verändern aber nichts dafür tun, heil werden aber nicht angerührt werden, lieben ohne uns zu verpflichten, leben ohne Verantwortung zu übernehmen.

All jene, die sich vor wirklicher, oft schmerzhafter Veränderung fürchten, die nichts dazu beitragen wollen um heil und ganz zu werden, all jene bitte ich mich nicht aufzusuchen! Sparen sie sich ihr hart verdientes Geld und mir meine begrenzte Zeit!

 

Echte Zuwendung ist nicht immer angenehm...




Sein und Schein - Erfahrungen in Ecuador.

...Wir warten noch immer. Schon ist es dunkel, der Regenwald hat auf Nachtbetrieb umgestellt - es wird laut. Unsere Führer werden nervös, der Schamane kommt nicht, obwohl alles vereinbart war. Es ist den Beiden sichtlich unangenehm dass wir hier in der Hütte sitzen, und warten müssen. Dann gehen sie los, den Schamanen suchen, draussen in der Nacht. Wir warten, eine halbe Stunde, dann eine, endlich ein Geräusch, ein Murmeln, laut, dann leise, dann ein Husten, mächtig viel Schleim landet am Boden vor der Hütte. Der Schamane packt beim ersten Anlauf die Stufe nicht, ist voll besoffen, was für ein Schock! Er torkelt in die Hütte, verschwitzt, fett, und voller Zuckerrohrschnaps. Er hält sich am Tisch fest, wie auf einem schwankenden Schiff. "Buenas noches!" bringt er heraus, dann sucht er in seinem Hemd nach etwas und hält mir schliesslich seinen speckigen Ausweis vor die Nase, schwankend, links, rechts, aber es ist offiziell: Er ist Schamane-Uwishin, von der staatlichen Ecuadorianischen Stelle ausgewiesen, die regelt das Heilerwesen in Ecuador, alles nach Vorschrift. ich schiele zu einem der Führer und gebe zu verstehen dass ich mir nicht ganz sicher bin ob der Schamane überhaupt in der Lage ist um..., "no problemo!" tönt es da, alles in Ordnung, alles bestens, warum die Frage? und überhaupt. Es geht nach Draussen. Der Schamane findet seinen Platz, packt seine Utensilien aus, die Zigaretten, den Schnaps (!), man nimmt Platz, sitzt ihm gegenüber. Da streckt er sich, und irgend etwas in ihm spannt sich, alles fällt ab von ihm, der Rausch weicht einer absoluten Klarheit, der Körper strahlt Kraft aus, die Augen funkeln, die Sprache ist eisklar, eine Verwandlung, innerhalb von Sekunden, er, der Schamane ist Schamane, ist ein Heiler, kein Heiliger, ist Mensch. Er ist nicht mehr betrunken, zwinkert uns zu, beginnt seine Arbeit und dass sein Atem nach Alkohol riecht und ihn eine Dunstwolke ohne Gleichen umgibt spielt weiter keine Rolle mehr, er ist in seinem Element oder wir in dem seinen, wie auch immer. Kleingläubig sind wir Verstandesmenschen, voller Vorurteil und falscher, exotischer Vorstellung, wie gut tut da die Erfahrung dass alles eigentlich ganz anders ist....



Schulmedizin und Schamanismus / Curanderismo:

Vorsicht sollte man dort walten lassen wo gegen die Schulmedizin gewettert wird. Heilung bedeutet sicherlich nicht das Ausschliessen anderer, bewährter Methoden. Alles hat seine Berechtigung, sofern es wirkt! In Mexiko und Ecuador (nur als Beispiele) fällt die Zusammenarbeit von beiden Bereichen auf. Da arbeitet der Curandero mit dem Arzt zusammen. Und auch in Europa gibt es erste Ansätze dazu. So wird an einem renomierten Klinikum in der Schweiz eine Schamanin beschäftigt welche in jenen Fällen hinzugezogen wird in denen die Schulmedizin nicht weiter weiss oder kann. Nicht ein Gegeneinander sondern ein Miteinander macht Sinn. Radikalismus in der einen oder anderen Richtung praktiziert, ist immer einseitig, ausgrenzend und letztlich zerstörerisch.



Eines sind Schamanismus und Curanderismo von Natur aus nicht: ...Sanfte Medizin...

 

Rechtlicher Hinweis: Eine "Behandlung" im schamanischen Kontext ersetzt keinesfalls den Arztbesuch oder eine medizinisch-therapeutische Anwendung. Es wird keine "Heilung" im medizinisch-therapeutischen Sinne versprochen oder in Aussicht gestellt.

Weiters: Schamanische Methoden verstehen sich nicht als "Alternativmedizinische Methoden" da sie sich generell dem klassischen Begriff von "Medizin" und "Therapie" entziehen. Sie stellen eine Ergänzung des Spektrums im Sinne einer ganzheitlichen, energetisch-spirituellen Unterstützung dar und sollen nicht im Widerspruch zu bewährten Methoden der Schulmedizin und Alternativmedizin verstanden werden.

Zudem distanziere ich mich an dieser Stelle klar von jedwedem Missbrauch von Drogen und stelle in diesem Zusammenhang fest dass ich keinerlei Angebot in dieser Richtung bewerbe oder anbiete. Den Gebrauch von Ayahuasca in unseren Breiten durch "selbsternannte Ayahasqueros" lehne ich kategorisch ab da er zum einen illegal ist zum anderen moralisch nicht vertretbar scheint, insbesondere in Anbetracht des kulturellen Diebstahls an den Völkern Lateinamerikas und einer zerstörerischen Profanisierung welche mehr und mehr um sich greift. Jedem vernunftbegabten Menschen müsste diese Argumentation einleuchten.

Auf Grund der aktuellen Rechtslage und der ausufernden Esoterikwelle sind diese Hinweise notwendig.

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