|
Jede
Behandlung beginnt mit dem Gespräch. Gemeinsam erarbeite ich mit dem
Klienten einen Weg, eine Abfolge von Möglichkeiten der individuellen
Behandlung. Der Klient soll Zusammenhänge begreifen und schließlich
selbst in der Lage sein einfache schamanische Techniken zu nutzen um
heil und ganz zu werden.
Dass dabei auch jene Bereiche angesprochen werden welche dem Klineten ggf. unangenehm sind liegt in der Natur der Sache. Nicht immer ist das was wir hören wollen auch das was wir hören sollen! Mitleid und die Erfüllung kontraproduktiver Klientenwünche sind hier fehl am Platz.
Ich arbeite mit Methoden des Curanderismo und des Schamanismus, manche uralt und seit
Jahrtausenden bewährt (Limpias, Sobadas, Seelenrückholungen,
Extraktionen) und mit neuen, im Laufe meiner Arbeit von mir selbst
entwickelten Methoden (Reconnection, Wegarbeit, Kreisbahnensystem,
"die organspezifischen Sequenzen" usw.). Ebenso kommen z.B. Bach
Blüten zum Einsatz um optimale Startbedingungen für die Heilarbeit
zu schaffen.
In Heil- und Kraftritualen oder Reinigungszeremonien werden die
alltägliche Welt und die spirituelle Welt verbunden und die Methoden
des Curanderismo ermöglichen tiefe Eingriffe in den Energiekörper.
Behandlungen im schamanischen Kontext sind immer individuell, selbst
wenn sich Erkrankungen wie der Seelenverlust mittlerweile als "Volkskrankheit" etabliert haben und viele Menschen bewußt oder
unbewußt darunter leiden. Die Behandlung ist stets individuell, auch
wenn sich gewisse rituelle Rahmenbedingungen bewährt haben. Es geht
um den Menschen!
Der Klient erhält von Beginn an die Möglichkeit, ja den Auftrag
selbst mitzuarbeiten. Dies verhindert dass Abhängigkeit entsteht wo
Eigenverantwortung und Selbstvertrauen gedeihen sollen. Kommt zu
Beginn der Beratung noch 90% der Arbeit von mir, so liegen schon 10%
an aktivem Tun beim Klienten. Dieses Verhältins soll innerhalb
absehbarer Zeit kippen, sodass meine Aufgabe am Ende nur noch in
beratender und begleitender Funktion besteht. Die Abstände zwischen
den Sitzungen die zwischen ein und zwei Stunden in Anspruch nehmen
betragen bis zu vier Wochen. Diese Zeit ist nötig um Dinge geschehen
zu lassen und dem Klienten Zeit zu eigener, spiritueller, ritueller,
schamanischer Arbeit zu geben. Die Menschen sollen nicht nur heil
und ganz werden sondern sie sollen lernen ihr Leben wieder selbst zu
gestalten und sich und die Welt als ein großes Ganzes zu begreifen.
An alle Therapienomaden:
Eines sei hier noch angemerkt: Wer in diesem Zusammenhang nach "angenehmer Behandlung", nach esoterischem Licht-und-Liebe Kontext sucht, wer nicht bereit ist wirkliche Veränderung zuzulassen auch wenn dise eine schmerzhafte Heilkrise nach sich zieht, wenn man eine "Behandlung" in dem Glauben beginnt nicht mitarbeiten zu müssen, dann hat man Prinzipielles nicht begriffen. Es ist nicht meine Aufgabe den Klienten auf seinem falschen Weg zu unterstützen. Dies ist moralisch nicht vertretbar und dafür auch noch Geld zu verlangen ist mehr als verwerflich.
Wenn an Themen gerührt wird die unangenehm sind dann aus einem klaren Grunde, nämlich jenem der NOTWENDIGKEIT. Natürlich würde man diese Themen gerne meiden, natürlich würde man alles dazu tun nicht an sie rühren zu müssen, aber dann kann auch keine Besserung erfolgen.
Dies scheint aber das Problem unserer "Geiz-ist-geil-Gesellschaft" zu sein: Wir wollen hohe Qualität aber nichts dafür bezahlen, abnehmen ohne die Essensgewohnheiten zu ändern, das Leben verändern aber nichts dafür tun, heil werden aber nicht angerührt werden, lieben ohne uns zu verpflichten, leben ohne Verantwortung zu übernehmen.
All jene, die sich vor wirklicher, oft schmerzhafter Veränderung fürchten, die nichts dazu beitragen wollen um heil und ganz zu werden, all jene bitte ich mich nicht aufzusuchen! Sparen sie sich ihr hart verdientes Geld und mir meine begrenzte Zeit!
Echte Zuwendung ist nicht immer angenehm...
Sein und Schein - Erfahrungen in Ecuador.
...Wir warten noch immer. Schon ist es dunkel, der Regenwald hat auf
Nachtbetrieb umgestellt - es wird laut. Unsere Führer werden nervös,
der Schamane kommt nicht, obwohl alles vereinbart war. Es ist den
Beiden sichtlich unangenehm dass wir hier in der Hütte sitzen, und
warten müssen. Dann gehen sie los, den Schamanen suchen, draussen in
der Nacht. Wir warten, eine halbe Stunde, dann eine, endlich ein
Geräusch, ein Murmeln, laut, dann leise, dann ein Husten, mächtig
viel Schleim landet am Boden vor der Hütte. Der Schamane packt beim
ersten Anlauf die Stufe nicht, ist voll besoffen, was für ein
Schock! Er torkelt in die Hütte, verschwitzt, fett, und voller
Zuckerrohrschnaps. Er hält sich am Tisch fest, wie auf einem
schwankenden Schiff. "Buenas noches!" bringt er heraus, dann sucht
er in seinem Hemd nach etwas und hält mir schliesslich seinen
speckigen Ausweis vor die Nase, schwankend, links, rechts, aber es
ist offiziell: Er ist Schamane-Uwishin, von der staatlichen
Ecuadorianischen Stelle ausgewiesen, die regelt das Heilerwesen in
Ecuador, alles nach Vorschrift. ich schiele zu einem der Führer und
gebe zu verstehen dass ich mir nicht ganz sicher bin ob der Schamane
überhaupt in der Lage ist um..., "no problemo!" tönt es da, alles in
Ordnung, alles bestens, warum die Frage? und überhaupt. Es geht nach
Draussen. Der Schamane findet seinen Platz, packt seine Utensilien
aus, die Zigaretten, den Schnaps (!), man nimmt Platz, sitzt ihm
gegenüber. Da streckt er sich, und irgend etwas in ihm spannt sich,
alles fällt ab von ihm, der Rausch weicht einer absoluten Klarheit,
der Körper strahlt Kraft aus, die Augen funkeln, die Sprache ist
eisklar, eine Verwandlung, innerhalb von Sekunden, er, der Schamane
ist Schamane, ist ein Heiler, kein Heiliger, ist Mensch. Er ist
nicht mehr betrunken, zwinkert uns zu, beginnt seine Arbeit und dass
sein Atem nach Alkohol riecht und ihn eine Dunstwolke ohne Gleichen
umgibt spielt weiter keine Rolle mehr, er ist in seinem Element oder
wir in dem seinen, wie auch immer. Kleingläubig sind wir
Verstandesmenschen, voller Vorurteil und falscher, exotischer
Vorstellung, wie gut tut da die Erfahrung dass alles eigentlich ganz
anders ist....
Schulmedizin und Schamanismus / Curanderismo:
Vorsicht sollte man dort walten lassen wo gegen die Schulmedizin
gewettert wird. Heilung bedeutet sicherlich nicht das Ausschliessen
anderer, bewährter Methoden. Alles hat seine Berechtigung, sofern es
wirkt! In Mexiko und Ecuador (nur als Beispiele) fällt die
Zusammenarbeit von beiden Bereichen auf. Da arbeitet der Curandero
mit dem Arzt zusammen. Und auch in Europa gibt es erste Ansätze
dazu. So wird an einem renomierten Klinikum in der Schweiz eine
Schamanin beschäftigt welche in jenen Fällen hinzugezogen wird in
denen die Schulmedizin nicht weiter weiss oder kann. Nicht ein
Gegeneinander sondern ein Miteinander macht Sinn. Radikalismus in
der einen oder anderen Richtung praktiziert, ist immer einseitig,
ausgrenzend und letztlich zerstörerisch.
Eines sind Schamanismus und Curanderismo von Natur aus nicht:
...Sanfte Medizin...
Rechtlicher Hinweis: Eine "Behandlung" im schamanischen Kontext ersetzt keinesfalls den Arztbesuch oder eine medizinisch-therapeutische Anwendung. Es wird keine "Heilung" im medizinisch-therapeutischen Sinne versprochen oder in Aussicht gestellt.
Weiters: Schamanische Methoden verstehen sich nicht als "Alternativmedizinische Methoden" da sie sich generell dem klassischen Begriff von "Medizin" und "Therapie" entziehen. Sie stellen eine Ergänzung des Spektrums im Sinne einer ganzheitlichen, energetisch-spirituellen Unterstützung dar und sollen nicht im Widerspruch zu bewährten Methoden der Schulmedizin und Alternativmedizin verstanden werden.
Zudem distanziere ich mich an dieser Stelle klar von jedwedem Missbrauch von Drogen und stelle in diesem Zusammenhang fest dass ich keinerlei Angebot in dieser Richtung bewerbe oder anbiete. Den Gebrauch von Ayahuasca in unseren Breiten durch "selbsternannte Ayahasqueros" lehne ich kategorisch ab da er zum einen illegal ist zum anderen moralisch nicht vertretbar scheint, insbesondere in Anbetracht des kulturellen Diebstahls an den Völkern Lateinamerikas und einer zerstörerischen Profanisierung welche mehr und mehr um sich greift. Jedem vernunftbegabten Menschen müsste diese Argumentation einleuchten.
Auf Grund der aktuellen Rechtslage und der ausufernden Esoterikwelle sind diese Hinweise notwendig.
<<
Back >> |